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Tage in Burma
 
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Tage in Burma [Taschenbuch]

George Orwell , Susanna Rademacher
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 15., Aufl. (1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 325720308X
  • ISBN-13: 978-3257203080
  • Originaltitel: Burmese Days
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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George Orwell
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Orwell kennen die meisten Leser nur als düsteren Big Brother-Visionär - die wenigsten wissen, daß der Autor einige Jahre als Kolonialbeamter in Burma tätig war. Vor diesem Erfahrungs-Hintergrund entfaltet er die Geschichte eines britischen Diplomaten in einem burmesischen Außenposten. Lesenswert vor allem wegen der Schilderungen der Landeskultur - und George Orwells bitterböser Abrechnung mit der britischen Kolonial-Mentalität." (Globo)

"Das Buch darf aus zwei Gründen besonderes Interesse beanspruchen: zum einen, weil es zeigt, wie ein klarsichtiger Beobachter auch vor 70 Jahren schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu der Einsicht kommen konnte, daß das Ziel des europäischen Kolonialismus nichts anderes als Ausbeutung war; zum zweiten, weil in seiner Kolonialismus-Kritik die Wurzeln für Georges Orwells Kapitalismus-Kritik liegen." (Westdeutscher Rundfunk)

"Mit später Bewunderung wird heute auch jener einst so mißachtete, andere Orwell zur Kenntnis genommen, der in Romanen, Reportagen und Essays Zeugnis ablegt von seiner Zeit, den Dreißigern und Vierzigern, in denen sich Europas Gesicht verändert hat." (Der Spiegel)

"Ein einzigartig scharfsichtiger Zeuge der Zeit." (Die Weltwoche)

