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OH, THE GOOD LIFE

TALKING TO TURTLES Audio CD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (19. August 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Devilduck (Indigo)
  • ASIN: B0054T8DBA
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.124 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
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Anhören  3. I Am In Numbers 4:07EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  4. Wonky Cradle 4:07EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  5. Grizzly Hugging 2:38EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  6. Men In Trees 3:38EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  7. Short Stories Long 3:35EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  8. A Car A Beer Cigarettes 3:13EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  9. Fingers Crossed 4:49EUR 0,99  Kaufen 
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Produktbeschreibungen

motor.de

Ungewohnt Lautes trifft intime Zweisamkeit: Talking To Turtles wachsen auf Oh, The Good Life" über den schlichten Lo-Fi-Kosmos hinaus und bleiben sich dennoch treu. Florian Sievers und Claudia Göhler stehen als Talking To Turtles vor allem für Zweierlei: Schmunzelnde Natürlichkeit und jenen Lo-Fi-Charme, den sie auf ihrem im Schlafzimmer aufgenommenen Debüt "Monologue" zum Markenzeichen ihrer Band erkoren. Nichts davon ist auf "Oh, The Good Life" verloren gegangen. Dennoch haben die beiden große Schritte gemacht. Die Aufnahmen des in Leipzig lebenden Duos entstanden in den wohlbekannten Avast! Studios im fernen Seattle, wo sich schon Gruppen wie The Shins oder Band Of Horses einfanden. Die Produktion der oft folkig angehauchten Stücke ist rundum gelungen: sie raubt den kleinen Momenten nichts von ihrer Direktheit und schenkt den großen dafür eine ungeheure, neue Wucht. Die Songs leben vom Wechsel genau dieser beiden Elemente. Auf spärlich instrumentierte, reduzierte Parts folgt meist ein jäher Einsatz aller anderen Instrumente, der genauso unversehens wieder endet, wodurch eine enorme Dramaturgie erreicht wird und gelegentlich Momente völliger Überwältigung enstehen. Eine ausgewählte Sammlung an Instrumenten ist auf dem Album zum Kern aus den beiden sich perfekt ergänzenden Stimmen und akustischer Gitarre hinzugetreten. Da wären dezente Synthies im poppigen "I Am Numbers", Mundharmonika-Parts im bluesigen "Wonky Cradle" oder ein verspieltes Akkordeon in "Short Stories Long". Hier findet das Album gleichermaßen seinen Lo-Fi-Höhepunkt: Die Erzählballade, in der sich das Duo echoartig singend die Sätze teilt, klingt ganz nah, als wäre sie mit Kassettenrekorder am Küchentisch aufgenommen. In vielen Songs wird außerdem experimentierfreudig auf klassisch-perkussive Elemente verzichtet und rhythmische Strukur anderweitig eingemogelt: in "Crumbs" zum Beispiel findet sich ein beatgleicher Backgroundgesang. Talking To Turtles - "Grizzly Hugging" Das rockige "Men In Trees" schließlich glänzt mit Bläsereinlagen zu angezerrten Gitarren. Der Song erzählt die Geschichte eines Katers, der einem befreundeten Herren beibringen möchte auf Bäume zu klettern, was in einer amüsant skurrilen Situation endet. Darin findet sich ein charakteristisches Beispiel für die nebst aller Melancholie oft sehr humorvollen Texte, denen gedankliche Tiefe an keiner Stelle fehlt. Auch beschäftigen sich die Stücke häufig mit dem Erwachsenwerden, so zum Beispiel die folkige Banjo-Hymne "Grizzly Hugging". Im wohl beschwingtesten Song des Albums hört man "You're a couple now, multiply somehow and raise successful kids". Schöner Weise wählen Talking To Turtles Themen, die ihnen stehen und die sie aus ihrer jungen Perspektive ganz umgreifen können. Gepaart mit dem naiven Songwriting wirken ihre Stücke so vollkommen ehrlich und in keinster Weise aufgesetzt. "Oh The Good Life" verzichtet auf große Effektpolitur und braucht sie auch einfach nicht. Stattdessen entsteht Charakter durch feine Verschrobenheiten: Kleine, sympathische Unsauberkeiten im Gesang und Harmoniefolgen jenseits der 0815-Songbooks. Als Songwriting-Duo genauso wie als Live-Quartett brauchen Talking To Turtles nicht viel mehr als sich selbst. Mit fast kindlicher Unbescholtenheit und einer großen Portion Herzlichkeit, kreieren sie hier auf ihre angenehm unaufdringliche Weise ein Album, das beide Seiten des schmalen Grats zwischen Lachen und Weinen kennt.

