Stellen Sie sich vor: Sie haben sich vor sechs Jahren dazu entschieden, sich scheiden zu lassen, und teilen Ihre Absicht dem Partner mit. Tags darauf sind die Konten geplündert und Ihr Partner verschwunden. Und mit ihm Ihre 3-jährige Tochter. Sechs Jahre leben Sie in Ungewissheit, bis Sie eines Nachts die Polizei weckt und zu einem Haus bringt. In dem Haus liegen drei tote Männer, die buchstäblich zerquetscht worden sind, unter ihnen Ihr Ex-Partner. In der umgebauten Garage steht ein Deprivationstank, neben ihm eine Art elektrischer Stuhl. Nur Ihre Tochter, sie ist nicht im Haus. Stattdessen wird sie nackt und mit Anzeichen von Autismus aufgegriffen. Unvorstellbar? Für Laura McCaffrey ist dies erst der Anfang.
Kaum hat sie ihre Tochter Melanie nach Hause gebracht, geschehen unheimliche Dinge. Das Radio spielt verrückt, es wechselt die Sender und lässt in ohrenbetäubender Lautstärke nur Fragmente des Programms tönen. Satzfetzen erklingen, die vor einem „Es" warnen, das kommen wird, ehe das Radio explodiert. Dieses Etwas hegt keine guten Absichten. Damit nicht genug, mittlerweile ist das FBI am Fall interessiert. Unterdessen mordet das Etwas mit unvorstellbarer Brutalität und es droht, näher an Melanie und ihre Mutter zu kommen. „Es" wird sie erreichen, die Frage ist nur, wann ...
Was wie ein bizarrer Krimi beginnt, wird schnell, sehr schnell eine unheimliche Geschichte. Tote, deren Knochen regelrecht zermalmt wurden von einer unglaublich kräftigen Macht, ein Haus, in dem okkulte Experimente stattfinden, und schließlich ein 9-jähriges Mädchen, das immer wieder von einer „Tür zum Dezember" stammelt - das sind nur einige Ingredienzien, aus denen Dean Koontz seine Geschichte spinnt. Sein Roman „Tür ins Dunkel" ist eine emotionale Unberechenbarkeit, in der Momente der Freude ohne Vorwarnung in solche umschlagen, in denen die blanke Angst regiert. Man tut gut daran, es sich behaglich zu machen während des Lesens und vor allem - bei warmen Temperaturen. Denn wenn es plötzlich kalt wird, ist das „Es" da. Und es kennt keine Gnade.