Der räudige, runtergekommene kleine Bruder von "Taken" (96 Stunden), den man aber trotzdem gerne in den Arm nimmt. Ohne jetzt "Taken" schlechtmachen zu wollen (was dieser absolut nicht verdient hätte), hat mir im Vergleich in "Takedown" besonders die andere Art von Held gefallen, der hier kein Supermann ist, sondern mehr einer von uns, zunächst auch die Übermacht seines Feindes empfindlich unterschätzt. Mußte vor allem optisch mehrfach an Charles Bronson denken. Ansonsten angenehm reduziert, schnörkellos, kompetente Regie, mit etwas mehr emotionalem Ballast als das Liam Neeson-Vehikel (ohne das jetzt negativ zu belegen) und einer bitteren Note im Abgang. Vor allem das Unterwelt-Flair kommt hier noch ein bißchen realistischer, desolater und ungeschminkter rüber.
P.S.: Selten so eine miese, billig abgemischte Synchro gehört. Daher hier mein dringender Appell: Unbedingt im Original gucken!