Vorab - es ist sicher nicht einfach, eine derart komplexe Buchreihe eines anderen Schriftstellers weiter zu führen. Insofern ist dieser Band solide geschrieben; er schließt halbwegs lückenlos an die früheren Geschehnisse an, vom Stil her sehr ähnlich den ersten Büchern.
VD waren von Beginn an erstaunlich tabulos, blutig und düster. Das neue Buch ist nett zu lesen, ansonsten aber scheinbar für eine sehr junge Leserschaft konzipiert, nett und harmlos. Die Autorin hat auch das Wesen der Vampire nicht erfasst: dahin sind die unheimliche Aura, die fatale Verführung der Vampire. Stefano könnte ein braver Schuljunge von nebenan sein, der grade mal einen schlechten Tag hat, Damon verkommt zum harmlosen Schoßtierchen. Keiner trinkt mehr Menschenblut ( könnte ja die Kinder verschrecken ), nicht einmal als Gefahr droht und Stefano zu schwach ist um irgendeinen seiner Freunde zu beschützen. Man spürt keine Leidenschaft mehr zwischen Elena und den Brüdern, alles, was sich bisher entwickelt hatte, ist dahin. Die manchmal zu überbordende Fantasie von Smith fehlt hier vollkommen...und am Ende haben sich natürlich alle lieb.
Es bleibt nur zu hoffen, dass der Verlag doch wieder Smith zurück holt, um den Figuren wieder Leben einzuhauchen, ansonsten - ruhe in Frieden VD.