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4.0 von 5 Sternen
Spannende, gruselige kleine Novelle!, 19. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Tage der Finsternis (Gebundene Ausgabe)
Tage der Finsternis" handelt allerdings nicht von verbotenen Büchern, sondern schlägt einen anderen, übernatürlichen Weg ein. Reizvoll ist dabei der Konflikt von Bruder" Thomasius, der sich zunächst unbehaglich fühlt in seiner Rolle als falscher Mönch, als ungläubiger Thomas. Zunehmend muss er aber sein Weltbild überdenken und so manches in Frage stellen, an das er unerschütterlich geglaubt - oder vielmehr nicht geglaubt - hat. Anders als andere Romane des Autors spielt dieser hier in der Neuzeit, auch wenn es viele historische Bezüge gibt; geschickt hat es Schröder allerdings vermieden, den konkreten Zeitpunkt zu nennen, zu dem sich die Ereignisse zutragen. Vom Verlag Arena wird das Buch als Jugendbuch mit einer Altersempfehlung ab zwölf Jahren ausgegeben, allerdings handelt sich eigentlich nicht um einen typischen Kinder- oder Jugendroman, so dass auch Erwachsenen die Geschichte gefallen dürfte. Für ganz sensible Kinder ist das Buch wahrscheinlich nichts, denn die geschilderten Todesfälle haben es in sich. Die knapp 200 Seiten vergehen wie im Flug; bisweilen ist die Handlung zwar ziemlich vorhersehbar, aber insgesamt überzeugt dieser kurze Roman durch spannende, gruselige und durchaus auch blutige Einlagen und eine wunderbare, geheimnisvolle Atmosphäre, die den Leser unmittelbar in die Mauern der Eiffeler Abtei Himmerod versetzt. Die kennt Rainer M. Schröder ausgesprochen gut - seit mehr als siebzehn Jahren sucht der Autor die Abtei mehrmals im Jahr auf - und das liest man auch aus dem Buch heraus. Die Beschreibungen sind detailgetreu und äußerst lebendig, man kann sich alles lebhaft vorstellen und die Tatsache, dass Himmerod wirklich existiert, lassen das Erzählte noch fesselnder wirken, auch wenn die Erzählung schnell den Pfad der Realität verlässt. Als Zugabe zum Roman gibt es eine Audio-CD, die Gesänge aus der Himmeroder Thomasvesper enthält. Damit ist Tage der Finsternis" nach Das Geheimnis der weißen Mönche" der zweite Roman Schröders, dessen Handlung sich in Himmerod zuträgt. Fazit: Eine fast klassische, unterhaltsame kleine Gruselgeschichte, packend und flüssig erzählt und mit authentischen Details aus der Abtei Himmerod versehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Solide, 24. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Tage der Finsternis (Gebundene Ausgabe)
Unheimliche Dinge geschehen in einem Zisterzienser-Kloster, und mehrere rätselhafte Todesfälle nähren die Befürchtung der Mönche, dass der Teufel sein Unwesen in der Abtei treibt. Ein Externer wird um Hilfe gebeten, der den Schlüssel des grausigen Geheimnisses in der Klosterbibliothek findet. Nein, dies ist nicht die Inhaltsangabe des Buches Der Name der Rose", sondern eine Kurzbeschreibung von Rainer M. Schröders Tage der Finsternis". Kein geschichtsträchtiges Monumentalwerk hat der Autor diesmal abgeliefert, sondern eine Schauernovelle ganz im Stil des 19. Jahrhunderts. Unterhaltsam und spannend ist dieses Buch allemal, der aufgeklärte Leser wird sich sogar das eine oder andere Mal ein wenig gruseln und Menschen mit fundamentalistischem Bekehrungshintergrund dürften nach der Lektüre abends vor dem Zubettgehen vielleicht sogar ein zusätzliches Vaterunser murmeln. Der Showdown in der Abteikirche in bewährter Verpackung des uralten Kampfes zwischen Gut und Böse ist recht gut gelungen. Ein zusätzliches Schmankerl erhalten regelmäßige erholungssuchende Gäste des Koster Himmerod dadurch, dass es zwischen den Protagonisten des Romans und einigen prominenten Brüdern der Abtei deutliche und wohl durchaus gewollte Ähnlichkeiten gibt. Pater Stefan (im Buch Pater Stephanus), Gebieter über das Gästehaus der Abtei und abgehärteter Liebhaber von Schlammschlachten und Eisbaden im nahen Fischteich, erhält auch eine Nebenrolle. Ein wenig kritisch anzumerken ist, dass die vielen Schreckensbekundungen der Personen im Buch (mir gefror das Blut in den Adern", es war, als lege sich mir eine eiskalte Hand auf die Schulter" u.ä.) etwas inflationär gebraucht werden. Hier hätte ein gelegentlicher Rückgriff auf etwas subtilere Beschreibungen sicherlich den Zweck besser erfüllt. In altbekannter Manier spart Schröder, der sich ja überwiegend an ein jüngeres Lesepublikum wendet, auch in diesem Werk wieder nicht an Lehrreichem und Belehrendem, wovon die vielen Fußnoten zeugen. Alles in allem hat Schröder, wenn auch nichts Spektakuläres, so doch ein unterhaltsames, recht solides Werk abgeliefert. Dafür gibt es drei Punkte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mönche, Selbstmord, Exorzismus, 15. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Tage der Finsternis (Gebundene Ausgabe)
Er wird wegen unerklärlicher Vorfälle nach Himmerod gerufen. Der Prior ist überzeugt dass er ihnen helfen kann. Seinen Mitbrüdern stellt er ihn als Bruder Thomasius vor, der die Arbeit von Bruder Ambrosius fortsetzen soll. Doch warum er wirklich hier ist, wissen nur er und der Prior Pater Martinus. Auch während seiner Nachforschungen geschehen wieder seltsame Dinge, und mehrere Brüder begehen Selbstmord. Doch was steckt dahinter? Bruder Thomasius liest in einer alten Bibel, und erfährt, dass nach dem dreißigjährigen Krieg sich ein Klosterbruder dem Teufel verschrieben hat, um seine Mitbrüder, und die, zum Teil noch sehr jungen Novizen, vor den umherstreifenden, plündernden und mordenden Landsknechten zu retten. Er stellt fest, dass Bruder Ambrosius vor seinem, doch etwas plötzlichen, Tod, dies herausgefunden haben muss. Und er findet eine Skizze des Kellers und einen Brief des damaligen Klosterbruders. Thomasius erkennt, dass nur er die Seele des längst verstorbenen Bruders noch erretten kann. Er ist der Exorzist, der die Teufelsaustreibung vornehmen muss. Und er ist dazu bereit. Was in diesem Kloster alles geschieht, bis es soweit ist, sollte jeder selbst lesen.Ich würde es als fantastischen, historischen Roman bezeichnen. Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Es hat mir gut gefallen, und ich habe es, da es auch nicht sehr dick ist, sehr schnell gelesen.
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