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Produktinformation
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Da es Piraten natürlich nicht mal im Traum einfallen würde, ehrlich zu arbeiten, ziehen Sie für schwere Arbeiten Schiffbrüchige heran. Diese stampfen für Sie Gebäude aus dem Boden, gießen Kanonen und bauen Schiffe -- und das alles natürlich ohne den geringsten Lohn. Da verwundert es kaum, dass die Gefangenen jede Chance nutzen, um sich aus dem Staub zu machen. Furcht und Ordnung sind daher in Tropico 2 die Grundlage jeder Kontrolle.
Anders sieht es bei den Piraten selbst aus, die stattdessen Sicherheit und Anarchie bevorzugen -- beides finden sie in den Bordellen und Hafengegenden Ihrer Insel. Das sind jedoch nur zwei der Grundbedürfnisse, die es bei Ihren Männern zu befriedigen gilt. Ebenso wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass die Piraten feiern, trinken und mit ihren Taten protzen können -- ganz abgesehen davon, dass die Jungs natürlich auch ordentlich Gold in ihren Taschen haben wollen. Letzteres bekommen Sie nur, indem Sie Ihre Schiffe auf Beutefahrt in die rund 20 verschiedenen Seegebiete schicken, die Ihnen zur Verfügung stehen.
Haben Sie Glück, kehren Ihre Mannen mit Gold, Gefangenen, neuen Piraten und zusätzlichen Waffen zurück. Genauso gut kann es jedoch passieren, dass Ihr Schiff von den Spaniern, Franzosen oder Engländern versenkt wird. Die Seeschlachten werden dabei mit derselben Engine in Szene gesetzt wie der Vorgänger, und wenn man sich vor Augen hält, dass Tropico seinerzeit grafisch nicht einmal den Vergleich mit Anno 1503 zu scheuen brauchte, ist klar, dass Detailverliebtheit und ein hoher Wuselfaktor hier groß geschrieben werden.
Da mit den über 50 verschiedenen Gebäudetypen, 30 Erlassen und den zwei unterschiedlichen Völkern, die es zu beherrschen gilt, außerdem für jede Menge Abwechslung gesorgt ist, präsentiert sich Tropico 2: Die Pirateninsel als ebenso unterhaltsame wie anspruchsvolle Wirtschaftssimulation, die Fans des Genres etliche Stunden kurzweiliger Unterhaltung bietet! --Andreas Kasprzak
Pro:
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Solche Gedanken gehen dem Spieler ungefähr durch den Kopf, nachdem mal wieder eines seiner Piratenschiffe nach einer Plünderfahrt in den heimatlichen Hafen eingelaufen ist.
'Tropico (1)' ließ dem Spieler damals als Diktator über eine Südseeinsel herrschen, Teil 2 behält die Südsee bei, ändert aber die Profession des Spielers (wenn auch nur geringfügig).
Als eine Art Piratenkönig herrscht man über seine anfangs kleine Piraten-Siedlung irgendwo vor Amerikas Küste und muß versuchen, diese Siedlung zum Blühen und Gedeihen zu bringen.
Selbiges erreicht man durch erwähnte Raubfahrten und den darauf folgenden schrittweisen Aufbau der heimischen Piraten-Wirtschaft.
Diese Wirtschaft wird ausschließlich von gefangenen Sklaven geführt; Sie bilden die erste Bevölkerungsgruppe im Spiel.
Ohne sie werden keine Schiffe gebaut und keine Waffen hergestellt. Durch Furcht müssen sie an der Flucht gehindert werden und gleichzeitig muß man ihre Versorgung sicherstellen.
Arbeiten tun ihre Gefangenen ausschließlich für die Piraten, die zweite Bevölkerungsgruppe in 'Tropico 2'. Diese harten Gesellen bemannen ihre Schiffe und machen das, was Piraten so machen: Entführen, plündern, Schätze horten.
Ihre Hauptaufgabe als Spieler ist es, beide Gruppierungen bei Laune zu halten, ihre Flotte auszubauen, Reichtümer zusammenzurauben und die eigene Insel vor rachsüchtigen Kolonialmächten zu schützen.
Dabei hat man alle Hände voll zu tun, da sich jede Aktion des Spielers, jedes neue Gebäude auf die Stimmung und Lage auf der Insel auswirkt und man somit ständig am regulieren und ausgleichen ist.
