Es braucht wirklich viel um mich dazu zu bewegen, eine Produktrezension zu schreiben. Denn die kostet nunmal wertvolle Zeit, ohne dass für mich direkt was dabei rausspringt. Außer ich schreibe einen Vierzeiler, was mich wiederum nicht interessiert. Jetzt aber der Reihe nach:
Ich wohne derzeit in einer 7er WG in einem Wiender Altbau. Das Kabelinternet per (W-)LAN verteilte bisher ein aus dem Jahre 2005 stammender Netgear Router. Der war zwar an und für sich ein gutes Gerät, aber wohl von der Kombinationaus recht hoher Bandbreite und 7 Benutzern mittlerweile überfordert. Auch mit der neusten Firmware wurden die dadurch auftretenden Unterbrechungen nur marginal besser. Also musste ein neues Gerät her.
Beim TP-Link dachte ich mir zuerst "zu billig" und fürchtete versteckte Schwächen. Also orderte ich einen etwas teureren Router der Marke Buffalo in schicker, schwarzer Klavierlackoptik. Der versprach neben allerlei Features auch 300 mbit WLAN-Speed. Drei Tage nach dem Erhalt wanderte dieses Ding jedoch per Post wieder zurück an Amazon. Grund: Bei allen Mühen war es nicht möglich, auf dem Buffalo gleichzeitig W-LAN und Internetzugang zu haben. Es ging immer nur eins von beiden, ohne ersichtlichem Grund. Ein von einem Freund ausgeborgtes Gerät war mit der Open Source Firmware DD-WRT geflashed, aber auch damit konnte keine Verbesserung erzielt werden. Nach einem tagelangen Konfigurationsmarathon (was für ein Nerd-Wort ;) ) gab ich es schließlich auf.
Nun gab ich dem TP-Link doch eine Chance. Amazon-typisch kam er alsbald an und in circa 15 Minuten war die neueste Firmware oben (die das in einer Anmerkung zu einer Rezension erwähnte Problem der "vergessenen Verschlüsselung" wohl beseitigt hat), der Internetzugang eingerichtet und das W-LAN konfiguriert und lief. Das Interface dieses Routers gibt zudem nützliche Hilfestellung, die einigen Laien mit Sicherheit Konfigurationsirrtümer ersparen wird, etwa "n-WLAN (300 mbit) ist nicht kompatibel mit TKIP Verschlüsselung").
Seitdem habe ich in meinem Zimmer durch drei Altbauwände hindurch optimalen Empfang (4 von 5 Strichen, bzw. zwischen 75 und 91 Prozent, beim damaligen Netgear maximal drei Striche, im Schnitt zwei) und die Verbindung läuft spürbar schneller und stabiler. Ab und an gibts noch Aussetzer, die lassen sich aber durch downloadwütige Mitbewohner erklären. Und für die brauchts andere Maßnahmen, als einen neuen Router ;)