Kurzbeschreibung

Orwell kennen die meisten Leser nur als düsteren 'Big Brother'-Visionär - die wenigsten wissen, daß der Autor einige Jahre als Kolonialbeamter in Burma tätig war. Vor diesem Erfahrungshintergrund entfaltet er die Geschichte eines britischen Diplomaten in einem burmesischen Außenposten. Lesenswert vor allem wegen der Schilderungen der Landeskultur - und George Orwells bitterböser Abrechnung mit der britischen Kolonial-Mentalität.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Burmese Days 1. Dezember 2002
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
George Orwells erster, autobiografisch gefärbter Roman "Burmese Days" handelt vom 35-jährigen Flory, einem alter ego Orwells, der schon seit Jahren in Burma lebt und im Holzbusiness tätig ist. Das Leben um 1920 in einem burmesischen Provinzkaff, einem Mikrokosmos der menschlichen Gesellschaft, ist ziemlich langweilig. Neben Alkohol, Prostituierten und dem englischen Club gibt es nicht viel. Die Engländer sind Chauvinisten und Flory passt eigentlich gar nicht in diese feindliche Welt, da er ganz andere, humanistische Ideale vertritt. Nur ist er in seiner Lethargie zu feige, diese auch gegenüber den anderen zu vertreten. Dann tritt die junge Elisabeth auf die Bühne des Geschehens. Flory verliebt sich sofort in sie. Er versucht ihr seine eigene Welt nahe zu bringen, aber sie ist nicht daran interessiert, da sie genauso dumm, blöd, illoyal und vor allem oberflächlich wie alle anderen Engländer ist. In einem Gewirr von Intrigen bahnt sich das Verderben an. Orwells Buch zeugt von einer grossen menschlichen Dramatik, dem Scheitern Florys und seiner Ideale, was auch als ein pessimistisches, wenn nicht sogar depressives Bild der damaligen Welt verstanden werden kann. "Burmese Days" ist neben "Animal Farm" und "1984" das bedeutendste Werk Orwells.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Flory, der von einem Muttermal entstellte, sozial isolierte und etwas heruntergekommene Holzhändler, stellt den Protagonisten, den schwachen bemitleidenswerten, fast schon verachtungswürdigen Anti-Helden des Buches dar. Er lebt in einem burmesischen Dorf am mächtigen Irrawady-Strom zusammen mit einer habgierigen und dominanten burmesischen Frau, die er sich als Konkubine gekauft hat, Ma Hla May. Er verkehrt aus Langeweile in dem sogenannten Club, welcher von den spießigen und gewaltbereiten Engländern in dieser Gegend frequentiert wird und wo es nur selten Eiswürfel in den Whisky gibt, nämlich dann, wenn es aus Mandalay geliefert wird. Auch in dieser Gesellschaft ist er ein allenfalls geduldeter Außenseiter. Sein Gegenspieler ist, ohne daß es von Beginn an deutlich wird der korrupte burmesische Richter U Poo Kyi, welcher durch seine Ränkeschmiede den tüchtigen indischen Arzt Dr. Goswami, der einzige Freund von Flory, zu diffamieren sucht. Zusätzlich taucht die mäßig attraktive und wenig inspirierende Figur der Elisabeth auf, die Nichte des Ehepaars Lackersteen, welche in Burma Fuß fassen soll und auf welche der junge Flory ein Auge wirft. Seine noch so freundlichen und zuvorkommenden Bemühungen um Elisabeth fallen auf keinen fruchtbaren Boden, sie verfällt dem schnöden Reiz eines englischen Reiterhauptmanns. Flory verstößt sogar seine Konkubine Ma Hla May um den Platz für Elisabeth zu räumen. Doch all seine Bemühungen schlagen in kläglicher Weise fehl, bis er beim Angriff einer aufgebrachten Menge Burmesen den Englischen Klub heldenhaft verteidigt und so doch Elisabeths Anerkennung erringt, zufälligerweise zu just dem Zeitpunkt, als der Reiterhauptmann sie (verdientermaßen) versetzt hat. Flory scheint am Ziel seiner Bemühungen, doch da tritt die Boshaftigkeit des Richters U Poo Kyi in Gestalt der verstoßenen Ma Hla May auf den Plan. Flory ist erledigt und sein Freund Dr. Goswami seines Postens enthoben. Orwell ist mit diesem Roman meines Erachtens ein beeindruckender großer Wurf gelungen, dem völlig zu unrecht lange Jahre die Anerkennung versagt blieb, und man muß nicht nur aufgrund dieses Beispiels die Richtigkeit und Güte einer Literaturkritik stets aufs Neue hinterfragen und anzweifeln. Es ist ein wunderbar ausgewogener Roman mit reichlich (oft sarkastischem) Humor, ungeheuer viel Spannung, einer Menge psychologischer Hintergründe der Charaktere und reichlich niemals übermäßig dominanter Kritik am Zeitgeist des Kolonialismus. Der ganze Roman führt dem Leser erstaunlich realistisch die zauberhafte Schönheit dieses magischen Landes vor Augen, nie vergißt es Orwell auf die landschaftliche Schönheit und die einfache Freundlichkeit der Menschen trotz all ihrer alltäglichen Probleme einzugehen. Es ist ein Buch das Sympathie weckt für Burma, das einnimmt für einen starken und doch stets zurückhaltenden jungen Orwell, das die Banalitäten der Bemühungen eines Liebenden, der nicht wiedergeliebt wird widergibt wie wenige andere. Für alle Reisenden ins ferne Burma (heute Myanmar) eine absolute Pflichtlektüre, für alle, die mal wieder einen Roman lesen möchten, der einen durchgehenden Handlungsstrang hat, der den Leser nicht in Prosa ertränkt, der vielseitig ist und doch nie das Wesentliche außer Acht läßt ist Orwells "Tage in Burma" ein hervorragendes Beispiel eines fast perfekten Erstlingswerkes. Es ist eine Ergänzung zu 1984 und Animal Farm auch wenn es sich weder um einen untopischen Roman, noch ein Fabelmärchen handelt, die kritische Stimme des gnadenlosen Chronisten George Orwell schwingt zwischen sämtlichen Zeilen mit. Gibt es einen Deutschen Autor, der kritisch, zynisch-sarkastisch und unterhaltsam ist sowie dem Leser das Gefühl vermitteln kann als habe er mehr von der Welt gesehen als das Dorf, in dem er sein Eremitendasein führt? Leider will mir keiner einfallen... Und könnte John Irving eine solche Handlung ersinnen, die ohne riesige Zeitsprünge und pubertäre Highschool-Lächerlichkeiten auskommt - ich würde gar noch mal eines seiner Bücher zur Hand nehmen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Polygraph
Format:Taschenbuch
George Orwell hat zwar ein kurzes, jedoch ein sehr prägendes, abwechslungsreiches Leben geführt, und seine Erinnerungen in nicht weniger interessanten Büchern verarbeitet. Umso ironischer ist es, dass den meisten Lesern beim Namen "Orwell" nur die beiden Bücher einfallen, die nicht auf seinen persönlichen Erfahrungen beruhen, nämlich "1984" und "Farm der Tiere".
Mit seinem ersten Roman "Tage in Burma" blickt Orwell auf seine Zeit als britischer Kolonialoffizier zurück, seine innere Abneigung gegen den britischen Imperialismus sind deutlich zu spüren. Dankenswerterweise ist das Buch trotzdem frei von erhobenem Zeigefinger und Moralkeule.
Bereits in diesem Erstwerk zeigt sich Orwells Einfühlungsvermögen für den Einzelgänger in einer ihm moralisch widerstrebenden Position. Die Hauptfigur, John Flory, ist seit über 10 Jahren als Beamter in der Burmanischen Kolonie tätig, trotz einer so langen Zeit hat er seine Beschämung für die Arroganz seiner Landsleute gegenüber den Eingeborenen nicht verloren. Die anderen Engländer schneiden ihn, da ihnen seine Sympathie für die Birmanen verdächtig erscheint.
Die Einsamkeit sowie der allgemeine Stumpfsinn seines Alltags haben Flory verbittert und ihn zum Alkoholiker gemacht. Sein einziger Kontakt ist ein burmanischer Arzt, ein naiver Bewunderer der englischen Kultur, der ihn immer wieder von der Ehrenhaftigkeit des britischen Kolonialauftrags überzeugen will.
Kurzweilige Erlösung findet Flory in der Liebe zu Elizabeth, die nach dem Tod der Eltern zu ihrem Onkel in Burma zog. Begierig auf einen Ausbruch aus seiner Existenz umwirbt er sie.
Doch als er merkt, dass Elizabeth genauso oberflächlich ist, sich genauso in der Rolle des Herrenmenschen gefällt, und sich die Feindseligkeit der anderen englischen Beamten immer offener zeigt, verliert Flory seinen letzten Halt.

