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47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Vorgänger von Noble House, 13. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Tai-Pan. (Taschenbuch)
Tai-Pan ist - für diejenigen unter Ihnen, die es noch nicht wissen, der geschichtliche Vorgänger von Noble House. Es handelt von der Inbesitznahme der Insel Hong Kong durch die britische Krone und dem Aufbau einer Handelsstation. Dabei stehen zwei Handelshäuser im Mittelpunkt (Struan und Gront), die sich auch im rund 100 Jahre später spielenden Noble House wieder ein Spannungsgeladenes Wirtschaftsduell liefern. Auf 600 Seiten stellt Clavell (mittlerweile leider tot) in einem hohen Detailgrad dar, wie das Leben vor rund 150 Jahren in einer Außenkolonie des britischen Empire gewesen sein muss. Dabei verwebt Clavell 3 verschiedene Ebenen: 1. Der Kampf um die wirtschaftliche Vormachtstellung in HK 2. Die politischen Implikationen zwischen Briten und Chinesen 3. Eine persönliche Ebene sprich: diverse Beziehungen zwischen den Handelnden. All dies zusammen ergibt unter Zusammenspiel einer guten Zeitkenntnis von Clavell einen spannenden und mitreißenden Roman, den man nicht so schnell aus den Händen legt. Aber Vorsicht: Aufgrund der vielen handelnden Personen und des Umfangs des Buches (die 600 Seiten sind wirklich sehr eng gedruckt) sollten Gelegenheitsleser Abstand nehmen. Für alle anderen ein Top-Tip aus dem Genre der historischen Romane, der geschrieben wurde, als es das Genre offiziell noch gar nicht gab.
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5.0 von 5 Sternen
Fesselnde Geschichte um die Entstehung Hongkongs, 8. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Tai-Pan. (Taschenbuch)
Taipan ist ein grosser Abenteuerroman, der die Geschichte und Entstehung Hongkongs thematisisert. Hongkong, strategisch günstig gelegen, fällt den Briten nach dem Opiumkrieg zu und wird zu einer Handelsstation ausgebaut. Von Hongkong aus ist das Reich der Mitte hervorragend zu erschliessen (und auszubeuten). Die Handelshäuser Struan und Gront machen sich daran, Hongkong auf- und auszubauen und als Tor nach China zu manifestieren. Eine besondere Rolle spielt dabei der Schotte Struan, der die Bedeutung Hongkongs für sich und das britische Empire frühzeitig erkennt. Er ist der Typ Machtmensch, der für seine Ziele über Leichen geht und dessen Wirken wie im richtigen Leben trotz aller egoistischen und unmoralischen Züge auch positive Effekte aufweist. Sein unsympathischer Gegenpart ist Tyler Brock, Überseekaufmann wie Struan selbst, der nur eigenen Regeln und eigener Logik folgt und sich keiner Macht unterordnet oder integriert. Garniert wird die Geschichte mit allerlei Nebenpersonen und Nebenschauplätzen, die Dichte vermitteln und das Werk zu einem wahren Epos machen. Clavell schafft es, uns die Geschichte Hongkongs nahezubringen und die Expansionsansprüche Grossbritanniens spannend und in romanform aufzuzeigen. Gleichzeitig zeichnet er uns ein Bild von Asiaten auf, die uns in ihrem Verhalten und Handeln fremd sind und auch bleiben werden, ohne dabei eine (geringschätzige) Wertung wie in anderen Werken dieser Art vorzunehmen. Die von ihm beschriebenen Persönlichkeitsstrukturen eines Machtmenschen lassen vergleiche zu den heutigen grossen Managern erkennen. Ein hervorragender Abenteuerroman mit komplexer Handlung, hervorragend gezeichneten Akteuren und einer logischen Handlung, die an einigen Stellen sicherlich auch geschichtlichen Überprüfungen standhalten würde. Lesenswert.
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3.0 von 5 Sternen
Kurzweilig und gut recherchiert!, 19. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Tai-Pan. (Taschenbuch)
Erzählt wird die Geschichte der englischen Familie Struan, deren Oberhaupt Dirk Struan im Hongkong des 19. JH als Chef der Handelsgesellschaft Noble House (Tee, Opium, Silber etc.) die eigene Position festigen und ausbauen will und Hongkong in "ein Juwel der britischen Krone" verwandeln will. Dabei stellen sich ihm eine Reihe von Hindernissen in den Weg (sein Hauptkonkurrent Brock, chinesische Geheimbünde, Krankheiten u.s.w.). Auch innerhalb der eigenen Familie (Bruder, Sohn, unehelicher Sohn, Geliebte) kommt es zu zahlreichen Verwicklungen, um die sich der Handlungsstrang im Wesentlichen ringt. Das Buch ist sauber recherchiert und bietet, vor dem beschriebenen historischen Hintergrund, sicher kurzweilige, wenn auch in weiten Teilen konventionelle Unterhaltung.
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