TKKG - die Helden meiner Jugendzeit! Hach ja, wer kennt sie nicht, den sportlichen Tarzan mit dem schwarzen Gürtel in Judo, den schlauen Karl, genannt Computer, der auf alles eine Antwort hat und meistens mehr noch mehr weiß, als seine genervten Zuhörer sich antun wollen, den dicken Klößchen, der zwar nur Augen für Schokolade hat, aber ansonsten immer gut drauf und für jeden Spaß zu haben ist, und - last but not least - die hübsche Gaby, die mit ihren 13 Jahren schon allen Jungen (und Hunden) den Kopf verdreht. Ich habe sie alle geliebt - und die Bücher mit ihren Abenteuern verschlungen. Man darf zwar keine tiefschürfende Dramaturgie erwarten, keine facettenreichen und realistischen Charaktere und auch keine Liebesgeschichten. Und sind bei „Derrick" und „Der Alte" im guten alten Öffentlich-Rechtlichen ausschließlich Morde zu klären, so ist dies bei TKKG genau umgekehrt: Mordekommen nicht vor. Was man aber erwarten darf, sind unterhaltsame Geschichten voller Lesespaß!
In „Jagd nach den Millionendieben", der ersten Folge der TKKG-Serie, beobachtet Tarzan zufällig, als er nachts unerlaubterweise vom Rummelplatz kommt und zurück zum Internat fährt, wie Einbrecher aus einer Villa wertvolle Gemälde stehlen. Natürlich will er der Sache auf den Grund gehen. Es stellt sich heraus, daß der Zeichenlehrer Pauling und sein Bruder, ein seltsamer Kunstmaler, die in der Villa von Klößchens reichen Eltern ein und aus gehen, in die Sache verstrickt zu sein scheinen. Die TKKG-Freunde nutzen die Abwesenheit von Klößchens Eltern, um den Dieben in der Villa von Klößchens Eltern eine Falle zu stellen.
Man kann über diese Bücherreihe sagen, was man will: Ich bin auf jeden Fall davon überzeugt und weiß aus eigener Erfahrung, daß auch heute noch - im Zeitalter von Internet und Videospielen - Jugendliche sich für die TKKG-Bücher begeistern können. Sie sind spannend, lehrreich, unterhaltsam und vermitteln positive Rollenbilder durch die vier Charaktere (naja, vergessen wir mal Klößchen!) Eltern, schenkt Euren Kids TKKG-Bücher anstatt Videospielen und sonstigem verdummenden Spielzeug. Sie sind zwar keine Klassiker der deutschen Literatur, aber ich sehe lieber ein Kind mit einem Buch vor der Nase als einem Joystick in der Hand!!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)