7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nur knapp 6 Stunden Beschäftigung, 17. November 2008
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Goin' Downtown (Computerspiel)
Die Idee ist nicht schlecht, Sci-Fi-Adventures mag ich auch (z.B. The Moment of Silence), nur leider ist das Spiel viiiiiiel zu kurz - in knapp 6 Stunden war ich durch und spannend ist es auch nur am Anfang. Aus der Grundidee hätte man was wirlich Tolles und Innovatives machen können, aber so nerven einzelne Aspekte nur, wenn man z.B. den Simulator ständig neu starten muss. Die Rätsel sind auch einfach oder nervig, wenn man z.B. beim Telefonieren ständig dieselben Sätze wiederholen muss, nur um sich von einer zur nächsten Sekretärin weiterverbinden zu lassen.
Alles in allem ganz netter Ansatz, aber zu viel verschenktes Potential.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Solide Adventure-Kost für Point&Click-Freunde, 24. Mai 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Goin' Downtown (Computerspiel)
Das klassische Point&Click-Adventure hat es mir von jeher besonders angetan. Seit der Zeit der epischen Sierra-Adventures (King's Quest, Space Quest, etc.) oder auch der grandiosen Indiana-Jones-Reihe hat sich einiges getan in dem Sektor: Vom interaktiven Spielfilm-Adventure im Stile eines Gabriel Knight 3 bis zum 3D-Action-Adventure a la Tomb Raider 1 bis X haben die Spielehersteller viel mit dem Genre herum experimentiert.
Unnötigerweise eigentlich, denn die klassische Adventure-Klientel sucht solcherlei Modernisierungen gar nicht. Gerade der ruhige, fast besinnliche Charme eines klassischen Point&Click-Adventures ist es, was uns gemütliche Knobelfreaks unter den Gamern so anspricht.
Mit Goin Downtown schlägt ein Spiel wieder genau in diese Kerbe. Das Krimi-Adventure spricht vor allem Zocker an, die es lieber ruhig angehen lassen: Actioneinlagen gibt es hier schon mal gar nicht. Das ist auch gut so ... denn das reale Leben bietet einem ja schon genug Actioneinlagen. ;-)
Ein paar Worte zum Inhalt: Man übernimmt in dem Spiel die Rolle eines New Yorker Polizisten - allerdings rund 50 Jahre in der Zukunft. Es geht darum, einen mysteriösen Mordfall aufzuklären. Mit dem Mauszeiger bewaffnet klickt man sich gemächlich durch Dutzende, schön animierte 2D-Hintergründe und sucht in dem Kriminalfall nach brauchbaren Anhaltspunkten. Zehn bis 15 Stunden lang leider nur, denn heutige Adventures sind im Vergleich zu früheren Genre-Vertretern vergleichsweise kurz bemessen. Ich hatte Goin Downtown nach drei rund vierstündigen Sitzungen relativ zügig durchgespielt.
Vorbestellt habe ich mir das Spiel ursprünglich wegen der wirklich schmucken Comic-Grafik, die mir auf den ersten veröffentlichen Screenshots schon super gefallen hat, und die im fertigen Spiel wirklich genial atmosphärisch rüber kommt. Außerdem stammt die jüngste Simon-the-Sorcerer-Folge vom gleichen Entwicklungsstudio, und auch jenes Spiel hatte mich vor einem halben Jahr schon begeistert. Die Schwierigkeit der Rätsel in Goin Downtown ist mittelmäßig: Myst-Denksport-Enthusiasten wird das Ganze schon ein wenig zu einfach sein. Wer hingegen die oben erwähnten Sierra-Adventures der frühen 90er kennt und schätzt, wird sich bei Goin Downtown sofort zu Hause fühlen. Wenn man doch einmal nicht von alleine weiterkommt, springt einem übrigens die interaktive Hilfefunktion zur Seite.
