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Am Tag als Bobby Ewing starb
 
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Am Tag als Bobby Ewing starb

Peter Lohmeyer , Gabriela Maria Schmeide , Lars Jessen    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Rezensionen

Movieman.de

Die humorvolle Komödie widmet sich den Alltagsproblemen einer leicht verklärt dargestellten Landkommune. Die kleinen Geschichten in der Geschichte kommen ungestelzt und lebhaft gespielt daher und weisen zudem historisch interessante Details auf, die aber keine wirkliche Vertiefung erfahren. Der Film kommt ohne Vorurteile, sondern schafft es vielmehr gängige Klischees mit einem lieb gemeinten Augenzwinkern zu bedienen. Im Endeffekt ist es aber dann doch Peter Lohmeyers Vokuhila-Frisur, die das Publikum wirklich zum Lachen bringt. Fazit: Putzig!

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bildmaterial kann vor allem durch Farben und Schärfe gewinnen. Starkes Rauschen in dunklen Szenen bleibt aber leider nicht aus. Der Soundpart fällt überraschend gut aus. Die Kulisse ist vital und die Effekte sitzen satt und deftig. Die Extras sind annehmbar, Interviews wären schön gewesen.

Bild: Die DVD bietet eine naturgetreue Farbabbildung. Zu milden oder gar übersättigten Tönen kommt es nicht. Die Auflösung ist im Detail relativ hoch (Autofront, 00:26:01), auf Entfernung versagt sie etwas. Von Rauschen, das sehr deftig ausfällt, bleibt das Bild leider stark beeinträchtigt (Wohnzimmer, 00:04:24) und auch Grieseln (Himmel hinter Moped, 00:12:55) kommt immer wieder vor. Prinzipiell ergeben sich die Kontraste mit wenigen Ausnahmen in einem annehmbaren Spektrum. Stellenweise verschwimmen einzelne, dunkle Töne in Szenen mit weniger Licht (Peters Haar, 00:10:59). Artefakte bleiben zwar nicht aus, gestalten sich aber recht mild und fallen nur innerhalb feiner Strukturen auf. Für eine unaufwendige Produktion passable, wenn auch nicht gerade überzeugende Werte. Das kräftige Rauschen verhindert einfach allzu oft klaren Durchblick.

Ton: Die Auslastung der vorhandenen Kanäle ist durchgängig gewährleistet. Ein Auto startet im Center hörbar durch den Raum und verlässt das Bild akustisch über links vorne nach hinten (Bürgermeister fährt ab, 00:29:06). Dadurch kann Räumlichkeit entstehen, die zudem satt klingt und gut mit den Dialogen abgestimmt ist, die dem jeweiligen Drehort gemäß plastisch anpassen. Auch die kräftig ausgebauten Musikstücke (z.B. 00:34:52), die den Raum vital einfärben, sind so ausgepegelt, dass noch Details, wie Schafsblöken, lebhaft aus dem Hintergrund durchdringen. Die Sprengung eines Strommasten haut heftig, auch über den Subwoofer, in alle Boxen hinein. Die gegebene Räumlichkeit ist weit angelegt und wird durch die detailreiche Kulisse (Tiergeräusche, 00:45:40) noch erweitert.

Extras: Die DVD enthält einen Audiokommentar mit Regisseur Lars Jessen, Elke Mueller-Stahl und George Pauly. Letztere beiden haben als Vorbilder für die Rollen "Hanne" und "Peter" gedient. Neben fünf "Deleted Scenes" (5:51 min.) enthält die Disc außerdem drei witzige Szenen mit der Figur "Rakete" (2:35 min.). den Kinotrailer (1:44 min.) sowie zwei Trailer aus dem Programm. Leider sind keine Interviews mit den Darstellern enthalten, was durchaus machbar gewesen wäre. --movieman.de

