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Wann immer ein Film Jahrzehnte später fortgesetzt wird, birgt dies auch eine gewisse Gefahr in sich: Denn mehr als bei zeitig schnell folgenden Sequels erwartet und erhofft man sich hier, dass der Geist des Originals eingefangen wird und die wiederkehrenden Figuren eine spürbare Entwicklung durchgemacht haben. Bei TRON: LEGACY gab es im Vorfeld einige Befürchtungen, dass es ein seelenloser Reboot sein könnte. Doch die sind unbegründet, denn dieser Film liefert, was er verspricht. Mit Kevin Flynn, Alan Bradley und Tron kehren die wichtigsten Figuren des Originalfilms zurück. Ersterer ist älter und weiser geworden. Ein Umstand, der in seiner Schöpfung Clu - ein Spiegelbild seines jungen Selbst - vertieft wird. Hier hat man die faszinierende Gelegenheit zu sehen, was passiert, wenn ein älterer Mann seinem jüngeren Ich begegnet. Darum ist Clu auch nur pro forma der Schurke. Er tut, was er als seine Pflicht ansieht. Aus seiner Warte heraus ist er der Held, da er die Vision seines Schöpfers umsetzen will. Das gestaltet beide Figuren vielschichtig und zeigt eine innere Reise, die Sam Flynn wiederum abgeht. Flynns Sohn ist in diesem Film nur der Katalysator der Geschichte, nicht aber der emotionale Kern. Der von Bruce Boxleitner gespielte Alan Bradley hat nur wenige, aber einprägsame Szenen. Darüber hinaus ist er in einer Rückblende Tron. Obwohl seine Figur nur sehr geringen Anteil am Film hat, macht auch sie eine Reise durch. Tron ist als Überlebender des ersten Grids im zweiten nicht mehr länger er selbst. So hat er nur wenige Minuten Screentime, aber im Finale des Films hat auch er eine Entwicklung durchgemacht, die es wiederum ermöglicht, ihn in einem möglichen dritten Teil einzusetzen. Der 3-D-Effekt verpufft bei diesem Film total. Er wirkt erstaunlich flach. Die Möglichkeiten werden hier nicht ausgereizt, und davon hätte es Dank Diskuskämpfen, Lightcycles und Flugmanövern einiges Potenzial gegeben. Sieht man vom mauen 3-D-Effekt ab, erweist sich der Film jedoch als technisch hervorragend. Die Welt des Grids hat einen fazinieren düsteren Update erlebt und die Neonfarben sehen phantastisch aus. Am Anfang des Films gibt es ein überraschendes Cameo. Wir wollen hier nicht verraten, wer den Sohn von TRON-Schurke Dillinger spielt, aber einen derartigen Schauspieler holt man nicht für einen Ein-Minuten-Auftritt, wenn man nicht vorhat, ihn im nächsten Film zurückzubringen. Fazit: Fans des Originals werden zufrieden sein.
Moviemans Kommentar zur DVD: Was für ein 3D-Ritt! Tron war 1982 ein bahnbrechendes Ereignis, dass schon damals den Weg in die digitale Zukunft wies. Und auch anno 2011 erweist sich Tron wiederum als visionäres Ereignis. Die 3D-Blu-ray beweist zwar nicht immer die norme räumliche Tiefe eines Avatar in 3D, aber die digitale Welt, durchsichtige Fußböden in Aufzügen, Diskusskämpfe kopfüber und dazu dieser überragend tiefe akustische Raum nach allen Richtungen hinaus (33.20), ist einfach DAS bahnbrechende Erlebnis des Films des 21. Jahrhunderts. Alle Bild-/ und Tonwerte sind auf Anschlag und sprechen eine einfache wie klare Botschaft: Ich bin die neue Referenz. An mir müssen sich alle künftigen Blu-rays messen. Und diese Latte ist hoch. Extrem hoch! Tron: Legacy ist ein Rauschmittel. Es macht süchtig und nach über 2 Stunden wird man am Ende des Filmes geweckt und fühlt sich, als hätte man etwas verloren und möchte zurück in diese Welt, diesen Film. Gottlob gibt es dann noch die Extras auf der 2D-Blu-ray. Es geht los mit "Der Tag danach" in dem "ZackAttack" 10 Minuten lang sein Unwesen treibt. Ein cooler Kurzfilm. Ein weiteres cooles Fact ist das Comic-Con Fanbrüllen. Das gesamte Publikum auf der Pressekonferenz durfte mitschreien, um die Kulisse bei Disc Wars zu sein. Was für eine großartige Idee. --movieman.de
Kurzbeschreibung
Sam ist 27, Computerspezialist und charmanter Draufgänger - wie sein Vater Kevin Flynn, der vor langer Zeit spurlos verschwand. Als Sam auf der Suche nach ihm in eine virtuelle Parallelwelt hineingezogen wird, findet er seinen Vater endlich wieder und erkennt, dass in diesem hoch entwickelten Cyber-Universum Spiel tödlicher Ernst ist...
Produktbeschreibungen
Sam Flynn (Garrett Hedlund) ist 27, ein Computerspezialist und charmanter Draufgänger wie sein Vater, der vor langer Zeit spurlos aus seinem Leben verschwand. Seit 1989 ist Kevin Flynn (Jeff Bridges), der Schöpfer des revolutionären Computerspiels TRON, verschollen. Bis Flynns alter Freund Alan Bradley (Bruce Boxleitner) eine Nachricht erhält - aus Flynns früherem Büro in einer aufgegebenen Spielhalle, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Was Sam dort findet, übersteigt seine Vorstellungskraft. Es ist der Zugang in die virtuelle TRON-Welt, in der sein Vater seit Jahrzehnten gefangen ist. Als Sam unabsichtlich einen digitalen Scanner aktiviert, wird auch er in das Cyber-Universum hineingezogen. Dort entdeckt er seinen Vater und dessen treue Gefährtin Quorra (Olivia Wilde). Aber auch, dass hier Spiel tödlicher Ernst ist. Denn in dieser faszinierenden Welt von Lichtrennen, Wurfduellen und unberechenbaren Programmen geht es für Kevin, Sam und Quorra auch