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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Ein Krieg, ganz gleich, mit welch ehrenden Zielen geführt, bringt niemals Heilige hervor",, 31. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Tage des Zorns (DVD)
Dänemark im 2. Weltkrieg: Flamme (Thure Lindhardt) und Citron (Mads Mikkelsen) sind Mitglieder des dänischen Widerstandes. Mit kaltblütiger Präzision richten sie mit den Deutschen kollaborierende Landsleute hin. Während allerdings Attentate auf den Gestapoführer Hoffmann (Christian Berkel) und die Deutschen Truppen strikt untersagt sind. Alsbald keimen in ihnen erste Zweifel an ihren mörderischen Missionen auf. Während Citrons Kampf ihn zunehmend von seiner Familie entfremdet, lässt sich Flamme auf eine Affäre mit der undurchsichtigen Ketty (Stine Stengade) ein. Diese scheint ein doppeltes Spiel zu spielen. Langsam beginnen die Grenzen zwischen Gut und Böse zu verschwimmen... "Tage des Zorns" ist keine Heldengeschichte. Zwar basieren die Ereignisse grob auf historischen Geschehnissen, allerdings gilt das Augenmerk des Films eher auf die Entwicklung der beiden Hauptfiguren Flamme und Citron. Die historischen Vorkommnisse dienen dazu ein Psychogramm der beiden zu erstellen, wie sie gleichermaßen unter der Gewalt leiden, sie aber trotzdem ausüben. Diese psychischen Auswirkungen werden in vielen Szenen überzeugend dargestellt, in erster Linie aber durch den sichtbaren Vertrauensverlust der handelnden Personen. Hier liegt auch ganz klar die Stärke in diesen Film. Der Zuschauer weiß bis zum Schluss nicht, wie sich die immer mehr zuspitzende Lage für alle Seiten entwickeln wird. Mit jeder Szene verschwimmen die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß immer mehr. Diese Zerrissenheit der Figuren wird von den Darstellern eindrucksvoll getragen. Thure Lindhardt entwickelt seine Figur Flamme glaubhaft vom jungendlichen Eiferer hin zum Zweifler, der an seiner moralischen Diffusion zerbricht. Auch Christian Berkel als Gestapochef und "verführerischer Mephisto" ist sehr gut besetzt. An Mads Mikkelsen kann man die Entwicklung und die Auswirkungen der Figuren allerdings am Besten beobachten. Verstört bewegt er sich durch den Film und macht für den Zuschauer die Gewalt und die Auswirkungen auf die Psyche am ehesten greifbar. Fazit: "Tage des Zorns" ist eine sehenswerte dänische Produktion und ein gelungener Psycho-Thriller abseits des Mainstreams. Die Handlung ist sehr spannend und die Darsteller überzeugen. Für Gelungen halte ich es auch, dass Regisseur Ole Christian Madsen komplett auf Pathos, á la Stauffenberg verzichtet und eine eher erdrückende Geschichte erzählt, die seine Figuren weder glorifiziert noch verurteilt. Diese Bewertung überlässt Madsen lieber dem Zuschauer - 5 Sterne für diesen filmischen Geheimtipp.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bewegender Geschichts -Thriller, 20. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Tage des Zorns (DVD)
Dänemark und Nazi -Deutschland ... bislang weitgehend ein Tabuthema ,zumal sich viele Dänen nicht gerade mit heldenhaftem Widerstands - Ruhm bekleckert haben . Kein Wunder , dass "Tage des Zorns" bei unseren Nachbarn ein Kassenfüller war und Diskussionen auslöste . Politisch Linksoriente finden den Film rechtslastig ; Rechte linkslastig. Mit Dokumentaraufnahmen ergänzt ist der Streifen eine spannender Thriller , bei dem die Grenzen von Gut und Böse rasch verschwimmen. Man weiß kaum noch wer für welche Seite "arbeitet", auch die beiden "Helden" -Hauptfiguren verheddern sich mehr und mehr in Selbstzweifeln . Ein toller Film mit einem überragenden Schauspieler Team, allen voran Mads Mikkelsen. Aus dänischer Sicht kommt der Streifen zudem mit einer selten gesehen Selbstkritik "rüber".
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Ein Krieg, ganz gleich, mit welch ehrenden Zielen geführt, bringt niemals Heilige hervor", 3. Dezember 2008
Dänemark im 2. Weltkrieg: Flamme (Thure Lindhardt) und Citron (Mads Mikkelsen) sind Mitglieder des dänischen Widerstandes. Mit kaltblütiger Präzision richten sie mit den Deutschen kollaborierende Landsleute hin. Während allerdings Attentate auf den Gestapoführer Hoffmann (Christian Berkel) und die Deutschen Truppen strikt untersagt sind. Alsbald keimen in ihnen erste Zweifel an ihren mörderischen Missionen auf. Während Citrons Kampf ihn zunehmend von seiner Familie entfremdet, lässt sich Flamme auf eine Affäre mit der undurchsichtigen Ketty (Stine Stengade) ein. Diese scheint ein doppeltes Spiel zu spielen. Langsam beginnen die Grenzen zwischen Gut und Böse zu verschwimmen... "Tage des Zorns" ist keine Heldengeschichte. Zwar basieren die Ereignisse grob auf historischen Geschehnissen, allerdings gilt das Augenmerk des Films eher auf die Entwicklung der beiden Hauptfiguren Flamme und Citron. Die historischen Vorkommnisse dienen dazu ein Psychogramm der beiden zu erstellen, wie sie gleichermaßen unter der Gewalt leiden, sie aber trotzdem ausüben. Diese psychischen Auswirkungen werden in vielen Szenen überzeugend dargestellt, in erster Linie aber durch den sichtbaren Vertrauensverlust der handelnden Personen. Hier liegt auch ganz klar die Stärke in diesen Film. Der Zuschauer weiß bis zum Schluss nicht, wie sich die immer mehr zuspitzende Lage für alle Seiten entwickeln wird. Mit jeder Szene verschwimmen die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß immer mehr. Diese Zerrissenheit der Figuren wird von den Darstellern eindrucksvoll getragen. Thure Lindhardt entwickelt seine Figur Flamme glaubhaft vom jungendlichen Eiferer hin zum Zweifler, der an seiner moralischen Diffusion zerbricht. Auch Christian Berkel als Gestapochef und "verführerischer Mephisto" ist sehr gut besetzt. An Mads Mikkelsen kann man die Entwicklung und die Auswirkungen der Figuren allerdings am Besten beobachten. Verstört bewegt er sich durch den Film und macht für den Zuschauer die Gewalt und die Auswirkungen auf die Psyche am ehesten greifbar. Fazit: "Tage des Zorns" ist eine sehenswerte dänische Produktion und ein gelungener Psycho-Thriller abseits des Mainstreams. Die Handlung ist sehr spannend und die Darsteller überzeugen. Für Gelungen halte ich es auch, dass Regisseur Ole Christian Madsen komplett auf Pathos, á la Stauffenberg verzichtet und eine eher erdrückende Geschichte erzählt, die seine Figuren weder glorifiziert noch verurteilt. Diese Bewertung überlässt Madsen lieber dem Zuschauer - 5 Sterne für diesen filmischen Geheimtipp.
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