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Produktinformation
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Beispiele und ein Verständnis für die innere Mechanik von Typo3 -- dass sind die Eckpunkte auf die sich die drei Autoren stützen, denn Typo3 ist inzwischen hinlänglich dokumentiert, sodass hier kein Bedarf mehr besteht und Hinweise auf weiterführende Quellen im Buch selbst sinnvoller als erneute Erklärungen sind.
Der erste Hauptteil besteht aus den Grundlagen, in dem auch so essentielle Fragen wie "Was ist Content Management?" geklärt werden. Schon hier erkennt man, es geht nicht nur um Technik, sondern den Zusammenhang zwischen Mensch, Technik, Inhalt und Anwendungsfeld. Zu den Grundlagen zählen ebenso ein kurzer Überblick über Typo3 und eine umfangreiche Hilfe und Erklärung zur Installation. Der zweite Teil wendet sich dann an Redakteure, deren Aufgaben, Möglichkeiten und Arbeitsabläufe. Darauf folgt dann der Administrator-Teil und zuletzt der Themenbereich für Entwickler, der zu den umfangreichsten des Buches gehört. Hier erklären die Autoren TypoScript, Entwicklungswerkzeuge, Standard-Templates bis hin zu Extensions.
TYPO3 ist ein Buch für mehrere Zwecke und taugt zum Verständnis der Inhalts-Seite für Entwickler ebenso wie zum Verständnis der Technik für Anwender. Tief, breit und gut verständlich ohne Schnickschnack -- die drei Autoren machen bei Typo3 keine Kompromisse. Das zeigt sich in der Software ebenso wie bei ihrem Buch. --Wolfgang Treß -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Mit großem Interesse begann ich also mit dem Teil IV für Entwickler. Bemerkte allerdings schnell, das das Buch bei weitem nicht meinen Erwartungen entsprach. So wird häufig sehr unpräzise bzw. schwammig formuliert. Zum Beispiel gleich zu Anfang des Teils auf S. 240: "..TypoScript dient als "Informationsträger. ..... Sie müssen also keine neue und vor allem keine proprietäre Sprache erlernen."
Dies ist natürlich Unsinn, denn erstens ist TypoScript eine Sprache - sie hat eine Syntax und eine Grammatik - und zweites ist sie natürlich proprietär, was sonst ? Ausserdem, nur weil sie keine Kontrollbefehle enthält, wird sie nicht zwangsläufig einfacher. Es gibt übrigens ein Fachwort für diese Art von Sprachen, man nennt sie deklarative Sprachen. Jeder Entwickler, der mit den Werkzeugen zur Generierung von Benutzeroberflächen arbeitet verwendet sie.
Als Entwickler erwarte ich zu Beginn eines 400-seitigen Teils - speziell für Entwickler geschrieben - einen Überblick über die Architektur des Frameworks, eine Beschreibung der Komponenten und Subsysteme und welche Rollen und Aufgaben diese in dem Framework übernehmen. Wichtig dabei ist auch das Aufzeigen der Beziehungen zwischen den Komponenten bei der Durchführung bestimmter Aufgaben, z.B. was passiert beim Laden einer Extension oder bei der Anzeige einer Seite. Dazu gibt es heutzutage standardisierte Darstellungen wie Sequenz-und Klassendiagramme. So etwas wird man aber vergeblich in diesem Buch suchen.
Stattdessen findet man eine sporadische Kommentierung der Komponenten über das ganze Buch verteilt. Auf Seite 472 gibt
es ein Strukturdiagramm - eines der wenigen Diagramme auf 660 Seiten - das allerdings so allgemein ist, das man auf dieses wirklich verzichten könnte. Stattdessen werden dann Verzeichnisse und Dateien aufgelistet, ohne auf deren Bedeutung oder Funktion konkret einzugehen, anschließend werden - fast ohne Kommentierung - Bibliotheksklassen aufgelistet. Auch an vielen anderen Stellen werden Merkmale nur aufgezählt und vielleicht gerade mit ein oder zwei Sätzen kommentiert.
Ein zentraler Punkt eines Frameworks ist die Datenstruktur und insbesondere die Datenbankstruktur. In dem vorliegenden Buch gibt
es zu diesem Thema ein Diagramm, das die ca. 20 Tabellen mit den dazugehörigen Attributen darstellt. Dazu den Text
"Das Datenbankdesign von TYPO3 ist relativ einfach gehalten". Das wars dann zu diesem Thema ! Auch das Thema TCA kommt viel zu kurz, etc.
Oft wird etwas über einen ganzen Abschnitt erörtert, ohne auf den Punkt zu kommen, z.B. S.393 über "Die Funktion stdWrap".
"Die Funktion stdWrap ....... Sammlung von Eigenschaften und Funktionen ..... häufig besitzen Objekte auch eine
Eigenschaft mit den Datentyp stdWrap, die damit genau diese Funktion zur Verfügung stellt." Für den Leser ist es nicht klar ob es sich nun um eine Klasse oder Funktion oder vielleicht etwas ganz anderes ( "Schweizer Messer" ) handelt: Ich nehme an, es soll eine Klasse sein.
Die Schnittstelle zwischen PHP und TypoScript bleibt sehr vage, d.h. man kann nach der Lektüre ungefähr ahnen wie es
gehen könnte.
Ausserdem gibt es als Beispiele immer nur einzelne Codeschnipsel, es fehlt ein roter Faden in den Kapiteln, es fehlen Zusammenfassungen und Hervorhebungen, um Wichtiges von weniger Wichtigem schnell unterscheiden zu können , wie löst man bestimmte Aufgaben und Probleme, wo verwendet man welche Klassen, etc.
Die Autoren mögen zwar ausgewiesene Fachleute zum Thema typo3 sein, aber sie können dies über das Buch nicht vermitteln. Vielleicht gehöre ich auch nur nicht zur richtigen Zielgruppe des Buches !
Drei kompetente und bekannte Persönlichkeiten aus der TYPO3-Szene... Lesen Sie weiter...
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