Taekwondo ist eine Kampfkunst mit Tradition. Auch wenn der Name erst im Jahr 1955 geschaffen wurde, blickt Taekwondo doch auf eine lange Geschichte zurück. Deshalb wird Taekwondo auch meist sehr „traditionell" unterrichtet. Ein strammes Aufwärmtraining, viel Grundtechniken, Formen und gelegentlich Partnerübungen. Oft werden die pädagogischen Vorteile des Taekwondo angeführt, um dafür zu werben. In Korea ist es längst Schulsport. In Deutschland bieten höchstens ein paar engagierte Sportlehrer Taekwondo in Arbeitsgemeinscheaften an. Jürgen Höller hat in seinem neuen Buch „Taekwondo - eine systematische Annäherung" (Ibidem-Verlag, Stuttgart, ISBN 3-89821-089-9) wissenschaftlich aufgearbeitet, wie sich Taekwondo auch in den Schulsport eingliedern lässt. Im zweiten Teil befasst sich Höller mit der taktik im Wettkampftraining. Schließlich ist Taekwondo inzwischen eine olympische Disziplin, und da hat sich in den vergangenen Jahren schon einiges geändert. Kampftraining ist eben mehr, als nur 2jetzt machen wir ein bisschen Sparring". Auf den Turnieren werden immer weniger Techniken gemacht, so dass die Lkücke zwischen dem klassischen Taekwondo und dem Wettkampf immer größer wird. Höller versucht, transparent zu machen, was in einem Kampf eigentlich passiert. So wird „Taktik" auch jenseits irgendwelcher esoterischer Lehren verstanden. Natürlich geht der Autor auch auf das Training mit Hilfsmitteln un die Analyse per Video ein.