Frank McCourt hat mit "Tag und Nacht und auch im Sommer" seine dreibändige Autobiographie abgeschlossen. Er beschreibt seine Jahre als Lehrer an verschiedenen berufsbildenden Schulen in New York und erzählt von seinen unkonventionellen Unterrichtsmethoden.
Frank McCourts Aufstieg aus irischer Armut, seine ersten sehr schwierigen Jahre in New York und der unbändige Wille, etwas aus seinem Leben zu machen, macht ihn als Lehrer für seine mehr als zwölftausend Schüler in drei Jahrzehnten zu einem Vorbild.
Statt nur den für seine Schüler, die alle handwerkliche Berufe erlernen sollen, oft langweiligen Englischstoff durchzunehmen, erzählt er ihnen von seinem eigenen, schwierigen Weg und zeigt damit vielen seiner Schüler einen individuellen Weg auf. Immer wieder greift er zu ungewöhnlichen Mitteln, um ihnen Freude am Lernen zu vermitteln und ihnen das Selbstbewusstsein zu geben, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Viele Lebenslinien hat er begleitet und für viele Schüler war McCourts Art Wissen zu vermitteln prägend für den weiteren Lebensweg.
Seine Begeisterung für den Beruf, die für ihn selbstverständliche Voraussetzung, dass in jedem Menschen etwas steckt, die Art, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und weit über das übliche Maß an Engagement hinaus zu gehen, verschaffen ihm jene natürliche Autorität die vielen Pädagogen fehlt. So sei McCourts Credo wirklich jedem Lehrer ins Stammbuch geschrieben!
Dieses Buch, dass vielleicht an manchen Stellen ein wenig holperig übersetzt ist, zeigt, das McCourt ein Mann ist, der alles was er tut, mit Leib und Seele und ganz lebt! Und das Erzählen gehört unbedingt dazu!