Produktbeschreibungen

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pop vom Krabbeltisch 30. November 2012
Format:Audio CD
Wie findet man gute unbekannte Musik jenseits von Castingshows, Charts und Formatradio. Die Antwort lautet:
Bei den CDs auf dem Krabbeltisch, die kurz davor stehen recycelt zu werden, weil niemand sie kennt.

Und so bin ich auf diese kleine Perle der Popmusik gestoßen. Die Songs von "Talking To Turtles" erinnern in
ihren Arrangements sehr an "Of Monsters and Me", kommen jedoch nicht so leichtfüßig und fluffig wie die der
isländischen Band daher. Die Stimme von Florian Sievers klingt stellenweise nach Conor Oberst.

Die CD steckt in einem Pappcover, auf einem Beiheft sind die Texte der Songs abgedruckt. Zehn Titel in knapp
30 Minuten, ein bisschen kurz, aber dafür kann man sich die Scheibe öfters anhören. Das Duo wird komplettiert
von Claudia Göhler, beide kommen aus Leipzig und haben ihr 2. Album in Seattle aufgenommen.

Also wer Of Monsters and Me und Bright Eyes mag, der könnte auch Gefallen an diesem Album finden.
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5.0 von 5 Sternen Zweites Album der charmanten Leipziger 5. Februar 2013
Von Hilke
Format:MP3-Download|Von Amazon bestätigter Kauf
Beim Rolling Stone Weekender in Weißenhäuser Strand haben wir die zwei gesehen und hatten soviel Spaß an Ihrer Musik.
Es macht Spaß zu hören, wie kreativ Musik heute dann doch noch sein kann. Danke für die gelungene Abwechslung abseits des Mainstream Geschreis.
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4.0 von 5 Sternen Indie-Lo-Fi-Pop mit wundervollen Refrains 5. Januar 2013
Von Thomas Schmitz VINE-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Wenn man Talking to Turtles zum ersten Mal hört und nur auf die Musik achtet, dann dürfte man glauben, diese Band kommt aus Omaha. Doch die Namen Florian Sievers und Claudia Göhler hören sich so gar nicht amerikanisch an. Aus Rostock und Leipzig kommt das Duo, das auf seinem zweiten Album Lo-Fi-Strophen mit hymnischen Refrains vereint.
So richtig einfach machen die beiden es dem Hörer nicht. Das Album beginnt mit ein paar Bassdrum-Schlägen und Glockenspiel, dann beginnt direkt der zweistimmige Gesang. Im Verlauf des Songs werden noch ein Banjo, eine E-Gitarre, ein Bass und sonstige Instrumente eingestreut, doch wirklich wohlige Stimmung will nicht aufkommen. Das gilt auch für "Crumb" - alles wirkt ein wenig sperrig. Das denkt man auch am Anfang von "I Am in Numbers", das zunächst ein wenig an den Minimalismus von The xx erinnert. Aber dann folgt ein erster wundervoller, beinahe erlösender Refrain.
Durchgängig "einfache" Songs können Sievers und Göhler auch: "Wonky Cradle" ist eine eingängige Folk-Pop-Nummer. "Grizzly Hugging" ist typischer Indie-Folk mit Banjo und Rumpel-Schlagzeug. "Men in Trees" hat wieder einen dieser unwiderstehlichen Refrains. Damit ist der beste Part des Albums aber auch schon wieder vorbei.
"Short Stories Long" nervt mit Wechselgesang, der Lo-Fi-Charakter des Songs hat aber durchaus Charme, es knarzen Stühle, Hintergrundrauschen ist auch zu hören. "A Car a Beer Cigarettes" lebt wieder vom Chorus, das düstere "Fingers Crossed" kann aber selbst davon nicht gerettet werden. Alles richtig machen Talking to Turtles dann beim abschließenden "REM".
Wer auf glatte Popsongs steht, der sollte seine Finger vom Album lassen. Wer aber Indie-Lo-Fi-Pop macht, der darf gerne mal ein Ohr riskieren.
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