- Audio CD
- ASIN: B0007UARKG
- Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,6 x 2,6 cm
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.900.106 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktinformation
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Den Notwendigkeiten einer Serie folgend, begegnen uns Figuren aus dem ersten Band wieder; überaus geschickt knüpft Akunin an frühere Begebenheiten an, um so die notwendige Kontinuität zu schaffen.
Ansonsten ist dieser Fall aber völlig anders gelagert und - mit Verlaub - auch deutlich realistischer. Vor dem Hintergrund des osmanisch-russischen Krieges schildert Akunin das Hin-und-Her des Kriegsverlaufes, das Ränkespiel von akkreditierter Journaille und Geheim-, Doppel- und sonstigen Agenten - tatsächlich wie ein großes Schachspiel, eben ein „türkisches Gambit". Man muss, zugegeben, schon ein bisschen aufmerksam lesen, sonst verliert man leicht den Überblick und weiß nicht mehr, wann sich warum und wohin das Kriegsglück gewendet hat. Die (echten oder fiktiven?) Zeitungsausschnitte, die den einzelnen Kapiteln vorangestellt sind, bieten hierbei in gewissem Maße einen roten Faden; der Abdruck von Karten des Kriegsschauplatzes bzw. eine Darstellung des Kriegsverlaufes wäre durchaus hilfreich gewesen.
Insoweit also ein anspruchsvolles Buch - Hand auf's Herz: hätten Sie gewusst, dass es den „Vorfrieden von San Stefano" tatsächlich gegeben hat?
Doch keine Bange, das Buch ist sehr gut lesbar und spannend, auch wenn der pfiffige Leser recht bald einen Verdacht hat, wer der mysteriöse und gesuchte „Anwar Effendi" ist.
Erst im dreizehnten und letzten Kapitel löst Fandorin, der sich bis dahin eher im Hintergrund gehalten hat, kunstvoll alle Rätsel auf - bis es soweit ist, wird der Leser unweigerlich in den Bann der Ereignisse geschlagen und kann sich an den wiederum sorgfältig, liebevoll und detailreich gezeichneten Geschehnissen und Charakteren erfreuen.
Die Übersetzung besorgten diesmal übrigens Renate und Thomas Reschke; gegenüber der Übersetzung des ersten Bandes (Andreas Tretner) sind aber keinerlei Brüche festzustellen.
Fazit: Hut ab vor diesem wunderbaren Werk!
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