Dieser Film ist eine Liebeserklärung an die Musik, den Tanz, an Indien und an die Liebe. Der Anfang überwältigt mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen, tollen Songs von A.R. Rahmann und mitreissenden Tanzszenen (mein Gott, ich wusste gar nicht, dass Yoga im Sonnenaufgang so romantisch sein kann...!). Leider wird der Film aber ab der Mitte schwächer. Die Romantik lässt nach, ebenso die für diesen Film als Überbegriff stehende Leidenschaft/ Passion.
Die Geschichte an und für sich ist gut, zwar nach dem üblichen Bollywood-Schema, aber gut. Mädchen aus einfachen Verhältnissen verliebt sich in Mann aus der Oberschicht, es kommt zu Problemen, das Paar trennt sich, sie findet einen Neuen, reicher Mann besinnt sich, beide Männer kämpfen um die Liebe der Frau... Dieses Mal aber in einer ungewohnten aber guten Konstellation: Aishwarya Rai mit Akshaye Khanna, Aishwarya Rai mit Anil Kapoor.
Leider trüben einige Sachen die Freude über diesen Film. Die Rolle von Anil Kapoor wirkt unsymphatischer, als sie wohl eigentlich sein soll. Der Film wird ab der Mitte schwächer, die Kluft zwischen dem beschaulichen Landleben und dem Leben als Star wird zu krass durch die Farben, Kostüme etc. dargestellt, so dass es den Zuschauer etwas verschreckt. Bei einem Lied hört man den kleinen Sohn von Udit Narayan, Aditya, noch kurzzeitig singen, sieht aber A. Rai dazu. Die Bildqualität ist zeitweise verschwommen, die Kameraführung verwackelt. Und am Ende ist der Abschlussdialog zwischen den Liebenden nicht vollständig untertitelt, wohl, weil man A. Rai einfach nicht verstanden hat.
Ansonsten gefällt mir dieser Film sehr gut, trotz oder vielleicht auch weil er nicht synchronisiert ist.