VideoMarkt

Man schreibt das Jahr 1986. Obwohl die Protestbewegung gegen den Bau des Atomkraftwerks in Brokdorf bereits abflaut, zieht Hanne mit ihrem Sohn Niels im nahegelegenen "Alternativen Wohnkollektiv Regenbogen" ein. Und während sich die Mama mit Kommunenguru Peter über ihre Scheidung hinwegtröstet, nimmt Niels vor dem reglementierten WG-Leben Reißaus. Stattdessen beteiligt er sich mit der Tochter des örtlichen Bürgermeisters und dem Dorfrocker Rakete am gewaltbereiten Widerstand gegen das AKW.

Video.de

Nostalgisch-humorvolle Zeitreise in die Alternativbewegung der achtziger Jahre. Dabei steht aber weniger die Politik, sondern das gestörte Mutter-Sohn-Verhältnis im Vordergrund. Für Heiterkeit sorgen vor allem die Einblicke in den WG-Alltag, inklusive Schreitherapie, Schafe scheren und gemeinschaftlichem Nacktbaden. Dank solider Darbietungen von Charakterköpfen wie Nina Petri, Peter Lohmeyer oder Gabriela Schmeide dürfte der Gewinner des diesjährigen Max-Ophüls-Festivals nicht nur bei Spät-68ern Gefallen finden.

Blickpunkt: Film

In seinem ersten langen Spielfilm 'Am Tag als Bobby Ewing starb' rechnet Lars Jessen ernsthaft-heiter mit der 68er-Generation ab und verarbeitet eigene Kindheitserfahrungen in Wohn- und Beziehungsexperimenten seiner Eltern. Das Porträt einer Landkommune und die Proteste gegen das AKW Brokdorf, endlose Diskussionen und gemeinsames Plantschen im Badezuber sind von rührender Naivität und Sympathie geprägt.

Für den jungen Regisseur musste der Film 'jetzt gemacht werden'. Er will 'keine Abrechnung im klassischen Stil' und laviert deshalb zwischen leiser Kritik, latenter Bewunderung und leichter Nostalgie. Anfangs wirkt das chaotische Miteinander auf dem Bauernhof in Norddeutschland wie eine krude Ansammlung von Altbekanntem. Da soll die Urschrei-Therapie für Befreiung sorgen, laufen Männlein und Weiblein nackt und fröhlich in der Natur herum, stellt man Windräder auf, um 'autark' zu sein und statt 'imperialistischen Bohnenkaffee' schlürfen die in einfaches Strickzeug Gewandeten ein braunes Gesöff aus Getreide. In diese Idylle platzt die Sozialpädagogin Hanne mit Sohnemann Niels. Die Städterin gewöhnt sich schnell an Gemüsepuffer, Gewaltverzicht und die wöchentliche Dallas-Dosis, der Teenager hält dagegen wenig von den bekifften Landkommunarden des alternativen Wohnkollektivs Regenbogen. Statt mit der neuen Großfamilie sanft gegen das AKW zu protestieren, fraternisiert er mit dem Dorf-Rocker Rakete, der sich die Bierchen reihenweise reinkippt. Während sich die Mama mit dem WG-Chef lustvoll im Laken vergnügt, genießt der Teenie ersten Sex mit der Bürgermeisterstochter, findet Molotow-Cocktails und das Ansäbeln von Strommasten spannender als Pazifismus.
'Am Tag als Bobby Ewing starb' kommt es zur Zäsur, nicht nur weil der Erdöldynastie-Spross entschlummert, sondern im weit entfernten Tschernobyl der Super-GAU eintritt, die tödliche Atomwolke in den nächsten Tagen gen Westen driftet. Nicht ist mehr, wie es einmal war. Die Gratwanderung von Lars Jessen gelingt nicht immer. Manchmal glaubt man sich in einem schlechten Kostümfilm, wenn Peter Lohmeyer als Ober-Kommunarde eine ziemlich schreckliche Langhaar-Perücke trägt und Schafe schert oder die Welt sich aufteilt in versponnene Idealisten und reaktionären Dörfler. Die persönliche und autobiografische Zeitreise schrappt hart am Klischee entlang, auch wenn ganz authentisch der Flokati den Boden bedeckt, 'bumsen' mit weichem S gesprochen wird und der Joint kreist. Es fehlt die Entscheidung zwischen einer konsequenten Coming-of-Age Geschichte aus dem Blickwinkel des Jungen und dem Porträt einer Generation, die den Aufbruch mit unkonventionellen Mitteln wagte. Gut gezeichnet Niels' Grundkonflikt mit der Mutter und ihrem Liebhaber und seine 'Emanzipation', wenn er am Ende nicht den Wehrdienst verweigert, sondern an der Waffe ausgebildet werden will. Da ist der Generationenbruch handfest spürbar. Für Jessen wurden so viele Schranken eingerissen, dass sich seine Generation 'ganz auf unsinnige Frisurenexperimente, schlechte Musik und bunte Mixgetränke konzentrieren' konnte. Ausgezeichnet mit dem Max Ophüls-Preis 2005 sollte diese liebevolle Komödie ihre Nische im Kino finden. mk.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Die symbiotische Beziehung zwischen einem Sohn und seiner Mutter zerbricht, als beide 1986 in eine Kommune unweit einer AKW-Baustelle ziehen.

