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am 27. Juli 2012
Der Amerikaner Jon Osborne hat sich für sein Erstlingswerk eine recht perfide Geschichte ausgedacht, das muss man ihm lassen. Und bis auf ein paar unlogische Kleinigkeiten und Übersetzungsfehler ist '"Töte mich"' ein ziemlich spannender Thriller geworden, den man mir nichts, dir nichts ausgelesen hat.

Nathan Stiedowe ist ein sogenannter Copy Killer. Er nimmt sich die Morde berühmter Serienkiller zum Vorbild und wiederholt diese bis ins kleinste Detail'bis auf eine Ausnahme: er vermeidet die Fehler, die die Killer gemacht haben und die zu ihrer Verhaftung geführt haben. Denn Nathan ist auf einer Mission. Er will die FBI-Agentin Dana Withestone herausfordern, sich an seine blutigen Fersen zu heften. Seine schrecklichen Taten sollen Dana zu ihm führen, damit er grausame Rache an ihr nehmen kann für das, was sie ihm angeblich angetan hat. Dana ist eine hervorragende Agentin, die innerhalb des FBI eine rasante Karriere hingelegt hat. Diese kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Dana bis heute in ihrem persönlichen Albtraum gefangen ist. Vor 34 Jahren wurden ihre Eltern grausam ermordet, der Killer wurde nie gefasst. Und ähnlich scheint es ihr auch mit ihrem aktuellen Fall zu gehen. Stiedowe ist zu clever und verübt seine Verbrechen so perfekt, dass er einfach nicht zu fassen ist. Er beginnt seinen blutigen Feldzug mit einer Nachahmungstat von Richard Ramírez, dem so genannten '"Night Stalker"' und wendet sich dann den Taten von Dennis Rader, dem '"BTK-Killer"' zu. Anschließend stellt er die grausame Morde an Schwesternschülerinnen von Richard Speck nach, um danach zum "'Son of Sam"' David Berkowitz zu werden, bevor er seine blutige Tötungsserie mit den Morden von John Wayne Gacy beendet, der in nur sechs Jahren mindestens 33 junge Männer gefoltert, getötet und unter seinem Haus vergraben hat. Durch in den Opfern hinterlassene Plastikbuchstaben, die Danas Namen ergeben, führt Nathan Dana immer näher an sich heran, um seine Serienmörder-Karriere mit ihr blutig zu beenden. Wird Dana sich vor diesem hochintelligenten Irren schützen können oder wird sie, grausam verstümmelt und bestialisch ermordet, zu einem weiteren von Nathans Opfern? Oder ist sie es gar schon längst...'?

Für mich war dieses Buch vor allem deshalb interessant, weil ich mich durch die Lektüre zahlreicher Profiling- und Serienmörderbücher ganz gut mit dem Thema auskenne. Ich kenne nahezu alle berühmt-berüchtigten Killer der letzten 50 Jahre und habe mich mit ihren Biographien beschäftigt. Darüber hinaus habe ich viele Bücher von Profilern gelesen, die einen genauen Einblick in die Ermittlungsarbeit von Kriminalbeamten liefern und dazu detailliert beschreiben, wie Täterprofile von Serienmördern erstellt werden. Und ich muss sagen, Jon Osborne hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Fakten stimmen ebenso wie die Details und die gängige Vorgehensweise der ermittelnden Behörden. Umso mehr verwundert es, dass Osborne bei den Taten von Dennis Rader nicht einmal erwähnt, dass es sich hierbei um den berüchtigten '"BTK-Killer"' (Bind, Torture, Kill - die übliche Vorgehensweise Raders beim Töten seiner Opfer - fesseln, foltern, töten) handelt, so dass selbst ich erst überlegen musste wer Rader ist. Wenn ein Killer einen Spitznamen erhalten hat, unter dem er dann bekannt geworden ist, sollte man ihn ruhig nennen, bei den anderen Mördern tut Osborne dies ja auch.

