Handlung (spannend und interessant):
In Darksiders übernimmt man die Rolle von "Krieg", einem der 4 apokalyptischen Reiter. Dieser wurde zur Apokalypse gerufen, obwohl diese noch nicht stattfinden sollte. Von Himmel und Hölle betrogen, wird er seiner Kräfte beraubt und für 100 Jahre verbannt. Als er auf die Erde zurückkehrt, um seine Unschuld zu beweisen, findet er die Menschheit und deren Städte vernichtet vor. Auf der Suche nach den schuldigen Dämonen und Engeln kämpft Krieg sich durch die zerstörten Städte und Landstriche.
Spielmechanik (z.T. etwas altbacken, aber schön einfach):
Man steuert Krieg mit Gamepad oder Maus/Tastatur aus der 3rd-Person-Perspektive durch die Welt. Primärwaffe ist sein mächtiges Schwert, das im Laufe des Spiels immer weiter ausgebaut werden kann. Weitere, sekundäre Waffen findet man in einigen Schlauchlevels automatisch. Sie dienen in erster Linie der Aktivierung von Schaltern, Hebeln, etc. Auf diese Weise ist es zwingend nötig, verschiedene Areale erneut abzusuchen, denn ein versperrter Weg kann mit einer neuen Waffe freigegeben werden. Dazu gehören Zerschmettern von Eisblockaden, Zeitverlangsamung (z.B. für Falltüren), Teleport-Portale oder Wurfhaken. Diese Mechanismen sind zwar schon aus anderen Spielen bekannt, wurden aber gut übernommen und schön in den Spielfluß eingebaut. In regelmäßigen Abständen sind Boss-Gegner durch besondere Taktiken zu besiegen.
Technik (comichaft und ein wenig veraltet):
Die Grafik ist recht comiclastig und man merkt dem Spiel den Konsolenursprung deutlich an. Großartige Grafikeinstellungen oder DirectX10-Effekte sucht man hier vergeblich. Darksiders ist allerdings sehr gut (auch in deutsch, trotz UK-Version) vertont. Da das Spiel (vermutlich) zuerst für die Konsolen entwickelt wurde, läuft es auch auf einem nicht ganz so aktuellen PC ruckelfrei. Darksiders läuft unter Steam und muß bei der Installation online aktiviert werden. Ein Weiterverkauf ist daher unmöglich.
Fazit:
Darksiders hat mir großen Spaß gemacht. Verschiedene PC-Magazine geben die Netto-Spielzeit mit ca. 18h an. Ich war allerdings in knapp 10h durch. Der Wiederspielwert ist nicht übermäßig groß, da der Spieler keinerlei Entscheidungsfreiheit besitzt. Damit bleibt das Spielerlebnis recht linear. Aber die spannende Handlung und kurzweilige Action trösten darüber gut hinweg.