denn mir hat die Umsetzung der Hauptgeschichte mit Wurzeln im 2. Weltkrieg und der Nazizeit überhaupt nicht gefallen.
Drumherum wird ein guter Krimi erzählt. Es geschieht ein Mord und das Team der Mordkommission ermittelt. Man erfährt einiges über die Ermittler und es werden Verhöre geführt etc.
Dazwischen erzählt dann aber immer wieder ganz unvermittelt eine Ich- Erzählerin ihr Schicksal in der Nazizeit und danach. Auch diese Geschichte ist an sich gut, aber mir wurde es damit zu verworren.
Die Erzählstränge werden auch erst ziemlich am Ende des Buches zusammengeführt und man versteht dann, wie es zu dem Mord gekommen ist. Dafür werden dann damit aber die übrigen Ermittlungen und die Geschichte über den Vater des Sohnes des Mordopfers überflüssig.
Die Mischung zwischen Krimi und Privatleben der Kommissarin ist angemessen, aber so richtig sympathisch ist die Hauptfigur mir nicht geworden. Ihre Lebensgefährtin kommt zu ihr nach Berlin, um ein Jahr dort bei ihr zu wohnen und zu arbeiten und die Kommissarin macht daraus ein Riesenproblem, wo es gar keines gibt. Auch da habe ich nicht "mitleben" können, sondern die Figuren blieben mir fremd.
Für mich leider nicht der große Wurf, trotz der guten Version für den Kindle.
Insoweit geht ein Riesenlob an den Verlag dafür, dass er seine Bücher auch als e-book veröffentlicht. Mit dem Kindle liest es sich bequemer, man hat immer alle seine Bücher dabei und die Papierberge zu Hause wachsen nicht mehr.