Die Geschichte ist interessant und spannend geschrieben, auch wenn Osborne einige Klischees nicht zu umschiffen vermag. So ist die FBI-Agenten selbstredend durch ein Ereignis in ihrer Vergangenheit schwer traumatisiert und natürlich hat der Killer noch eine Rechnung mit der Agentin zu begleichen, das kommt ja wirklich alle naslang in solchen Büchern vor. Allerdings gelingt es Osborne, seine Protagonistin nicht wie das typische knallharte Mannsweib darzustellen, als das toughe Beamtinnen in solchen Büchern gerne dargestellt werden. Dana prollt nicht ständig pseudocool in der Gegend rum und muss anderen auch nicht ständig beweisen, wie gut sie ist, das hebt sich angenehm von vielen Büchern mit ähnlicher Thematik ab.

Auch Osbornes Kniff, den Leser ab der Hälfte des Buches ungeschickt auf eine falsche Fährte zu locken, greift. Tut man dies anfangs noch als plump ab und ist fast enttäuscht, dass man den Täter schon enttarnt zu haben glaubt, muss man im letzten Drittel feststellen, dass nicht alles so ist, wie Osborne es uns Glauben machen will. Wobei Osborne teilweise den so sorgfältig ausgeführten Taten seines Protagonisten nicht die gebührende und vor allem logische Aufmerksamkeit zukommen lässt. Da es Nathan darum geht, die Taten perfekt zu kopieren, muss er sie eigentlich auch dort verüben, wo die Täter damals zugeschlagen haben. Dies jedoch lässt er bereits bei seinem ersten Copy Kill außer acht. Ramírez'' Mord begeht Nathan in Cleveland, obwohl Ramírez' damals in Kalifornien für Angst und Schrecken sorgte. Dann allerdings reist er für die Morde des "'BTK-Killers"' extra nach Wichita und auch Richard Speck, der in Chicago umging, wird geographisch korrekt kopiert. Für die Taten von Berkowitz (New York) und Gacy (wieder Chicago) allerdings reist Nathan wieder zurück nach Cleveland. Macht nicht so richtig Sinn, vor allem, da Osborne Nathan als perfektionistischen Intellektuellen mit durchaus im Zaum zu haltendem Blutdurst schildert.

Darüber hinaus haben sich in die deutsche Übersetzung einige unnötige Fehler eingeschlichen. Des Öfteren werden Redewendungen falsch übersetzt ("'Ihr waren die Hände gefesselt"', wo es "'gebunden"' heißen müsste) und einmal schlicht das komplett falsche Fremdwort verwendet ('"Sie kompromittieren den Tatort"', was natürlich völliger Blödsinn ist, vor allem, weil einen Absatz weiter das richtige Fremdwort, nämlich '"kontaminieren"' verwendet wird). Auch glaube ich nicht, dass in Amerika Apfelschorle fertig in Flaschen angeboten wird; so weit ich weiß, geht der amerikanische Horizont nicht über Cola und Fanta hinaus. Solche Fehler sind ein bisschen ärgerlich, weil einem guten Verlag so etwas eigentlich nicht passieren sollte.

Abgesehen von solch kleinen logischen und fehlübersetzten Patzern ist '"Töte mich"' aber ein sehr spannendes, gut lesbares Buch geworden. Fängt man erstmal an, kann man das Buch kaum aus der Hand legen, selbst wenn die kleinen, tempobremsenden Ausflüge in Nathans und Danas Kindheit nicht unbedingt nötig gewesen wären. Die explizite Gewaltdarstellung und Nathans kranke Phantasien sind allerdings nichts für zartbesaitete Seelen. Osbornes Stil bewegt sich rhetorisch auf durchschnittlichem Niveau, so dass der Lesefluss nicht durch Endlossätze konterkariert wird oder so fremdwörterüberhäuft ist, dass man jedes dritte Wort nachschlagen muss. Hier stimmt im Großen und Ganzen alles, so dass Thrillerbegeisterte hier beruhigt zugreifen können. Alles in allem also gerne vier von fünf Copy Killern, die einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren lassen.
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Hörbuch-Bewertung: TÖTE MICH von Jon Osborne, gelesen von Nicole Engeln
Audio-CDs im aufklappbaren Pappcase (zum Einstecken) Bearbeitete Fassung 427 Minuten Laufzeit 82 Tracks erschienen bei LÜBBE AUDIO

Als Klappentext wird die Bestseller Autorin Karin Slaughter mit den Worten:
"Erschreckend, spannend, absolut originell!",
zitiert.