Sehr hilfreich ist dabei der eingebaute 'Piraten-Berater' Smitty, der dem Spieler (übrigens mit der Stimme von 'Käpt'n Blaubär') des öfteren mit Ratschlägen zur Seite steht. Dadurch hat man auch als Anfänger reelle Chancen, das eine oder andere Szenario zu gewinnen.
An Spielmodi hat 'Tropico 2: Die Pirateninsel' neben einer Kampagne und einigen Einzelszenarios noch den Sandkastenmodus zu bieten, bei dem der Spieler in seiner Entwicklung völlig frei ist und sich selbst Ziele stecken kann.
Ein Map-Editor rundet das Angebot ab.
Die Kampagne ist zwar recht fordernd und spannend, verschenkt aber meiner Meinung nach viel Atmosphäre durch die lieblos zusammengefügten Missionen: Keine verbindenden Filmchen im Piraten-Film-Stil, nur schnöder Text = Schade!
Die Grafik ist dieselbe wie in Teil 1, nur halt auf Piraten getrimmt: Gebäude werden immernoch unspektakulär 'hochgezogen', die Umgebung ist zwar recht detailliert, aber kaum mit Animationen versehen. Alles in allem nichts besonderes, eher unscheinbarer Durchschnitt.
Schade für alle, die spannende Degengefechte zwischen Piraten und Spaniern/Engländern/Franzosen erwartet hatten:
Alle Gefechte und Beutezüge gibt es nur als Statistik, keine Echtzeitgefechte á la 'Anno', nur Aufbaustrategie und sonst nix!
Der Spieler ist in 'Tropico 2' eine Art Manager, der, auf eine Vielzahl von Statistiken gestützt, versucht, seine Insel am Laufen zu halten.
Schlüsselereignisse werden mit Textmeldungen oder mal einem kurzen Renderfilmchen hervorgehoben.
Fazit:
Nichts für Fans von 'Command&Conquer'!
'Anno' und 'SimCity'-Fans sollten einen Blick riskieren, allein schon aufgrund des ungewöhnlichen (guten) unverbrauchten Piraten-Themas.
Fans des Vorgängers erwartet ein völlig neues 'Szenario', aber so richtig viele Neuerungen sollte man nicht erwarten.
Für Aufbau-Strategen ist 'Tropico 2' uneingeschränkt und ohne Wenn und Aber zu empfehlen!
Es entfällt das längere Warten auf Produktionszyklen, verursacht durch langsame Arbeite. Diese wurde ersetzt durch Handlanger der Piraten (die auf irgendeine Mysteriöseweise auf der Indel gelandet sind (sprich durch Kaperungen oder Brandschatzen ihrer eigentlichen "Einwohnern" - den Piraten), die die Drecksarbeit erledigen müssen. Und sollten es ihnen dennoch nicht schnell genug gehen, stellen sie ein paar Galgen als "Motivation" auf.
Zweite wichtiges Neuerung ist die Einführung einer großen Umgebungskarte (d.h. dass sie fortan nicht mehr allein in der Karibik sind), auf denen sie ihre mit Piraten und Waffen ausgerüstete Schiffe zum Rauben und Plündern ausschicken können. Obwohl dies nicht dargstellt wird (es ist ja schliesslich ein Aufbau- und kein Kriegsspiel), erweise sich diese Beutetouren als sehr spannend.
Als weitere Unterschied zum ersten Teil kommt hinzu, dass es nun neben den Sandbox spielen eine Kampagne und mehrere Szenarien sowieo einen Mapeditor gibt.
Auch die Musik passt wie im ersten Teil gut zur Thematik.
Einziges Manko ist weiterhin die stark in grün und seichten brauntönen gehaltene Grafikengine, die schon im Vorgänger von Railroad Tycoon II übernommen wurde. Dadurch wirkt die Grafik etwas farbarm (abgesehen von den vielen bunten Rendersequenzen), tut dem Flair aber keinen Abbruch. Und schliesslich soll sich das Spiel auch auf seine Inahlte konzentrieren und nciht auf eine effekthaschende Grafikpracht.
Alles in Allem ein starker Kandidat für die Sommerwunschliste!
Ahoi!
Es gibt allerdings auch ein paar Schwächen:
- nicht alle Geäude lassen sich drehen, was beim bauen einige Schwierigkeiten verursachen kann
- ich hätte mir ein paar mehr Animationen gewünscht
- das (automatische) Speichern dauert zum Teil sehr lange
Fazit: Trotz alledem ist das Spiel ein absoluter Hammer und eine angenehme Abwechslung zu allen Crafts und Commands.
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