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Der Türke: Die Geschichte des ersten Schachautomaten und seiner abenteuerlichen Reise um die Welt
 
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Der Türke: Die Geschichte des ersten Schachautomaten und seiner abenteuerlichen Reise um die Welt (Broschiert)

von Tom Standage (Autor), Thomas Merk (Übersetzer), Thomas Wollermann (Übersetzer)
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,90 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Broschiert: 223 Seiten
  • Verlag: Bvt Berliner Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833303174
  • ISBN-13: 978-3833303173
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 494.440 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Geschichte, Schach, Magie, Computer: Wer sich für eins dieser Themen interessiert, wird das Buch mit Vergnügen lesen. Der Wissenschaftshistoriker Tom Standage schreibt so interessant, dass man ihm gern über 200 Seiten folgt.

Geschichte: Standage zeigt den (angeblich) automatischen Schachspieler als Zeitgeistprodukt. Die Epoche der Aufklärung liebte Automaten, weil die ihrem Denken entsprachen: Die Welt als eine auf dem Prinzip von Ursache und Wirkung basierende Maschine. Der Wiener Hofbeamte Wolfgang von Kempelen traf mit seiner Bastelarbeit, dem "Schach spielenden Türken", den Nerv der Zeit.

Schach: Mehr als ein halbes Jahrhundert war der "Automat" in Europa und Amerika unterwegs. Hunderte Schachbegeisterte, darunter die besten Spieler von Paris, London, Wien, Boston und New York, traten gegen ihn an, meist gewann die Maschine. Auch die Großen der Zeit waren fasziniert: Kaiserin Maria Theresia, Benjamin Franklin, Edgar Allan Poe; sogar Napoleon soll gegen den "Türken" gespielt haben.

Magie: Das Publikum durfte rätseln, wie die Sache wohl funktionierte: Reine Mechanik? Manipulation von außen durch den Vorführer? Oder saß ein Zwerg im Innern? Aber wie konnte der dann die Spielzüge des Gegners erkennen? Der Schachautomat blieb jahrzehntelang ein Geheimnis an der Grenze zur Magie.

Computer: Das Publikum sah ein Räderwerk im Innern. Aber kluge Leute wussten auch damals schon, dass die Varianten einer Schachpartie selbst die beste Mechanik überfordern würden. Im "Türken" saß ein Mensch. Trotzdem brachte der Apparatismus die Frage aufs Tapet, ob wohl rechnende Maschinen möglich seien und bald entstanden auch tatsächlich erste Rechenautomaten. Der "Türke" gehört damit in die Reihe der Ahnherren des Computers. --Michael Winteroll -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Kurzbeschreibung

Im Herbst 1769 besucht ein ungarischer Adliger eine Zaubervorstellung am Wiener Hofe. Enttäuscht von den dargebotenen Tricks, wettet er mit Kaiserin Maria Theresia, in einer eigenen Vorführung für wirkliches Staunen zu sorgen. Wenig später präsentiert er eine Sensation: eine Holzfigur, gehüllt in türkisches Tuch und imstande, jeden menschlichen Gegner im Schach zu schlagen."Der Türke", wie der uhrwerkbetriebene Automat genannt wurde, sollte in den nächsten Jahren Europa und Amerika erobern. Er besiegte im Schachspiel illustre Persönlichkeiten der Weltgeschichte wie Benjamin Franklin, Napoleon und Katharina die Große. Wo er auftauchte, versuchte man sein Geheimnis zu lüften, unter anderem Edgar Allan Poe und Charles Babbage: War es ein mechanisches Wunderwerk oder doch fauler Zauber? Künstliche Intelligenz oder nur eine Illusion? Spannend wie ein Krimi rekonstruiert Tom Standage die Abenteuer des Türken. Der Schachautomat beeinflusste die Entwicklung wegweisender Vorläufer des Computers. Heute, mitten im Digitalen Zeitalter, wissen wir, wie weit der Türke seiner Zeit voraus war. Sein Mythos ist ein schillernder Teil der Technologiegeschichte.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der Traum von der denkenden Maschine, 11. Mai 2006
Von Reinhard Koehrer "raykoehrer" (Kissing, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Wien, im Frühjahr 1770: Vor den Augen des Hofstaats, darunter Kaiserin Maria Theresia, präsentiert Wolfgang von Kempelen, ein Multitalent ungarischer Herkunft, der erstaunten Öffentlichkeit eine geheimnisvolle Apparatur, die Schach gegen menschliche Gegner spielt - und das auf verblüffend hohem Niveau. Kempelen hatte Philosophie und Rechtswissenschaft studiert, machte später Karriere als Hofrat und mühte sich unter anderem mit einem "Synthesizer" zur Erzeugung von Wörtern und ganzen Sätzen ab. Berühmtheit erlangte er jedoch mit seinem schachspielenden "Türken" - ein schreibtischähnlicher Kasten mit einem Schachbrett obenauf. Dahinter thronte eine in osmanische Tracht gehüllte menschengroße Puppe, die in der
rechten Hand eine Pfeife hielt und mit der anderen scheinbar völlig selbstständig die Figuren führte. Wurden die Türen des Kastens geöffnet, kam eine laut schnurrende Apparatur zum Vorschein, die mit ihren Zahnrädern und Walzen an ein kompliziertes Uhrwerk erinnerte.