Obgleich ich den ersten beiden Attributen zustimmen möchte, muss ich der Beschreibung "absolut originell" unbedingt widersprechen. Wer die blutig-perfiden Serienkiller-Thriller von Cody McFadyen kennt, wird hier einen Haufen Parallelen (insbesondere zur FBI Agentin Smoky Barett) erkennen.
In TÖTE MICH haben wir auf der einen Seite eine junge tatkräftige FBI-Agentin am Werk, die ihre Familie im zarten Alter von vier Jahren auf dramatische Weise verloren hat; ihr Vater und ihre Mutter wurden ermordet. Auf der anderen Seite haben wir einen (vermutlich hochgradig) irren Serienkiller, der von eben jener Agentin gejagt wird.
Es finden eine Menge grausame Morde statt. Diese Morde sind exakte Kopien der Taten von bekannten Serienkillern. Das geschieht freilich alles aus Berechnung. Nur, was der Hintergrund für diese grausamen Morde ist, die von einem Mann der sich Nathan Stiedowe nennt begonnen werden, bleibt lange unergründlich. Er hinterlässt jedenfalls hoch-interessante fitzelkleine Nachrichten für das FBI. Genauer gesagt für Dana Whitestone.

Neben der Ermittlungsarbeit von Dana Whitestone begleitet man auch Nathan Stiedowe bei seinen Taten und nach und nach gibt es Rückblenden auf die Vergangenheit dieser beiden Protagonisten. Die Spannung bleibt bei TÖTE MICH trotzdem recht lange erhalten und einen eher fadenscheinig konstruierten Haken hat der Autor auch noch eingebaut. Blut fließt quasi in rauen Mengen. Und auch wenn man das Motiv des Killers irgendwann erahnt und dann auch noch erfährt, darf man sich trotzdem die Frage stellen: Hat der Thriller in irgendeiner Art einen Realitätsbezug? Ich meine: Nein. Im besten Fall dient TÖTE MICH ja noch als astreine Hollywood-Drehbuch-Vorlage.

In der Zusammenfassung herunter gerattert, wie ich es eben getan habe, kommt man schnell zum Schluss: Neu ist das ja alles nicht. - Soweit, so klar. Trotzdem ein sauspannendes Serienkiller-Szenario welches über die gesamte Länge große Spannung bietet.

In der Hörbuch (Lesung) Version von Nicole Engeln vorgelesen gibt es daran gar nichts zu mäkeln. Die Sprecherin kommt (sorry für den Vergleich Frau Engeln) meiner Lieblings-Sprecherin Franziska Pigulla verdammt nahe. So wie der Autor, Jon Osborne, dem im Serienkiller-Thriller-Genre allseits bekannten Cody McFadyen unheimlich nahe kommt.

Copykill in mehrfacher Hinsicht. In jedem Fall: Astreines Thrillerhörbuchfresser-Futter!
33 Kommentare|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Mai 2016
Jon Osborne lässt in seinem Thriller „Töte mich“ die grausamsten Serienkiller aller Zeiten wieder auferstehen. Mit nur einem Unterschied: die „Copy Cat“ begeht nicht die gleichen Fehler wie der ursprüngliche Täter und erscheint somit als ungreifbares Phantom. Die FBI-Agentin Dana Whitestone tritt in diesem Buch zu einem nervenaufreibenden Duell gegen den Killer, der keine Spuren hinterlässt, an.

