Drei, zwei, eins - Geist! Die Story von "Tötet Katie Malone" lässt sich am ehesten als Mischung aus ein bisschen "Wishmaster" und einem der zahlreichen Genrevertreter von Rache-Geister-Stories beschreiben. In diesem Debüt von Carlos Ramos Jr. treibt der Geist einer jungen Frau, die vor langer Zeit auf furchtbare Art und Weise ums Leben kam, sein Unwesen und räumt nach und nach alle aus dem Weg, die der verschworenen Dreier-Clique von Jim, Ginger und Dixie etwas Böses wollen.
Der Ansatz des Films - ein bei einer Auktion ersteigerter Geist - ist an und für sich nicht schlecht (wenn auch schon mal in wesentlich gelungener Form dagewesen, zum Beispiel im Roman "Blind" von Stephen-King-Spross Joe Hill), insgesamt kommt der Streifen aber nicht über sehr durchschnittlichen College-Grusel hinaus. Die Zutaten: hübsche junge Menschen, rätselhafte Vorkommnisse und brutale Todesfälle. Gerade in Bezug auf letztere ist nicht wirklich klar, warum der Film nur eine Ab-18-Freigabe erhalten hat, weil es insgesamt doch wenig Blut und Gewalt gezeigt wird, von echtem Horror ganz zu schweigen. Wird es ernst, wird irgendwann ausgeblendet, dabei hätten dem Film ein paar echte Schockmomente gut getan. So dümpelt "Tötet Katie Malone" mehr oder weniger beliebig vor sich hin. Der Film ist zwar nicht grottenschlecht, aber auch nie überraschend, unvorhersehbar oder wirklich unheimlich.
Die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind durchweg okay: keine Meisterleistungen, aber sie fallen auch nicht unangenehm auf.
Das Bild ist scharf, Rauschen gibt es fast gar nicht - die technische Seite überzeugt also durchaus. Die "Extras" hingegen sind kaum als solche zu bezeichnen, es gibt lediglich eine Trailershow und den Originaltrailer zum Film.
Fazit: "Tötet Katie Malone" ist ein sehr durchschnittlicher Gruselstreifen, der aus der Masse ähnlicher Filme nicht heraussticht. Um mit seinem Debütfilm aufzufallen, hätte Carlos Ramos Jr. wesentlich mehr wagen müssen - mehr Originalität oder zumindest mehr expliziten Horror. Kann man sich anschauen, muss man aber nicht wirklich!