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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Deutlich mehr als nur ein sehr guter Reisebericht,
Von Heiner (München Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: TOKELAU - 200 TAGE, Bericht aus einem sinkenden Paradies (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Tokelau - 200 Tage" ist von der ersten bis zur letzen Seite faszinierend,ein Buch, dass man nicht weglegt bevor man es zuende gelesen hat, wenn man einmal anfängt. Das Buch beginnt als witziger, ironischer Reisebericht und die Beschreibungen der Insel lassen einen in Träumereien verfallen. Und wer, wie ich, anfällig ist, bekommt gleich Fernweh. Bei den Beschreibungen des gemeinschaftlichen Denkens der Bewohner auf der Insel, bekommt man ein schlechtes Gewissen und wird nachdenklich über viele Umgangsformen in unserer Gesellschaft und sieht wie egoistisch Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein kritisches Buch mit schwermütigen und leichten Anklängen.,
Von Literaturtipp.com "Redaktion Literaturtipp.com" (Butjadingen-Stollhamm, an der Nordseeküste) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: TOKELAU - 200 TAGE, Bericht aus einem sinkenden Paradies (Gebundene Ausgabe)
200 Tage im Paradies zu sein, ist doch schön, oder? 200 Tage im Südpazifik auf einer der ursprünglichsten und am wenigsten vom Tourismus heimgesuchten Insel zu verbringen, mag für so manchen eine lang gesuchte Gnade sein - doch der Schein trügt.Autorin Anke Richter hat ihren Mann, der als Arzt an einem Hilfeprogramm teilnahm, in das Paradies mit ihrem gemeinsamen Sohn begleitet. Der Pauschaltourist kann überhaupt nicht nachvollziehen, was dies für die Familie tatsächlich bedeutete: Entsagung, Verzicht und der Eintritt in eine vollkommen andere Gesellschaft mit strengen Regeln, alten Normen und christlichen Werten. Für den Aussteiger mag das ja noch akzeptabel sein, doch auf was man sich einlässt, wird einem erst klar, wenn man da ist und das nächste Boot erst in vier Wochen wieder kommt. Das Paradies Tokelau hat nämlich Risse: Es sinkt tatsächlich durch die Erwärmung und wird bald überflutet, wenn nicht der FCKW-Ausstoß drastisch verringert wird und alle anderen Quellen der Erderwärmung ebenfalls zurück gefahren werden. Doch das Paradies hat noch ganz andere Risse, eine zutiefst protestantisch beziehungsweise katholisch geprägte Bevölkerung, welche streng (!) nach den Regeln der Bibel lebt. Die Prügelstrafe an Kindern ist erlaubt, und wenn sich ein Jugendlicher umbringt, dann muss wohl er selbst den Teufel im Leib gehabt haben, denn ein braver Christ bringt sich nicht um. Schwangerschaften bei 14-jährigen Mädchen sind ein häufiges Problem und werden ebenfalls, wie die Empfängnisverhütung, totgeschwiegen. Alles in allem also ein Ort, der nicht gerade einem Paradies ähnelt, oder etwa doch? Die Gemeinschaft ist stark und der Zusammenhalt unter den Tokelauern ist bewundernswert, eine besondere Form der Freundlichkeit gegenüber Fremden und Alten wird ebenso an den Tag gelegt, wie die sofortige Hilfe bei Problemen aller Art. Anke Richter hat ein sehr zwiespältiges Buch geschrieben, und da sie Eingangs das Problem schon offen beim Namen nennt, kommt erst gar nicht das "Südseefeeling" auf. "Tokelau - 200 Tage" ist kein Buch zum Träumen, sondern ein Buch, das die Missstände, ebenso wie die vorhandenen schönen Seiten offen beim Namen nennt. Dass die Tokelauer vor 150 Jahren dem Kannibalismus und Kopfjägerbrauch entsagt und sich statt dessen dem Christentum zugewandt haben, mag ein Verdienst der damaligen Missionare sein, doch es scheint, als habe man hier nur den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. "Tokelau - 200 Tage" ist ein kritisches Buch mit schwermütigen und leichten Anklängen, ein Buch, dass Probleme und Lösungen gleichermaßen nennt. Tokelau sollte überleben, doch dies hängt nicht nur vom Stopp der Erderwärmung ab, auch der Stopp der christlich-archaischen Sitten ist von Nöten, denn ein offenes und moderates Tokelau würde seinen Bewohnern mehr nutzen bringen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Malo nî o tokelau,
Rezension bezieht sich auf: TOKELAU - 200 TAGE, Bericht aus einem sinkenden Paradies (Gebundene Ausgabe)
Kann das Buch gut beurteilen, da meine Mutter aus Tokelau, nämlich aus Atafu ist. Ich schreibe hier in Deutscher Sprache, da ich in der Schweiz zur Schule gegangen bin, und mein Vater Schweizer ist. Mein Kontakt zu meiner Tokelauischen Verwandschaft ist sehr gut und ich kenne mich in Atafu aus. Die Erzählungen aus Anke Richters Buch sind wahrheitsgemäss. Das Buch ist sehr gut erzählt, natürlich aus der Sicht eines "palagi". Wenn Sie aber wirklich mal wissen möchten, wie ein Südseeatoll immer noch mit all den Traditionen, wie vor über hundert Jahren, überleben kann, empfehle ich Ihnen dieses Buch zu lesen!!! Toha teine tokelau
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