Ich persönlich stehe mit diesem Thriller leider etwas im Zwiespalt – nicht nur, weil ich es für einen relativ plumpen Versuch halte den Stil von Cody McFadyen zu kopieren. In vielerlei Hinsicht erinnert mich dieser Thriller an die Geschichten rund um Smoky Barret. Auch in „Töte mich“ hat die Protagonistin eine schwierige Vergangenheit (so wie auch diverse andere Protagonisten der Geschichte). Abgesehen davon gleicht die Geschichte streckenweise einem sinnentleerten Gemetzel ohne dabei jedoch die Spannung und Tiefe von Cody McFadyen zu erreichen.

Leider strotzt das Buch vor logischen Fehlern und so richtig warm werden konnte ich weder mit den Figuren noch mit der Geschichte. So wird bei einer Serie von Kindermorden beispielsweise erst nach dem Fund der fünften Leiche eine Obduktion der anderen vier Kinder angeordnet…ähm, hä? Insgesamt fand ich persönlich die Kindermord-Serie in diesem Buch auch irgendwie etwas überflüssig und nichtssagend.
Außerdem geht es in „Töte mich“ ja darum, dass der Killer die Taten eines anderen Serienkillers detailgetreu kopiert. Der einzige Unterschied liegt darin, dass er die Fehler seiner „Vorbilder“ nicht wiederholt. Ich frage mich dann aber, warum er einige der Taten am Schauplatz des „originalen Mordes“ begeht und andere hingegen woanders. Dieses Verhalten passt nicht zu dem psychopathischen und detailverliebten „Irren“, der uns in diesem Buch als Täter vorgestellt wird.

Die Handlung kam für mich relativ platt daher. Zwar konnte mich das Buch durchaus unterhalten und es war keine Qual mich durch die Geschichte zu arbeiten, allerdings war der Ausgang der Geschichte für mich recht früh absehbar. Hier möchte ich nicht zu sehr in die Tiefe gehen, um euch die Geschichte nicht vorweg zu nehmen. Insgesamt war für mich aber schnell klar auf welche falsche Fährte uns der Autor führt und in meinen Augen ist ein Thriller erst dann richtig gut, wenn man das tatsächliche Ende während der Lektüre nicht einmal in Betracht gezogen hat. Insgesamt ist das Ende des Thrillers für mich viel zu lahm. Für meinen Geschmack ging das Ende viel zu schnell über die Bühne und kam eher als zügige Abhandlung ohne Tiefgang daher. So richtig begeistert hat mich das nicht.

Die Charaktere – insbesondere unsere Protagonistin und unser Antagonist – sind klischeehaft und stereotyp. Beide haben ein schweres Schicksal, das teilweise ein wenig an den Haaren herbei gezogen erscheint. Es wirkt so als ob der Autor sich eben irgendeine dramatische Geschichte ausgedacht hat um das Verhalten seiner Figuren zu rechtfertigen. So richtige Sympathie oder gar Empathie wollte bei mir persönlich nicht aufkommen.

Alles in allem kann ich diesem Buch leider nicht mehr als zwei Sterne geben – so richtig empfehlenswert finde ich es nicht. Es gibt definitiv lesenswertere Thriller. Wer auf blutrünstige Autoren steht, ist in meinen Augen mit Cody McFadyen doch besser beraten.
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am 22. September 2011
"Töte mich" ist das Debüt des amerikanischen Journalisten Jon Osborne, dem es mit einem gut durchdachten und gekonnt umgesetzten Plot gelungen ist, einen dramatischen Thriller zu inszenieren. Zartbesaiteten Gemütern allerdings sei an dieser Stelle eine eindringliche Warnung ausgesprochen. Denn wie viele seiner Kollegen aus diesem Genre scheut sich auch Jon Osborne nicht, grausame Tatort-Details schonungslos zu offenbaren. Schon allein deshalb ist die gelungene Mordserie eines ehrgeizigen Killers nur den Hörern zu empfehlen, die auch nach einer überaus blutigen Lektüre alptraumfrei schlafen können.

Die Handlung des Thrillers wird aus zwei Perspektiven heraus erzählt. So kann der Hörer zum einen den Killer selbst verfolgen, der bereits als Kind ein Sonderling war und seinen Morden eine akribische Planung voranstellt. Zum anderen begleitet er eine junge und ehrgeizige FBI-Agentin bei ihren Bemühungen, einen besonders grausamen Serienmörder zu stoppen. Zwei Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, deren Motivation und Gefühle aber derart nachvollziehbar geschildert werden, dass der Hörer sie förmlich vor sich sieht.

