Ich habe mich sehr auf diesen Band gefreut, da mich die Geschichte um Bonnie und Damon schon reizt. Zumal Damon bisher auch immer der Erwartung in ihn gerecht wurde.
Was war aber in diesem Band los? Damon und Bonnie waren allein in der Unterwelt und es passierte zu meinem Erstaunen nichts. Gut - ich habe auch kein wildes Gelage erwartet. Aber mal ehrlich... Es fehlte der Funken zwischen den Beiden.
Und immer genau dann, wenn es ein bischen zu glimmen begann, kam der Schwenk Richtung Elena und Stefano.
Ich habe in meinem Leben das ein oder andere Romanheftchen gelesen. Gute wie auch grottenschlechte.
Aber ich habe ernsthaft genervt die Augen verdreht, wenn Stefano Elena mal wieder mit "Liebste. Liebste!" angesprochen hat und mir eigentlich geschworen, dass ich bei dem nächsten "Liebste!", welches unweigerlich auf der nächsten Seite kam, das Buch beiseitelegen werde. Aber dann kam halt doch - leider - wieder die Neugierde durch.
Die Wendung von Bonnie von einem schüchternen, zartbesaiteten Teenie zu einem Kleinkind hat mich gelinde gesagt schockiert. Jeder hat sich gedacht, dass Damon und Bonnie...
Aber wie bitte soll diese Geschichte überhaupt weitergeführt werden, wenn man sich als Erwachsener schon fragt, ob eine evtl. Beziehung von Bonnie mit egal wem, evtl. hierzulande wegen Kindesmissbrauch unter Strafe gestellt werden könnte.
Welcher Teenie "klettert" einem Mann (in diesem Fall Sage) auf den Schoß, "als sei sie ein echtes Kätzchen"? Zusammen mit den Assoziationen von der vorhergehenden Geschichte rund um Bonnie habe ich mir ein 5-jähriges Kind mit Zöpfen vorgestellt.
Zum Schluss dann Elena. Himmel - ich mochte die Kleine. Aber dass sie in diesem Buch mehr und mehr zu WonderWoman mutiert und meint, alles allein packen zu müssen(ich denke hier an die Szene mit dem im Eis einbrechenden Thurg), war schon ziemlich nervig.
Ein gewisses Mittelmaß zwischen Elena und Bonnie hätte der Geschichte sicherlich geholfen.
Mir hat abschließend der Handlungsstrang um Matt und Meredith am Besten gefallen, weil hier die Erwartungen erfüllt wurden. Kein Heldenbombast, sondern zwei Teenies, die versucht haben, sich mit ihren Mitteln einer Gefahr in den Weg zu stellen. Mrs. Flowers war für mich sogar die stille Heldin des Buches und hat mir besser gefallen, als die eigentlichen Hauptdarsteller.