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Moviemans Kommentar zur DVD: Ein sehr gutes Bild mit klaren Farben, schönem Kontrast und ordentlicher Schärfe. Dazu kommt ein vitaler und sehr weitflächig aufgezogener Ton. Das Bonusmaterial ist mit mehr als zwei Stunden Laufzeit sehr umfangreich und hochinformativ.
Bild: Die Farben sind sehr gut gesättigt und neigen nicht zu Saumbildung. Während man in Afrika sehr warme, erdige Farbtöne präsentiert, sind es in Frankreich eher kühle Farbtöne. Rauschen ist nur in marginaler Form vorhanden und niemals störend. Die Kompression arbeitet größtenteils unauffällig. Selten ist etwas Artefaktbildung um bewegliche Elemente erkennbar, doch auch das taucht nicht in einer Form auf, die nervend wäre. Der Kontrast ist ausgewogen und fein tariert, funktioniert sowohl bei hellem Sonnenlicht, als auch im Halbdunkel. Gelegentlich fällt leichtes Überstrahlen auf. Die Schärfe ist als einziges etwas schwächer als die restlichen Werte. Sie ist gut, keine Frage, aber hier gibt es des Öfteren Szenen, in denen Details etwas genauer gezeichnet sein könnten (00:50:53; Leiche am Boden und Hintergründe). Die Kanten sind wohlgeformt. Anflüge von Doppelkonturen stechen nicht ins Auge. Die Vorlage selbst ist frei von jedwedem Schaden.
Ton: Nicht nur in den Kriegsszenen kann der Film mit einem feinem Tonmix überzeugen, auch in ruhigeren Szenen wie etwa dem Essenfassen in der Kantine kann man aus den hinteren Lautsprechern Umgebungsgeräusche wie Gerede oder klapperndes Geschirr vernehmen. Durchgehend bemüht man sich hier, akustisch Abwechslung zu bieten. Bei den Kampfszenen gibt es durchdringende Effekte, tiefen Bass, der etwa bei Mörserfeuer für wohliges Beben sorgt und direktional dahinzischendes Gewehrfeuer. Alles in allem eine sehr gute akustische Leistung, bei der der O-Ton etwas natürlicher klingt und man im Deutschen leichte Verzerrungen hat.
Extras: Beim Bonusmaterial hat man sich sehr viel Mühe gegeben. Es gibt ein fast halbstündiges Making Of, das sich explizit mit der Entstehung des Films beschäftigt, während die gut einstündige Dokumentation zwar Impressionen von der Premiere gibt, aber sich weit mehr mit der wahren Geschichte der unbesungenen Helden beschäftigt. Ein exklusives von Ascot produziertes Extra ist das gut 45 Minuten lange Interview mit dem Militärhistoriker Martin Rink, der einiges über die Afrikaner in Diensten der französischen Armee zu berichten weiß. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gutes Thema, seicht ausgearbeitet,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tage des Ruhms - Single Version (DVD)
Das Grundthema an sich ist sehr spannend und gibt Stoff für gute Filme:1943, nach der Vertreibung der deutschen und italienischen Truppen aus Nordafrika ziehen Werber durch die algerischen und marrokanischen Dörfer, um Rekruten für die freifranzösiche Armee anzuwerben. Said, ein algerischer Dorfjunge, meldet sich freiwillig, "für Frankreich", wie er seiner Mutter sagt. Er kommt in eine von franz. Offizieren geführte Kompanie, denn algerische Offiziere waren damals sehr selten. Die AUsbildung ist oft sehr überflächlich, und so mittelmäßig ausgebildet geht es nacsh Italien, später Südfrankreich und in den Elsass. Wie gesagt, die Idee ist gut, die Umsetzung schwächelt. Man kann nur erahnen, warum sich all die jugen Männer, die von Frankreich oft nichts wissen, freiwillig melden, auch von der Entwicklung der einzelnen Protagonisten bekommt man wenig mit. Langsam erkennt man, dass sich die Soldaten Gedanken machen, warum sie für Frankreich kämpfen, das aber von ihnen eigentlich nichts