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TELEPOLIS: Mix, Burn und R.I.P. Das Ende der Musikindustrie. [Taschenbuch]

Janko Röttgers
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2003
Die Musikwirtschaft wird das Internet nicht überleben. MP3s, Tauschbörsen und die jetzt einsetzenden Verkaufseinbrüche sind nur Vorboten einer sehr viel umfassenderen Krise, an derem Ende der Zusammenbruch einer gesamten Branche stehen wird. Parallel dazu entwickelt sich seit Napster eine neue Form der Musikwirtschaft, die an Stelle von Tonträgern und Charterfolgen auf das Internet und Filesharing setzt.

Wer sind die Akteure dieser neuen Musikindustrie? Welche Ziele verfolgen sie, was unterscheidet sie von den traditionellen Plattenfirmen? Warum sind die Strukturen der alten Musikwirtschaft zum Untergang verdammt? Wie werden Musiker in Zukunft ihr Einkommen bestreiten? Und was bedeutet all dies für unsere vernetzte Zukunft?


Produktinformation

  • Taschenbuch: 183 Seiten
  • Verlag: Heise Medien; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936931089
  • ISBN-13: 978-3936931082
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 16,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 875.627 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Digitale Geschichte entwickelt sich zunehmend im Sekundentakt -- eine Taktung, mit der die analoge Gegenwart nur sehr schwer zurechtkommt. Das bekannteste Beispiel ist der Kampf der Musikindustrie mit den digitalen Tauschbörsen im Internet: Janko Röttgers hat die Ursachen und den Verlauf der jungen Auseinandersetzung historisch und thematisch analysiert und stellt sie in Mix, Burn und R.I.P. Das Ende der Musikindustrie als ein symptomatisches Beispiel für einen viel weitreichenderen Paradigmenwechsel im Umgang der Gesellschaft mit Kulturgütern und Wissensressourcen dar.

Janko Röttgers’ Blick auf die Ursprünge beginnt, wo auch sonst, bei Napster. Doch Napster war schnell nicht mehr allein und Gnutella und Kazaa eiferten der Urmutter der Tauschbörsen nach. Kapitel zwei betrachtet den Niedergang der Napster-Ära und die verpassten Chancen. Damit wird auch gleich ins nächste Kapitel übergeleitet, denn eine brennende Frage ist und bleibt: Welches wirtschaftliche Potenzial liegt im Napster-Modell, wie lässt es sich verwerten und wie geht die Industrie damit um? Letztendlich mit einem Krieg gegen die Konsumenten -- so auch der Titel des vierten Kapitels, in dem es um Kopierschutz, Klagen und korrupte MP3s geht. Doch die Gegenbewegung lässt nicht auf sich warten und mitunter überraschen die einzelnen Protagonisten für eine freie P2P-Welt ebenso wie die Gesamtheit der Aktionisten.

Kapitel sechs richtet dann noch einmal den Blick nach hinten und begräbt die CD -- das Ende einer Epoche. Die folgenden Kapitel erklären dann die Arbeitsweise einer traditionellen Musikindustrie im Vergleich zu den entstehenden Netzlabeln, Onlinevertriebsplattformen und P2P-Musikern sowie möglichen Abgaben- und Finanzierungssystemen -- ungeklärte Fragen und erste Ansätze, die dann im vorletzten Kapitel in einen gesamtgesellschaftlichen und zukünftigen Zusammenhang gebracht werden. Das letzte Kapitel verleiht dann dem Club der Visionäre eine Stimme: Wichtige Persönlichkeiten von Tim O’Reilly über Smudo bis hin zu Gerd Gerhardt stellen ihre Meinung und ihr Bild der Zukunft dar: so konträr wie die aktuelle Situation. Über den Inhalt der gedruckten Seiten hinaus geht die Webseite mit weiterem Material und Diskussion zum Buch.

Mix, Burn und R.I.P. Das Ende der Musikindustrie ist mehr als nur Futter für die Diskussion um Musikindustrie und P2P, es ist eine der ersten wirklichen Diskussionsgrundlagen. Weder der rasante Aufstieg von P2P noch der ebenso rasante Fall der Musikindustrie fiel vom Himmel. Nur wer die Zusammenhänge kennt und versteht, kann mitdiskutieren, wenn es um die Zukunft geht. --Wolfgang Treß

Pressestimmen

"Der Journalist Janko Röttgers hat ein Buch mit provozierendem Titel herausgebracht, das ich einem jeden ans Herz legen möchte, der sich mit den momentanen Umwälzungen im Musikbusiness auseinandersetzen mag. Ich empfehle es allen, die an der momentanen Situation von Musik als Gut interessiert sind. Das Buch ist gelungen, gut recherchiert und dürfte jedem neue Einsichten und Diskussionsgrundlagen verschaffen." -- Tanith.org, 17.09.2003

