Wenn man sich diese amerikanischen Horrorfilme ansieht, die üblicherweise versuchen über wenig Handlung und viel Blut Spannung aufzubauen, so bietet "In drei Tagen bist du tot" eine willkommene Abwechslung! Auch wenn die Handlung nicht hundertprozentig überzeugt, so wird das Publikum vor allem durch ein für einen Film sehr hohes Maß an Authentizität in Atem gehalten.
Gemessen an den Ressourcen, die dem österreichischen Film zur Verfügung stehen wurde mit "In drei Tagen bist du tot" wirklich Großartiges geleistet.
Die Story des Filmes ist nicht weit hergeholt und durchaus (bis auf kleine logische Fehler, die zum Teil im zweiten Teil "ausgebessert" wurden) nachvollziehbar!
Die schauspielerische Leistung ist auf jeden Fall ansprechend und braucht keinen Vergleich zu scheuen!
Viele kritisieren hier, dass die "blutigen Szenen" zu kurz sind - meine Meinung dazu: Horror findet im Kopf statt! Blutige Szenen sind in der Regel nur in schlechten Filmen ausschlaggebend.
Ähnlich, wie "High Tension" lässt auch "In drei Tagen bist du tot" viel Spielraum für den kopfeigenen Horror und gibt nicht stupide vor, wie der Zuschauer den Film miterleben soll!
Der Dialekt im Film ist ein guter Ansatz, Österreich eine eigene Filmidentität, also ein eigenes "Hollywood" zu verleihen.
Kultfilme, wie "Muttertag", "Hinterholz 8", "Komm süßer Tod", "Silentium", "Nacktschnecken" etc. bedienen sich ebenfalls äußerst erfolgreich dieses Mittels! Dass der Dialekt nicht derart stark gesprochen wird, ist natürlich nur verständlich, da ja auch der deutsche Markt durch den Film erreicht werden soll!
Mit "In drei Tagen bist du tot" und seinem Nachfolger erschließt der österreichische Film lediglich ein weiteres Genre und zeigt, was in ihm steckt!
Man darf auch nicht den sehr gut ausgewählten Soundtrack vergessen, der in erster Linie österreichische Bands in den Vordergrund rückt!
Ich kann den Film nur empfehlen!