wissen will. Die Offiziere sehen sie oft wie Frischfleich, Spielmasse für den Krieg. Die erste Hälfte plätschert denn so vor sich hin, gut und sehenswert wird er in meinen Augen erst in der zweiten Hälfte, mit dem EInsatz in Frankreich. Da kommen auch die Probleme besser zur Sprache, am Ende, beim Kampf um ein elsässisches Dorf wird es gar richtig Spannend. Also durchhalten bis zum Ende! Zur Ausstattung: Mittelmaß. US M35 Lkw aus den 60ern kann man gerade noch ertragen, falsche Ausrüstungsteile auch. Gut wurde die Durchmischung von US, brit. und franz. Ausrüstung und Uniformen dargestellt, ein Mischmasch, der die Freifranzosen damals "auszeichnete". Fazit: Guter Film mit schwachem Anfang. Man hätte mehr draus machen können, aber auch weniger. Schön ist, dass nach den Themen "Algerien" und "Indochina" nun auch dieses nicht sehr rühmliche Thema der franz. Militärgeschichte einmal behandelt wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Einseitige Grundtendenz,
Rezension bezieht sich auf: Tage des Ruhms - Single Version (DVD)
Ein Film, der in seinen Einzelschicksalen ergreift und nahegeht. Ihn jedoch als Der beste Kriegsfilm seit der Soldat James Ryan" zu apostrophieren, geht meines Erachtens nach zu weit. Zum einen ist er in seiner Grundtendenz viel zu einseitig, zum anderen in der thematischen Ausführung arg schwarzweiß. Selbst wenn es sein berechtigtes Anliegen ist, den von der Grande Nation" bis heute so schäbig behandelten Kolonial-Soldaten filmische Anerkennung zuteil werden zu lassen, hätte man die über Gebühr parteiische Einstellung getrost weniger aufdringlich einfließen lassen können, ohne die Aussage des Films zu schmälern. Abgesehen davon bewirkt er, zumindest in der ersten Hälfte, wenig Anteilnahme, da er in seinem Erzählrhythmus sehr breit, behäbig und bruchstückhaft ist. Erst ab der Besetzung des elsässischen Dorfes gewinnt er schärfere Konturen, vor allem durch bis dahin wenig ins Auge gefallene schauspielerische Einzelleistungen. In der von individuellem Können geprägten kriegerischen Auseinandersetzung mit der deutschen Wehrmacht gelingt es dem Film, das Interesse des Zuschauers zu steigern und ihn ins Geschehen zu ziehen. Zwar wurde in der ersten Hälfte hinreichend darauf hingewiesen, wie verlogen die französische Kriegsmaschinerie war, aber das trifft leider auf jede kriegsführende Nation zu. Und die Tatsache, daß die Kolonial-Soldaten als Kanonenfutter mißbraucht wurden, hat auch bei anderen Kriegsparteien Parallelen. Selbst das Unrecht, das den Überlebenden nach Kriegsende widerfuhr, ist kein Einzelfall.An Filmen, die es weitaus homogener und insgesamt eindrucksvoller verstanden haben, die Unsinnigkeit des Krieges, die Heuchelei der Politiker und Vorgesetzen, die Niedertracht von Kameraden und die Verrohung des Menschen anzuprangern, gibt es fürwahr keinen Mangel (z. B. City of Life and Death, Heroes of War, Die neunte Kompanie, John Rabe, Der Pianist, Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben, Die Brücke am Kwai). Dennoch kann man Tage des Ruhms" zu ihnen zählen, da er auf hohem Niveau, insbesondere durch seine darstellerischen Qualitäten, zu fesseln und einzunehmen vermag. Die peinlichen Äußerungen von Thanh Hai Vu an dieser Stelle (...den grottenschlechten Film, der Rest seiner indiskutablen Stellungnahme sowie das gewählte Vokabular "Arschlöcher und Feiglinge") fällt indes mehr auf den Bildungsgrad des Kommentators als auf den nicht grundlos von der internationalen Kritik positiv bewerteten Film zurück. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vergessene Patrioten...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tage des Ruhms - Single Version (DVD)