"Eine spannende Lektüre ist "Mix, Burn & R.I.P." allemal - nicht nur für Technik-Freaks." -- SÜDKURIER NR. 238, 15.10.2003

"Röttgers zeigt, warum die CD von Anfang an ein Medium mit Verfallsdatum ist, gibt aber auch mögliche Ausblicke auf die Zukunft der Musikindustrie und neue Distributionsmodelle. Interviews mit Branchen-Insidern und Netzexperten in den USA runden das hervorragend recherchierte Buch ab." -- Online PC Zeitung, 2/2004

Das Ganze auch noch spannend geschrieben - ein Buch, das sich auch mal Major-Label-Bosse oder SPIEGEL-Journalisten zu Gemüte führen sollten. -- GROOVE Ausgabe 84

Wer zu faul ist, die Zeropaid- oder Slashdot-Archive durchzuforsten, um nachzusehen, wie es eigentlich war und entstand, der letzte Musikhype im Netz und der Anfang des digitalen Distributionsdilemmas, das uns noch für lange Zeit in Bann halten wird, der wird sich über jede Seite von "Mix, Burn & R.I.P." freuen. Und wer glaubt, der Kampf um Musik im Netz wäre eh schon entschieden, der kann, egal auf welcher Seite er steht, mit Sicherheit lernen, dass es immer anders kommen kann. -- De:Bug September 2003

[Mix, Burn & R.I.P. ist] die spannende, akribisch zusammengetragene Geschichte über den Aufstieg der Netz-Musik und den Untergang der Musikindustrie. Informatik-Studenten werden enttäuscht sein, wie einfach man manche Sachen erklären kann. Ein echtes Standardwerk. -- BR2 Zündfunk, gesendet am 15.08.2003

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freiheit contra Restriktion ... 18. Oktober 2004
Von McFly
Ich bin im Grunde nur beiläufig auf dieses Buch gestossen, und habe es mir u.a. aufgrund seines günstigen Preises gekauft. Um es kurz zu machen, jeder, der das Internet liebt, jeder, der verstanden hat, was das Internet für unser aller Freiheit bedeutet, wird auch dieses Buch gerne lesen. Es beschreibt in etwas eloquenterer Sprache, als man das selber könnte, Dinge und Zusammenhänge, die man in jahrelanger privater Internet-Nutzung selbst erfahren hat. Download, MP3, Napster und P2P sind nur einige Stichworte hierzu. Nicht unbedingt ein Muß, aber doch lesenswert!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...und weiter geht's 19. Oktober 2004
„Mix, Burn & R.I.P." Das Buch hat einen provozierenden Titel. Der Untertitel klingt wie ein Versprechen: „Das Ende der Musikindustrie." Seit Franz Zappa das Ende des Rock‚N'Roll diagnostizierte, als die Plattenindustrie sich einmischte und ein Geschäft draus machte, warte ich auf Rache. Das Buch beschreibt jedoch keinen Rachefeldzug, der steht nach wie vor aus, sondern es schildert den Wandel im Beziehungsgeflecht „Musikfan", „Künstler", „Musikindustrie" seit Erfindung des MP3 Formats und des Informationsaustausches über das Internet. Mir ist beim Lesen klar geworden, dass der Profit der Musikindustrie am physischen Produkt klebte und das man versucht dieses Geschäftsmodell ins Internet zu retten. Dabei droht der freie Informationsaustausch via Internet auf der Strecke zu bleiben. Eine spannende Geschichte, die noch nicht zu Ende ist. Die Fortsetzung findet im Internet statt.
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Der Autor Janko Rottgers schildert detailliert die Geschichten einiger Akteure der digitalen Revolution. Angefangen bei Napster über die recht erfolglosen Versuche der Major-Labels die digitale Distribution zu verhindern, bis zu ihren ersten kläglichen Versuchen, selbst den Markt mit kostenpflichtigen Angeboten zu erobern, schildert er eine Geschichte voller Hoffnungen für die Musikschaffenden selbst.

Ein lesenswertes Buch, das unter anderem auch ein kurzes Interview mit Smudo von den Fanta 4 enthält.
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6 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lampe
Der Autor glänzt mit seinen fachlichen Fähigkeiten, dem Schreiben. Der Inhalt ist leider nur ein Bericht über Menschen, die versuchten, die Musikwelt umzugestalten. Leider hat dies sehr wenig mit der Realität zu tun, sondern ist von der Blauäugigkeit und Unerfahrenheit der "No (New) Economy" beeinflusst. Besonderheit: ich habe mir das Buch kaufen wollen, weil es mich beruflich interessierte. Da der Autor es aber kostenlos zum Download anbietet, hat die Papierindustrie und Druckerpatronenlobby das Geld für ihn kassiert. Leider kann er sich das nicht dort abholen. Schade.
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