Einleitung:
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Da man manchmal schlecht Zeit findet noch rechtzeitig bei Tageslicht zu fahren oder wenn man dann Zeit hat, es dann regnet, habe ich mir überlegt wie ich da einen Ausgleich schaffen kann. Einen extra Heimtrainer wollte ich mir schon allein aus Platzgründen nicht anschaffen.
Ich bin dann irgendwie auf die Rollentrainer und die Frei Rolle gestoßen. Die freie Rolle hat den Vorteil, dass man sein Fahrrad ohne jeglichen Aufwand benutzen kann und alle Funktionen, wie Tacho und schalten benutzen kann. Allerdings ist sie nicht ganz so leicht zu handhaben, es erfordert schon reichlich Übung und kann am Anfang zu Verletzungen führen.
Zum anderen ist sie vom Platzbedarf her auch größer als ein Rollentrainer. Nach einigen Recherchen und Teste bin ich dann bei Tacx gelandet. Dort gibt es viele verschiedene, jede hat so ihre Besonderheiten. Es geht von einfachen ohne irgendwas bis hin zu virtuellen Trainern mit PC-Funktionen wo man seine Strecke sieht, Touren planen kann und Auswertungen erstellt. da ich jedoch nur ein normaler" Fahrradfahrer und kein Hochleistungssportler bin, kamen dann noch 2 in die engere Auswahl. Die Satori und die Flow. Die Flow ist die größere mit kleinem Bordcomputer und benötigt Stromanschluss.
Nach längerem Nachdenken kam ich zu dem Schluss ich brauche keinen Bordcomputer und keine mit Stromanschluss. Also entschied ich mich für die Satori. Auch in Tests schneidet sie stets sehr gut ab.
Kauf:
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Testen konnte ich sie im Laden leider nicht, also habe ich sie mal auf gut Glück gekauft. Da man zum Einspannen des Fahrrades zum einen den Schnellspanner wechseln muss (wegen der speziellen Aufnahme) und zum anderen nicht mit den normalen Reifen darauf fahren sollte (wegen der lauteren Geräuschentwicklung durch das Profil und auch die Abnutzung der Reifen) habe ich mir gleich ein komplettes neues Hinterrad mit einem speziellen Trainerreifen dazugekauft. So brauche ich nur kurz umspannen und kann losfahren". Sofern man den Trainer natürlich nur im Winter benutzt, kann man auch nur den Mantel wechseln und dann im Frühjahr wieder den normalen Reifen draufmachen.
Zusammenbau:
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Zuhause angekommen und ausgepackt musste ich feststellen dass der Kritikpunkt der schlechten Zusammenbauanleitung leider der Wahrheit entspricht. Die Firma Tacx hat es scheinbar immer noch nicht geschafft dies zu verbessern :-(
Auf der Seite 1 gibt es eine große Explosionszeichnung mit allen Teilen. zusätzlich gibt es ein paar kleine Einzelbilder drum herum welche ein paar Einzelteile und deren Zusammenbau zeigen sollen. Diese sind jedoch zum einen sehr klein und zum anderen oft nicht ganz einfach zu verstehen. Dazu kommt noch, dass die auf der Seite 2 aufgeführten Teile, auf Seite 2 mit Teilenummern versehen sind, jedoch auf den Bildern auf Seite 1 mit Buchstaben von A bis Z.
Die Seite 1 kann man zwar ausklappen, jedoch wird die Seite 2 beim aufschlagen der Beschreibung zum zusammen zugedeckt, was ebenso sehr unpraktisch gelöst ist. Ich habe mir dann trotzdem erst einmal alle Einzelteile auf Seite 2 mit den Buchstaben von Seite 1 beschriftet, da diese auch in der Anleitung benutzt werden. In der Packung liegen 2 Plastikbeutel, wovon man im Regelfall nur einen benötigt, was leider so auch nicht ersichtlich ist. Sofern man dies dann alles überwunden hat, kommt man zum Zusammenbauen, was zwar prinzipiell relativ einfach ist, jedoch anhand der Bilder leider manchmal ziemlich schlecht dargestellt wird. Warum man manches nicht schon vorgefertigt beilegt, weiß ich auch nicht.
Was ich ziemlich schlecht gelöst finde, ist der Bolzen den man in die Magnetbremse einführen muss. Schraubt man später im fertigen eingebauten Zustand ein wenig zu weit, dann rutscht die Schraube heraus und man darf wieder blöd herumhantieren um ihn am Hebel zu befestigen.
Montage Fahrrad:
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Nachdem ich nun endgültig alles zusammen hatte, ging es raus zum Gartenhaus, wo mein Fahrrad steht. Fahrrad herausgeholt, Hinterreifen mit Schnellspanner ausgebaut, vorgefertigtes Hinterrad mit Trainerreifen reingemacht und auf die Satori gespannt. Sofern man ein wenig geübt ist (Hinterradbremse lockern, Schnellspanner am Hinterrad lösen, Schnellspanner der Kette lockern, Rad auswechseln und alles wieder andersherum zusammenbauen) würde ich sagen geht der Umbau in 5 - 10 Minuten von statten. Hat man jedoch noch nie ein Hinterrad gewechselt, dann kann sich diese Zeit, zumindest beim ersten Mal, doch schnell vervielfachen.
Befestigung des Schalters:
Eine weitere Hürde war die Befestigung des Schalters zur Einstellung der Magnetbremse am Fahrradlenker. Grundsätzlich eine stabile Konstruktion, und es liegen auch 2 Anpassungsringe für verschiedene Lenkertypen bei. Obwohl ich ein normales CUBE mit einem Standardlenker habe, passte es nicht. erst nachdem ich mir selbst noch ein dickes Zusatzgummi dazu gemacht habe, konnte ich es am Lenker befestigen.
Benutzung und Geräusche:
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Nun, Geräusche sind natürlich schwer zu beschreiben, und jeder empfindet sie anders. Kommt ja auch auf verschiedenes an. Der eine hört bestimmte Töne besser, der andere schlechter.
Wo benutze ich das Gerät? Hallt es in dem Raum? Welchen Untergrund habe ich und welche Resonanzeigenschaften hat er? Im Augenblick benutze ich es draußen im, bzw. vor dem Gartenhaus. Und dort, bzw. von meinem Gehör her empfinde ich sie doch recht angenehm. Wobei es auch hier wieder auf verschiedenes ankommt. Trete ich gleichmäßig oder welche Trittgeschwindigkeit habe ich. Lieber einen Gang am Rad leichter und dafür den Widerstand der Rolle höher. Das bedeutet den gleichen Tretwiderstand bei weniger Umdrehungen der Rolle, was auch weniger Vibrationen verursacht. Also prinzipiell bin ich sehr positiv überrascht, weil ich es mir lauter vorgestellt habe. Hängt aber vielleicht auch mit dem speziellen Trainingsreifen zusammen.
Also grundsätzlich vom Gerät her selbst bin ich momentan zufrieden. Es ist relativ leise, leicht zu handhaben und auch stabil. Was jedoch den Zusammenbau und die Beschreibung angeht, eine kleine Katastrophe. Ich habe selten eine so schlechte Umsetzung gesehen.