1943, Zweiter Weltkrieg: Frankreich ist immer noch von den Deutschen besetzt. General De Gaulle stellt zu dieser Zeit ein riesiges Exilheer auf, insgesamt werden auch 233.000 Kolonialafrikaner mobilisiert und angeworben. Auch der junge und naive Said Otmari (Jamel Debbouze)verabschiedet sich in Algerien von seiner Mutter und zieht in den Krieg für seine Heimat Frankreich, ein Land, dass er noch nie betreten hat.Dies gilt auch für alle anderen Kameraden. Die Männer sind nicht kampferfahren und werden von Sergent Martinez (Bernard Blancan) angeführt. Saïd ist ganz der Patriot und möchte endlich ernster genommen werden, denn er wirkt nicht besonders selbständig. Yassir (Samy Naceri) und sein Bruder kämpfen für Geld gegen jeden. Abdelkader (Sami Bouajila) ist der typische Rebell, der bereits sehr früh die Unterschiede in der Behandlung der Soldaten wahrnimmt und sich dagegen auflehnt. Der ruhige Messaoud (Roschdy Zem) sieht den Krieg eher als Sprungbrett für einen Neuanfang in dem Land, für dass er kämpft. Erste Kampfhandlungen finden in Monte Cassino, Italien statt. Im Rahmen der Operation "Dragoon" landen sie dann nach zahlreichen Verlusten in Südfrankreich und befreien Marseille. Erste Kontakte mit der dankbaren Bevölkerung, man geht mit Mädchen aus. Doch auch hier erfahren die Kämpfer auch grosse Diskriminierung und Rassismus. Es folgen Kämpfe in der Provence und den Vogesen. Bis am Schluss nur noch ein kleiner Stosstrupp im Elsass die allerletzten Nazis vertreiben soll... "Tage des Ruhms" (Original: Indigènes) ist ein preisgekrönter Kriegsfilm des Regisseurs Rachid Bouchareb aus dem Jahr 2006. Der Regisseur nahm 2006 mit seinem Film im Wettbewerb der 59. Filmfestspiele von Cannes teil. Dort wurde die Ensembleleistung der Darsteller gewürdigt, die Schauspieler Jamel Debbouze, Bernard Blancan, Samy Naceri, Roschdy Zem und Sami Bouajila wurden ausgezeichnet. Bei der César-Verleihung 2007 konnte der Film, der zahlreiche Nominierungen erhielt, immerhin den Preis für das beste Original-Drehbuch gewinnen. Bei der Oscarverleihung 2007 schaffte es der Film als offizieller Kandidat Algeriens unter die fünf besten und damit nominierten Auslandsfilme zu kommen, hatte aber gegen den deutschen Beitrag "Das Leben der Anderen" das Nachsehen. In Deutschland ging dieser Kriegsfilm ziemlich unter, er wurde vielleicht auch fälschlicherweise mit dem Vergleich an "James Ryan" beworben, was einigermassen in die Irre führt. Denn "Tage des Ruhms" hat eine ganz andere, viel ruhigere Struktur als der Spielberg-Film. Es gibt keine drastischen Sterbeszenen und auch keine übergeordnete Handlung wie diese Suche nach einem Soldaten. In "Tage des Ruhms" gehts darum, die Kämpfe dieser "unbeliebten" aber notwendigen Soldaten zu zeigen, von denen viele ziemlich idealistisch das Schlachtfeld für Ruhm und Ehre betreten, das Ende aber auf einem idyllischen Bauernhof im Elsass ihr Schicksal besiegeln. Diese ca. 20 minütige Sequenz, die bitterer Höhepunkt des Films wird, ist dem Regisseur ziemlich grandios gelungen, ist reich an Action - aber auch an Tiefgang und Erschütterung. In Frankreich wollten 1 Million Menschen den Film im Kino sehen. Die Regierung zeigte sich über den Film, der stark in den Medien präsent war, immerhin so betroffen und passte als Reaktion die Renten für die im Film dargestellten Veteranen an die für weiße französische Soldaten an, die höher lagen. Die schlechten Kritiken hier sind mir ein Rätsel. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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