Ohne Schuldzuweisung zeichnet Orwell ein Portrait der englischen Kolonien, das nicht einmal düster, sondern einfach nur realistisch ist. Trotz Orwells sichtbarem Interesse für die Burmanische Kultur, wird das Leben der Eingeborenen nicht zur bäuerlichen Idylle verklärt: Ihre Gebräuche sind erschreckend, manchmal abstoßend aber eben anders, als die europäischen. Kritischer ist Orwell mit seinen eigenen Landsleuten: Im Club der weißen Beamten, wimmelt es von Wichtigtuern und Klugschwätzern, die es im eigenen Land nie zu etwas gebracht haben, und sich jetzt in ihrer Pose und ihren Privilegien gefallen. Aber ebenso gibt es auch unter den Birmanen korrupte, selbstzufriedene und skrupellose Menschen, die über Leichen gehen, um den Briten zu gefallen.
Der Plot entwickelt sich langsam und der Verfasser flechtet seine Sichtweisen dezent und unaufdringlich ein. Man kann mit Orwell übereinstimmen oder nicht, aber für ein ausgewogenes Verständnis für das britische Kolonialsystem, ist "Tage in Burma" unbedingt notwendig..
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Die neuesten Kundenrezensionen
Burma - Myanamar
Ein wunderbar geschriebenes Buch, was vorallem Hilft die Augen noch weiter zu öffnen, wenn man dieses Wunderbare Land Myanmar besucht hat! Es hilft auch verstehen.
Vor 20 Monaten von Isabell Aarden veröffentlicht
wahnsinns buch
dieses buch ist der helle wahnsinn!
ich will nicht zuviel verraten, aber alle die sich für myanmar interessieren sollten dieses buch lesen!
Veröffentlicht am 21. Oktober 2009 von John Kaddetz
George Orwell - Tage in Burma
Eines seiner frühesten Werke, besonders beeindruckt seine Beschreibung von Charakteren, sein präziser Stil, sein Vermögen, Situationen und Stimmungen zu beschreiben,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2009 von valsatz
Rule Britannia - Snobs in Burma
George Orwell ist den deutschen Lesern als Autor der politisch brisanten Romane "Animal Farm" und "1984" gut bekannt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Februar 2009 von Dr. Robert R.
lesenswert
Hier gibt es einen Einblick in die britische Kolonialherrschaft aus 1. Hand: G. Orwell war selbst als Offizier in Burma und weiss demnach wovon er schreibt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. August 2005 von Adriane Damko
Beeindruckend durch seine Menschlichkeit
Auf diesen Kolonialroman bin eher zufällig im Rahmen meiner Sucht nach guter Reiseliteratur gestoßen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. September 2004 von sp3003
Wenn ich nur aufhören könnt...
Eine ganz großartige Geschichte von Orwell. Die hervorragende Schilderungen des (einsamen) Lebens in der Ferne lassen den Leser mitfühlen, ja sogar mitleben. Lesen Sie weiter...
Am 8. Januar 2004 veröffentlicht
Orwells universeller Burma-Roman
Orwells erster Roman handelt vom 35-jährigen Flory, einem alter ego Orwells, der schon seit Jahren in Burma lebt und im Holzbusiness tätig ist. Lesen Sie weiter...
Am 15. April 2001 veröffentlicht
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