Kurzbeschreibung

1986 - Die Protestbewegung gegen den Bau des Atomkraftwerks in Brokdorf liegt in den letzten Zügen. Nur eine Landkommune ist übrig geblieben: das "Alternative Wohnkollektiv Regenbogen". Für sie könnte es immer so weiter gehen mit endlosen Konsensdiskussionen, Schafe scheren und nacktem Gemeinschaftsbaden. Eines Tages bekommen die Flachland-Kommunarden Zuwachs durch die beiden Städter Hanne und ihren Sohn Niels. Während Hanne sich überraschend schnell an Schreitherapie und Gemüseaufzucht gewöhnt - und noch viel schneller an die Tantra-Spiele mit Kommunenguru Peter - hat Niels immer weniger Lust auf die dogmatischen WG-Regeln. Aus Trotz schließt er sich dem gewaltbereiten AKW-Widerstand an und bringt das beschauliche Chaos der Kommune damit reichlich durcheinander. Zum großen Knall kommt es aber erst, als im entfernten Tschernobyl ein Reaktor explodiert. Genau an dem Tag als Bobby Ewing stirbt, der Erdölprinz aus "Dallas" und Serienliebling der Kommune.

Produktbeschreibungen

1986 - Die Protestbewegung gegen den Bau des Atomkraftwerks in Brokdorf ist in den letzten Zügen. Nur eine letzte Landkommune ist übrig geblieben: das "Alternative Wohnkollektiv Regenbogen". Für sie könnte es immer so weiter gehen mit endlosen Konsensdiskussionen, Schafe scheren und nacktem Gemeinschaftsbaden. Eines Tages bekommen die Flachland-Kommunarden Zuwachs durch die beiden Städter Hanne (Gabriela Maria Schmeide) und ihren Sohn Niels (Franz Dinda). Während Hanne sich überraschend schnell an Schreitherapie und Gemüseaufzucht gewöhnt (und noch viel schneller an die Tantraspiele mit Kommunenguru Peter (Peter Lohmeyer), hat Niels immer weniger Lust auf die dogmatischen WG-Regeln. Aus Trotz schließt er sich dem gewaltbereiten AKW-Widerstand an und bringt das beschauliche Chaos der Kommune damit reichlich durcheinander. Zum großen Knall kommt es aber erst, als im entfernten Tschernobyl ein Reaktor explodiert. Genau an dem Tag, als Bobby Ewing stirbt, der Erdölprinz aus "Dallas" und Serienliebling
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