Kempelens Erfindung wurde europaweit zum Gesprächsstoff. Skeptiker, die einen Trick hinter der Sache vermuteten, waren dünn gesät. Aus heutiger Sicht mag diese Naivität verwundern. Doch das 18. Jahrhundert war reich an Apparaturen aller Art - vom mechanischen Trompeter bis hin zur künstlichen Ente, die ihr Futter sogar stilecht verdaute. Unter diesem Aspekt bedeutete eine Schachmaschine nur den logischen Endpunkt einer langen Entwicklung. Dass das königliche Spiel planerische Gestaltung verlangte und daher einen simplen Mechanismus restlos überfordern musste, kam damals nur wenigen in
den Sinn. Aber selbst diejenigen, die die Wahrheit ahnten, verhedderten sich im Gestrüpp ihrer Theorien und lieferten nur ungenaue Erklärungen.

Der britische Wissenschaftsjournalist Tom Standage zeichnet den Weg des "Türken" (und die Schicksale seiner verschiedenen Besitzer) über einen Zeitraum von 85 Jahren nach, reiht die verschiedenen Erklärungsversuche auf, die mit der Existenz des obskuren Kastens verknüpft waren, und schildert so ganz nebenbei ein Stück europäische Kulturgeschichte. Da der Autor unter anderem auch Computertheorie studiert hat und somit
gewissermaßen "vom Fach" ist, handelt ein Teil des Buches von den heutigen Nachfolgern des "Türken" (wie zum Beispiel die Partien Kasparovs gegen diverse Großrechner.)

Standage schreibt flüssig und spannend, ohne dabei allzu sehr in die Tiefe zu gehen. So kommt dieser historische Exkurs lediglich auf rund 220 Seiten. Gleichwohl ist alles
Wichtige und Erwähnenswerte darin enthalten, so auch die anekdotenhaft ausgeschmückte Begegnung Napoleons mit der vermeintlichen Schachmaschine. Die Erfindung Wolfgang von Kempelens birgt heute keine Geheimnisse mehr. Inzwischen ist der Apparat (der 1854 bei einem Brand zerstört wurde) sogar detailgetreu nachgebaut worden. Die Funktionsweise des "Türken" wird im Buch mit einer Bildsequenz verdeutlicht - leider lassen diese Rekonstruktionen an Genauigkeit etwas zu wünschen übrig.

Das Buch liest sich locker in einem Rutsch durch, und manchmal spürt man bei gewissen Histörchen das ironische Augenzwinkern des Autors. Ein "Automation-Freak" ist Standage gewiss nicht - er schildert lediglich das ebenso merkwürdige wie vergebliche Bestreben des Menschen, mit eigenen Schöpfungen die Natur nachzuahmen oder gar zu übertrumpfen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ergänzend, 24. März 2006
Von """""""""... - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Haben sie den "Schachautomaten"von Löhr gelesen empfielt sich dieses Buch als Ergänzung. Allerdings enthält es keine konstruktiven Zeichnungen des Automaten sondern ist vielmehr ein philosophischer Allmanach in dem uns der Autor glauben machen will das die Welt nur auf die Automatisierung gewartet hat.
In Geschichtsform werden nochmals die Auftrittsorte des Schachautomaten und die Spiele der damaligen Prominenten herausgestellt.
Egal was sie glauben, mehr sollten sie von vorliegendem Buch nicht erwarten den mehr steht einfach nicht drin.
Als Ergänzung ganz interessant.
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4.0 von 5 Sternen Fesselnde Zeitreise, 2. Juni 2007
Tom Standage nimmt den Leser mit auf eine fesselnde Zeitreise. Im Mittelpunkt steht dabei der legendäre Schachautomat, der im Jahre 1769 entwickelt wurde und sowohl unter Schachspielern als auch unter Technikern für Furore sorgte. Man gewinnt dabei einen aufschlussreichen Einblick in eine Zeit des technischen Aufbruchs und Fortschritts. Ein flüssig geschriebenes und in jeder Beziehung aufschlussreiches Buch, das nicht nur Freunden des königlichen Spiels zu empfehlen ist.

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