Mehrere Kalibriervorgänge bei unterschiedlichen Referenzfeuchten bestätigen die angegebenen Toleranzen im Wesentlichen (die Literaturwerte für NaCl, K2SO4, K2CO3 und NH4NO3 ließen sich im Rahmen der angegebenen Genauigkeit im Temperaturbereich zwischen +5°C und +25°C reproduzieren). Tendenziell ist gerade bei sehr hohen Feuchten (Bereich über 95% r.F.) ein negatives Offset zu erwarten, das sich aber zumeist in Grenzen hält (bei Betauung des Sensors liegt der angezeigte Wert um 98%). Zwischen mehreren Vergleichsthermometern und dem Dewpoint Pro liegt nur in seltenen Fällen eine Abweichung von mehr als 0,2°C. Daher verwende ich dieses Gerät u.a. zur Kalibrierung von automatischen Wetterstationen und anderen Feuchtemessgeräten, sofern ich kein Psychrometer nach Aßmann oder einen Taupunktspiegel zur Verfügung habe. Das Dewpoint Pro kann erstaunlich gut mit den wesentlich teureren Instrumenten im Labor (elektronisch gesteuerter Taupunktspiegel bzw. Psychrometer) mithalten.
Sofern eine Kalibrierung der Feuchte mit einer übersättigten Salzlösung durchgeführt werden soll, ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Flüssigkeit auf dem Sensor landet, da dieser anderenfalls sofort zerstört wird!
Anwendungsgebiete, die ich selbst getestet habe: Messungen unter Laborbedingungen, meteorologische Messungen mit hoher zeitlicher Auflösung (insbesondere für Grenzschichtprozesse), Kalibrierung von anderen Geräten.