Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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104 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aufklärungsarbeit, 15. Januar 2003
Das Buch ist lesenswert - das im Voraus. Bischof gelingt es, das im Untertitel des Buches gegebene Versprechen einzulösen. Nach einer ausführlichen Übersicht über verschiedene Mythen aus vielen Kulturen, die sich auf „Lebensenergien" beziehen, handelt er sachlich und informativ die eher wissenschaftlich orientierten Theorien von der Antike bis in die Neuzeit zu diesen Themen ab. Dabei ist er, wie im gesamten Buch durchgängig, mit Interpretationen oder gar Spekulationen sehr zurückhaltend. Die Versuche der Wissenschaft im 20. Jahrhundert, diese Phänomenen zu erforschen und in einer Theorie zu fassen, vervollständigen den Charakter des Bandes als einem informativen Nachschlagewerk. Dabei ist es nicht immer leicht zu folgen, aber das 400 Seiten starke Buch liest sich trotzdem flüssig und macht Spaß, wenn auch manche Informationen über abgebrochene oder unterdrückte Forschungen mehr als nur ein Stirnrunzeln beim Leser verursachen werden. Im letzten Teil des Buches werden Anwendungen dieser „feinstofflichen Energien" vorgestellt, und auch hier wird eine distanziert kritische Sicht durchgehalten. Bischof gibt in diesem Buch keine schnellen Antworten. Da ist etwas - mehr als esoterische Einbildung und wir nennen es „feinstoffliche Energien", weil wir nicht genau wissen, was es ist. Im etablierten Wissenschaftsbetrieb wird zu diesen Themen kaum geforscht. Die Forschung und Theoriebildung jedoch, die es zu diesem Thema gibt, sprengt aber die Grenzen unseres Weltbildes. Bischof leistet Aufklärungsarbeit und es gelingt ihm zu verdeutlichen, dass es um mehr als eine abseitige „Parawissenschaft" geht, es geht um einen Bereich, der für die Menschheit von großer Bedeutung werden könnte. Wer also seinen Horizont erweitern will - offen und kritisch - dem sei dieses Buch empfohlen. Vielleicht wird die Wissenschaft von morgen tatsächlich eine Art Synthese von Wissenschaft und Magie sein.
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Interdisziplinäres Denken, 27. August 2005
Wenn man ehrlich ist, sind alle wissenschaftlichen (Spezial)-Disziplinen nur ein Teil/Ausschnitt einer gemeinsamen übergeordneten Ur-Theorie, von der sich alles ableiten läßt. Allerdings verhalten sich nicht alle Wissenschaftler so ehrlich und neigen oft dazu, im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein. Dementsprechend wichtig wäre es, die Verbindungen zwischen diesen Disziplinen aufzuzeigen, um zu erkennen, daß es mehr Gemeinsamkeiten und Anknüpfungspunkte gibt als Widersprüche. Genau diese Verbindungen und diese Beziehungen zeigt das Buch in hervorragender Art und Weise auf.Kurzum: Hier wird die Brücke zwischen Wissenschaft und Esoterik hergestellt; ja eigentlich mehr: der Autor spricht von "feinstofflichen Energien", die weit über die oft belächelten esoterischen Phänomene hinausgehen. Besonders gut gefallen hat mir, daß der Autor mit der nötigen Distanz argumentiert, für keine der hier vorgestellten Ansätze Partei ergreift oder sich in wilde Spekulationen verirrt. Vielmehr versucht er, eine möglichst interdisziplinäre Sichtweise zu transportieren, die extrem dabei hilft, neuartige Theorien einzuordnen und zu bewerten. Viele in den Medien dargestellten Theorien, seien sie eher spirituell oder weltlich, erscheinen plötzlich in einem ganz anderen Licht: Geräte und Technologien, die zuvor noch als unmöglich schienen, rücken plötzlich in den Bereich des Möglichen. Ebenso bemerkenswert ist der kulturelle Ansatz des Autors. Feinstoffliche Energien, die in dem westlichen Kulturkreis schlichtweg abgelehnt werden, gehören in anderen, meist asiatischen, Kulturen zum Alltag. Die (weltliche) Wissenschaft würde gut daran tun, von Zeit zu Zeit eine Art "Rekalibrierung" vorzunehmen, um nicht nur die Frage zu beantworten, wo wir als Gesellschaft hinwollen, sondern auch, wo wir eigentlich herkommen. Dann wäre - so sinngemäß der Autor - schnell klar, daß die ursprünglich breit angelegten Theorien an ihrer Reichhaltigkeit verloren und aus diesem Grund zwangsläufig in ihre jeweilige "Sackgasse" geführt haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Keine schnelle Lektüre - faszinierender Einblick in die Geistesgeschichte, 15. Januar 2009
Keine schnelle Lektüre - und Nachschlagewerk nur, soweit man es gelesen hat. Mein Exemplar klebt inzwischen voller Notizzettel, denn die Fülle und Dichte der Information, die Bischof hier zusammengetragen hat, ist überwältigend. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis eröffnet die Chance, alles was er hier nur zusammenfassend berichtet - und sonst wäre das Buch mindestens doppelt so umfangreich - in den Originalarbeiten zu vertiefen.
Zugegeben, beim ersten Anlauf habe ich die Bleiwüste erschöpft und enttäuscht zur Seite gelegt. Die nahezu randlos bedruckten Seiten sind eine Zumutung für den Lesevorgang der Augen. Dafür gibt es eine Punkt Abzug. Außerdem lese ich eher schnell. Das ist aber hier unmöglich, wenn man die dicht gedrängten Informationen aufnehmen will. Trotzdem hat mich der Inhalt so fasziniert, dass ich im zweiten Anlauf die Mühe auf mich genommen habe und dafür reich belohnt wurde.
Die Darstellung der geschichtlichen Zusammenhänge bestimmter Theoriebildungen und vor allem die Beobachtung, dass gewöhnlich der Reichtum einer neuen Auffassung sehr rasch verloren geht, weil nur ein Teil davon verstanden bzw. für wichtig erachtet und von anderen weiterverfolgt wird, hat mich neu über den "Fortschritt" der Wissenschaft nachdenken lassen.
Außerdem sind die Berichte über neuere Experimente zu Phänomenen, die von der Schulwissenschaft nicht befriedigend erklärt werden, ein Anreiz, wieder neugierig zu werden und nicht in der fatalen Haltung zu verharren, bereits alles Wesentliche zu wissen.
Feinstoffliche Felder und Bewusstsein - sei es kosmisches oder individuelles - sind ein umstrittenes Forschungsgebiet und es ist Bischofs Verdienst, hier eine kommentierte Materialsammlung zur Verfügung zu stellen, die allen Interessierten erlaubt, Argumente der teilweise heftigen Diskussion anhand der Quellenlage selbst zu vertiefen bzw. zu überprüfen.
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