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Tagebuch 1958 bis 1960: Als Dorfpfarrer in Brandenburg
 
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Tagebuch 1958 bis 1960: Als Dorfpfarrer in Brandenburg [Broschiert]

Ulrich Woronowicz
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 176 Seiten
  • Verlag: Mitteldeutscher Verlag; Auflage: 1 (Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898127907
  • ISBN-13: 978-3898127905
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 572.130 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ulrich Woronowicz, Sohn eines Pfarrers der Bekennenden Kirche, wirkte fast 40 Jahre als Seelsorger in der DDR, zunächst als Landpfarrer in der Prignitz. Dort erlebte er das "Bauernlegen" seiner Landwirte in die LPG, später in Wittenberge das Ringen des Staates um die Jugend in Form des Zwanges zur Jugendweihe. Im ersten Band seines Tagebuchs beschreibt er den Alltag in seiner Gemeinde, alltägliche Kämpfe, kleine Glücksmomente und Niederlagen. Sein umfassendes mentalitätsgeschichtliches Bild reicht weit über eine private Quelle hinaus.

Über den Autor

Ulrich Woronowicz, geb. 1928, arbeitete nach dem Studium 1951 als Pfarrer zunächst in Buchholz bei Pritzwalk, später in der Marienkirche Berlin und schließlich in Wittenberge. Als Superintendent für den Kirchenkreis Havelberg/Wilsnack stand er unter Beobachtung der DDR-Staatssicherheit.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Wolf
Woronowocz erzählt von den furchtbaren Jahren 1958-1960 in der Prignitz, als die staatlichen Behörden systematisch versuchten, alte Strukturen zu zerstören, Bauern mit allen Mitteln in die LPG (landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften) zu zwingen, Kirchengemeinden zu zerstören, jegliche Selbständigkeit zu unterbinden. Dazu kommt noch der alltägliche Mangel an fast allem: Baumaterialien, Energie, selbst Kugelschreiberminen.
Jeden Tag wanderten die "Werber" durch das Dorf, die auf die Höfe gingen und so lange blieben, bis der Bauer sein Eigentum der LPG überschrieb. Notfalls wurde der Bauer verhaftet wegen "Nichterfüllung des Abgabesolls". Als zusätzliche Demütigung stand dann am nächsten Tag in der Zeitung, dass Bauer XY "...freiwillig den Weg vom Ich zum Wir" gefunden habe.
So mancher Landwirt hat sich das Leben genommen, noch mehr sind von ihrem angestammten Hof geflohen in den Westen.
Auf den Feldern verrotteten inzwischen Rüben, Kartoffeln, die nicht geerntet wurden, weil mal wieder Benzin für die Traktoren fehlte oder die Technik keine Ersatzteile hatte. Und in den Ställen brüllte das Vieh vor Hunger...
Der Pastor, der das anprangerte, wurde mit Steinen beworfen, der einfache Mann auf der Straße, der sich wehrte, wurde verhaftet und verschwand für Jahre im Gefängnis.

Eine dichtes Bild von dieser Zeit, von dem, was die SED den Menschen angetan hat, vom hilflosen Widerstand und später der ohnmächtigen Unterwerfung, vom faszinierenden Überlebenswillen der Menschen, die schließlich zu Improvisationskünstlern werden und immer oft eine doppelte Identität führen müssen: die öffentliche und die private.
Woronowicz beschreibt dies alles: leidenschaftlich, mitfühlend, voller Wut über das unmenschliche Regime, aber nie ohne Respekt vor dem Einzelnen.
Ein starkes Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von R.Zaehler
Das persönliche Tagebuch des Dorfpfarrers aus Brandenburg scildert nüchtern seinen Alltag in knappen, nüchternen Worten und erinnert an denAlltag der späten fünmfziger und sechziger Jahre. Seine Begegnung mit der Stasi, der Gottesdienst und die Einschränkungen, die er hinzunehmen hatte, die allgemeine Lebenssituation der einfachen Menschen. Gerade weil diese Tagebuchaufzeichnungen nicht von den medienwirksamen Ereignissen sondern von dem Alltag gewöhnlicher Menschen berichten, ist diese wenig bekannte Broschüre wärmstens zu empfehlen.Schreien hilft Dir nicht ...: Ein Augenzeugenbericht mit Dokumentenanhang
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