Alles in allem ein Kauf, der sich für mich gelohnt hat - auch wenn ich bereue, dass ich Goin Downtown wieder einmal zu schnell verschlungen habe. Könnte ich die Zeit zurück drehen, so würde ich mir das Spiel lieber in 90-minütige Häppchen aufteilen - und noch langsamer genießen. Ach ja: mit unter 30 ¤ ist der Preis angenehm moderat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Cyberpunk-Krimi im Schnelldurchgang, 13. Juni 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Goin' Downtown (Computerspiel)
Schon die Demo zu "Goin' Downtown" hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Die Kriminalgeschichte rund um den rätselhaften Tod einer Edelprostituierten (angesiedelt im New York der Zukunft) klang recht interessant; desweiteren war die Lokalisation auch nicht schlecht, leiht ja niemand anderer als Jan Odle - der Synchronsprecher von Hollywood-Star Will Smith - dem Spielhelden seine Stimme. Mit der optischen Aufmachung musste ich mich allerdings erstmal anfreunden, und aus Tests diverser Spiele-Fachzeitschriften und Spieleportale im Internet hieß es, dass dieses in Deutschland entwickelte Adventure eine sehr leichte und sehr kurze Kopfnuss wäre. Als das Spiel frisch in den Läden stand (sind fast genau zwei Jahre her), habe ich mich - trotz meiner Leidenschaft fürs Adventure-Genre - nicht zum Kauf durchringen können, weil ich doch meine Zweifel daran hatte, dass Inhalt und Umfang im akzeptablen Verhältnis zum damaligen Vollpreis standen.
Die Kaufentscheidung wurde mir nun sehr leicht gemacht, da "Goin' Downtown" aktuell einer bekannten Computerspiele-Zeitschrift als Vollversion beilag. Für ein paar Euro erworben, fix installiert und fast genauso schnell durchgespielt. Im Nachhinein komme ich zum Schluss, dass mein langes Zögern mehr als berechtigt war. Aufklärung darüber bringen die nächsten Zeilen.
Man schlüpft in die Rolle von Jake McCorly, eines jungen Cops im New York des Jahres 2072, der eine bewusstlos liegende, junge Frau von der Straße aufliest, in seine winzige Wohnung unterbringt und notdürftig versorgt. Eine Nacht später ist die schöne Unbekannte tot -' die Arme hat sich aus seinem Fenster in die Tiefe gestürzt. Da Selbstmorde im Rotlichtmillieu nichts Ungewöhnliches sind, betrachtet die Polizei diesen Fall als erledigt. Für Jake aber steckt mehr als ein einfacher Selbstmord dahinter, und so ermittelt er auf eigene Faust...
Zu Beginn sticht einem sofort die Grafik ins Auge. Figuren, Objekte und Hintergründe erstrahlen im sogenannten Cel-Shading-Look, was in Bewegung den Eindruck eines animierten 3D-Comics erweckt. Im Adventure-Genre ist diese Grafikstil noch nicht so stark verbreitet, im Action-Segment dafür schon länger und umso mehr. Bekannteste Spielevertreter, die auf dieses Grafikgerüst setzen, sind u.a. der Ego-Shooter "XIII", das Action-Adventure "The Legend of Zelda - The Wind Waker" oder der Beat'm Up-Titel "Viewtiful Joe".
Cel Shading-Grafik wird in der Spielerszene gleichermaßen geliebt wie gehasst, von daher kann der Kauf eines Spiels wie "Goin' Downtown" allein schon davon abhängigen, ob man Anhänger oder Gegner dieser besagten Technik ist. Grelle Farben, harte Ränder / Kanten in Schwarz und sehr flüssige Bewegungen erzeugen ein an sich interessantes Bild, welcher sich von der geläufigen Standard-2D-Optik klassischer Adventures deutlich abhebt. Die Kehrseite bilden eine hölzerne Mimik, steril wirkende Ortschaften und kaum detaillierte Texturen. "Goin' Downtown" ist ohne Frage außergewöhnlich in seinem Aussehen, nur kann es durchaus sein, dass nicht unbedingt jeder Spieler etwas damit anfangen kann.
