Das Abenteuer selbst spielt - wie schon "Der Teufelsplan des Fu Manchu" - in England, genauer gesagt in der Baltimore-Klinik auf dem britischen Land. Die Charaktere werden von Dr. Baltimore, dem Leiter der Klinik, um Hilfe gebeten, da sich seltsame Phänomene, verbunden mit Todesfällen, in letzter häufen. Der Plot des Abenteuers besitzt trotz des Pulp-Hintergrundes einen sehr schönen cthuloiden Charakter und dürfte sich auch mit vergleichsweise geringem Aufwand zu einem "klassischen" Cthulhu-Abenteuer umbauen lassen. Wie bereits in dem Vorgängerabenteuer wurde auch diesmal eine populäre Gestalt aus der Literatur der Zwanzigerjahre als Antagonist verwendet, was jedoch nicht sonderlich ins Gewicht fällt, da die Charaktere ihrem Widersacher nur im Finale wirklich begegnen - und das in einer anderen Form, als sie erwartet haben dürften. So eignet sich diese Figur trotz ihrer "Pulp"-Popularität doch sehr gut als Gegenspieler.
Auch die Aufmachung des Abenteuers ist wieder einmal gelungen. Das zweistöckige Sanatorium ist als Grundrissplan auf zwei Seiten enthalten. Dank der Klammerheftung des Abenteuers dürfte es kein Problem sein, diese Seiten herauszukopieren. Separate Textkästen enthalten hilfreiche Tipps, die sich vor allem an unerfahrenere Spielleiter wenden, sowie Berichte aus Spieletests. Die Werte der Gegner sind ebenfalls in separaten Textkästen angegeben, was die Übersichtlichkeit noch einmal erhöht.
"Tage des Mondes" ist ein sehr weiterer gut gemachter Abenteuerband aus dem "Der Hexer von Salem"-Setting des Cthulhu-Rollenspiels. Trotz seiner Pulp-Elemente versteht es das Abenteuer, den cthuloiden Horror beizubehalten. Die enthaltene Hexer-Kurzgeschichte dagegen weiß noch weniger zu überzeugen als ihre Vorgänger, und der Verlag sollte sich überlegen, ob er sie nicht zugunsten umfangreicherer Abenteuer in zukünftigen Publikationen weglässt - oder ihren Inhalt zumindest mehr an die Abenteuerhandlung angleicht, um eine gewisse Konsistenz innerhalb des Bandes zu erhalten.