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"Tage des Ruhms" erzählt von den Kolonial-Afrikanern, die für Frankreich in den Krieg zogen und zahlreich im Kampf gegen die Nazis starben. Und obschon sie Seite an Seite mit den Franzosen kämpften, erlebten sie doch auch Rassismus und Diskriminierung. Filmisch wird diese Epoche und dieser ganz besondere Teil der Geschichte des Zweiten Weltkriegs nun endlich aufgearbeitet. Dabei funktioniert "Tage des Ruhms" nicht nur als ein von realistischen Figuren belebtes Kriegsdrama, sondern hat darüber hinaus eine Botschaft parat, die man besonders in unserer heutigen Zeit nicht vergessen sollte. Christen und Moslems arbeiten hier zusammen, kämpfen Seite an Seite gegen einen gemeinsamen Feind und respektieren die Religion des jeweils anderen. In einer Zeit, in der immer wieder der Kampf der Religionen beschworen und eine Kluft zwischen westlicher und arabischer Welt erschaffen wird, ist dieser Film Zeugnis davon, dass Menschen aller Länder mehr eint, als sie voneinander trennt. Fazit: Sehenswerter Kriegsfilm mit beachtlichem Subtext.
Moviemans Kommentar zur DVD: Ein sehr gutes Bild mit klaren Farben, schönem Kontrast und ordentlicher Schärfe. Dazu kommt ein vitaler und sehr weitflächig aufgezogener Ton. Das Bonusmaterial ist mit mehr als zwei Stunden Laufzeit sehr umfangreich und hochinformativ.
Bild: Die Farben sind sehr gut gesättigt und neigen nicht zu Saumbildung. Während man in Afrika sehr warme, erdige Farbtöne präsentiert, sind es in Frankreich eher kühle Farbtöne. Rauschen ist nur in marginaler Form vorhanden und niemals störend. Die Kompression arbeitet größtenteils unauffällig. Selten ist etwas Artefaktbildung um bewegliche Elemente erkennbar, doch auch das taucht nicht in einer Form auf, die nervend wäre. Der Kontrast ist ausgewogen und fein tariert, funktioniert sowohl bei hellem Sonnenlicht, als auch im Halbdunkel. Gelegentlich fällt leichtes Überstrahlen auf. Die Schärfe ist als einziges etwas schwächer als die restlichen Werte. Sie ist gut, keine Frage, aber hier gibt es des Öfteren Szenen, in denen Details etwas genauer gezeichnet sein könnten (00:50:53; Leiche am Boden und Hintergründe). Die Kanten sind wohlgeformt. Anflüge von Doppelkonturen stechen nicht ins Auge. Die Vorlage selbst ist frei von jedwedem Schaden.
Ton: Nicht nur in den Kriegsszenen kann der Film mit einem feinem Tonmix überzeugen, auch in ruhigeren Szenen wie etwa dem Essenfassen in der Kantine kann man aus den hinteren Lautsprechern Umgebungsgeräusche wie Gerede oder klapperndes Geschirr vernehmen. Durchgehend bemüht man sich hier, akustisch Abwechslung zu bieten. Bei den Kampfszenen gibt es durchdringende Effekte, tiefen Bass, der etwa bei Mörserfeuer für wohliges Beben sorgt und direktional dahinzischendes Gewehrfeuer. Alles in allem eine sehr gute akustische Leistung, bei der der O-Ton etwas natürlicher klingt und man im Deutschen leichte Verzerrungen hat.
Extras: Beim Bonusmaterial hat man sich sehr viel Mühe gegeben. Es gibt ein fast halbstündiges Making Of, das sich explizit mit der Entstehung des Films beschäftigt, während die gut einstündige Dokumentation zwar Impressionen von der Premiere gibt, aber sich weit mehr mit der wahren Geschichte der unbesungenen Helden beschäftigt. Ein exklusives von Ascot produziertes Extra ist das gut 45 Minuten lange Interview mit dem Militärhistoriker Martin Rink, der einiges über die Afrikaner in Diensten der französischen Armee zu berichten weiß. --movieman.de
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Im Jahr 1943 meldet sich der junge Berber Said zusammen mit vielen anderen Nordafrikanern freiwillig zum Dienst in der französischen Armee, um einen Beitrag zu leisten, die Kolonialmacht von der Besatzung durch die Deutschen zu befreien. Die Grande Nation, ihrer Kerntruppen vom Reich beraubt, nimmt die Offerte gerne an, ohne freilich den Hilfstruppen neben gleichem Risiko auch gleiche Privilegien zu gewähren. Mancher leistet internen Widerstand beim verlustreichen Feldzug durch Italien und das Elsass.
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Frankreich entdeckt seine vergessenen Veteranen, Schwarze und Araber, die gegen Hitler kämpften, und denen das so richtig offiziell wohl kaum einer gedankt hat. Regisseur Bouchareb will dem Gedenken gerecht werden und gleichzeitig episch unterhalten wie Spielberg mit seinem Soldat Ryan, und über weite Strecken kann der Film den hohen Ansprüchen auch einigermaßen genügen. Galliens arabischstämmige Schauspielelite stand für Rollen Schlange, unter anderem sind "Taxi"-Pilot Sam Naceri und Amelie-Kumpel Jamel Debbouze auf dem Schlachtfeld zu entdecken.
Blickpunkt: Film
In der späten Phase des Zweiten Weltkriegs schickt das offiziell längst besiegte Frankreich als letzte Reserve Freiwillige aus seinen nordafrikanischen Kolonien in Schlacht gegen Hitler. Episches Kriegsdrama mit Starbesetzung.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Emotional starker, aufwändig inszenierten Kriegsfilm über nordafrikanische Kämpfer unter französischer Flagge.
Kurzbeschreibung
1943. In Europa tobt der 2. Weltkrieg. Vier junge Algerier ziehen in den Krieg um Frankreich von der Besatzung durch die Nazis zu befreien. Zusammen mit über 200.000 Kolonial-Truppen riskieren sie ihr Leben für ein Land, das sie nie gesehen haben. Die epische Reise führt Messaoud, Said, Abdelkader und Yassir von Afrika nach Italien, wo sie in den verlustreichen Schlachten von Monte Cassino ihre Feuerprobe bestehen müssen. Im Rahmen der Operation Dragoon landen sie anschließend in der Provence und befreien Marseille. Doch in den eigenen Reihen werden sie immer wieder diskriminiert und gedemütigt. Und so kämpfen die vergessenen Helden nicht nur für ein freies Europa, sondern auch für die eigene Anerkennung, Gleichbehandlung und Respekt. Im Elsass kommt es zum finalen Gefecht mit der Wehrmacht. Alle fünf Hauptdarsteller der 14-Millionen-Euro-Produktion wurden beim Cannes-Festival mit dem Schauspiel-Preis ausgezeichnet. Zudem wurde "Tages des Ruhms" 2007 als "Bester fremdsprachiger Film" für den Oscar nominiert. Extras: Softcase; Originaltrailer; Trailershow
Rezension
"Die Kampfszenen sind von außergewöhnlicher Präzision. Ein verdammt guter Kriegsfilm" (New York Times)
"Der beste Kriegsfilm seit Der Soldat James Ryan" (BBC Radio 3)
"Tage des Ruhms ist nicht nur eine bewegende Geschichtsstunde und ein actiongeladener Kriegsfilm, er ist auch ein kämpferisches Statement über die anhaltende Diskriminierung heutzutage" (USA Today)
Produktbeschreibungen
Tage des Ruhms - Single Version DV