Optik allein ist aber nicht alles, Adventures leben eben auch vom guten Ton. Die Sprachausgabe ist ordentlich, die Sprecher erfüllen ihre Aufgabe gut und sind passend gewählt. Lediglich etwas mehr emotionale Hingabe hätte ich mir gewünscht. Im Großen und Ganzen jedoch stellt die Lokalisation zufrieden.
Schwieriger wird es bei der Musik. Eine Mischung aus elektronischem Gedudel und Synth-Pop, die wohl an die Musikzeit der 80er Jahre erinnern soll. Fast jede Location und so manche Situation hat seine eigene Melodie. Einiges davon gefällt, anderes klingt wieder belanglos oder nervt gar im schlimmsten Falle. Eine schwierig anzuhörende Kombination.
Deutlicher fällt das Urteil über die allgemeine Tongestaltung. Es hätten mehr Umgebungsgeräusche zu den jeweiligen Hintergründen eingesetzt werden können, denn viele Orte hören sich recht leer oder überhaupt nicht lebendig an.
Die Spielmechanik ist wieder ein anders Thema.
Die Bedienung ist einfach, komfortabel und für jeden, der Point & Click-Adventures kennt, selbsterklärend. Einzig die Tag-/Nachtwechsel-Funktion darf man als konfuses Feature bezeichnen. Wenn zu einer bestimmten Tageszeit alle Tätigkeiten ausgeschöpft sind und ein Weiterkommen nicht möglich scheint, muss der Spieler von Tag auf Nacht (oder umgekehrt) umschalten, um bestimmte Personen kontaktieren oder gewisse Orte besuchen zu können. Hier wäre es sinniger gewesen, die Zeitenwechsel automatisch über die fortlaufende Handlung laufen zu lassen. Der plötzliche Tag/Nachtwechsel auf Kopfdruck sieht so, wie er hier gezeigt wird, einfach nur blöd aus und hinterlässt ein fremdartiges Spielgefühl.
Vorm Fazit noch ein paar Worte zu Story, Rätselqualität und Spieldauer:
In "Goin' Downtown" spielen Prostitution, Drogen, Sex und Mord eine große Rolle. Diese Schwerpunkte verleihen dem Spiel eine relativ düstere Zukunftsvision, doch leider werden sie nur sehr oberflächlich berührt, so dass die Storyline nicht so konsequent und erwachsen rüberkommt wie es vielleicht von den Machern des Spiels gedacht war. Das hier gezeigte New York wirkt nicht dystopisch genug, was u.a. auch an den viel zu sterilen und hellen Locations liegt. Und zu meinem großen Bedauern entwickelt sich Jakes Fall rund um die verstorbene Bordschwalbe in eine nur mäßig spannende Kriminalgeschichte, die weder mit schönen Höhepunkten fesselt noch mit einem überzeugenden Ende abschließt.
Vom Schwierigkeitsgrad betrachtet ist "Goin' Downtown" ein idealer Titel für blutjunge Anfänger; erfahrene Genre-Fans werden aufgrund der viel zu offensichtlichen Lösungen der meisten Rätsel kaum herausgefordert. Und als ob die Rätsel nicht ohnehin schon viel zu leicht sind, kann jederzeit eine Rätsel-Hilfe genutzt werden, die gleich mehrere Lösungshinweise zu einzelnen Rätsel-Aufgaben anbietet. Hier erliegen Spieler sehr schnell der Versuchung, die Spielhilfe schon bei kleinsten Schwierigkeiten in Anspruch zu nehmen. Unabhängig von der Anwendung dieser Hilfe sei gesagt, dass das Spiel in maximal 6 Stunden schaffbar ist. Ein viel zu geringer Umfang fürs besagte Genre.
Fazit:
Mittlerweile wird einem "Goin' Downtown" schon für wenige Euro hinterher geschmissen. Eine "lohnenswerte" Mini-Investition, wenn man sich denn mit einem Durchschnitts-Adventure mit verhältnismäßig magerer Spielzeit begnügen kann. Es gibt viel Schlechteres als "Goin' Downtown", aber auch Besseres.
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