Aber nicht nur die Charakterisierung der Hauptprotagonisten ist dem Autor Jon Osborne gut gelungen, auch die Abfolge der Handlungen präsentiert sich als wendungsreich und interessant und trägt mit ihrer greifbaren Schilderung dazu bei, dass der Thriller unweigerlich fesselt. Mit viel Gefühl und gekonnt gesetzten Nuancen von Nicole Engeln gelesen, ist "Töte mich" ein Hörbuch, das von der ersten bis zur letzten Minute Hochspannung verspricht.

Fazit:
Eine klare Empfehlung für alle Thriller-Fans!
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Ein psychopathischer Serienkiller und eine hochbegabte, ehrgeizige und vom Leben schwer gebeutelte FBI-Agentin: eine dankbare, aber auch überstrapazierte Kombination, die so oder so ähnlich in zig Thrillern auftaucht und wenige Überraschungen bietet, denn am Ende siegen in den allermeisten Fällen die Guten, die, bis es soweit ist, viele schlimme Verluste hinnehmen müssen. Auch Autor Jon Osborne greift zu den altbekannten Stilmitteln, nach denen Fans von Serienmörder-Thrillern lechzen ' unfassbar grausame Verbrechen, eine eigenwillige Frau auf der Spur des Killers und dazu noch der äußerst reale Nervenkitzel, den der Copykill-Aspekt mit sich bringt, denn die Killer, die Nathaniel Stiedowe kopiert, sind allesamt reale Täter, die in den USA und darüber hinaus zu schauriger Berühmtheit gelangten.

Der Autor lässt den Leser von Beginn an darüber im Klaren, wer der Killer ist. Zwar legt Osborne im weiteren Verlauf ein paar falsche Spuren, aber so offensichtlich, dass man sie sofort durchschaut. Der Roman lebt also nicht von seinen ausgeklügelten Wendungen oder einer fieberhaften Suche nach der Identität des Täters, sondern eher vom nächsten Mord, von der nächsten Tat und der Frage, ob sie noch grausamer sein wird als die vorherige. Vor allem gegen Ende reiht Osborne Leiche an Leiche (an Leiche), und dies mit einer leidenschaftslosen Art, die wenig mitreißt oder gar Mitleid erregt. Da Nathan "nur" berühmte Serienkiller kopiert, gibt es auch kaum originelle Szenen, denn die Taten sind ja bereits minutiös dokumentiert und nicht vom Autor selbst erdacht (was kein Problem wäre, gäbe es die Copykill-Idee mit dahinterstehenden Rachegedanken nicht bereits).
Auch die toughe Agentin Dana Whitestone ist klischeehaft geraten - Vergleiche mit Cody Mcfadyens tragischer Heldin Smoky Barrett drängen sich unweigerlich auf, aber im Gegensatz zu Smoky ist Dana vorhersehbar und man bemitleidet sie nicht wirklich trotz ihrer traumatischen Kindheit, ihres einsamen Lebens und ihres Alkoholproblems. Jon Osborne hätte hier deutlich mehr Energie aufwenden müssen, um sowohl Nathaniel als auch Dana mit echtem Leben zu füllen, nicht nur mit den gängigen Charakterzügen, die man als Leser fast schon erwartet.

Trotz dieser Schwächen ist "Töte mich" insgesamt ein spannender und unterhaltsamer Pageturner, den man in wenigen Stunden durchgelesen hat - vorausgesetzt, man steht auf Serienkiller, grausame Taten und schnelle, blutige Unterhaltung ohne allzu viel Tiefgang. Insofern ist "Töte mich" kein schlechtes Buch, aber eben auch nicht der große, originelle Wurf, den die Autoren-Stimmen auf der Coverrückseite verheißen - dafür ist das Buch, so wie es die Taten seiner bösen Hauptfigur Nathan sind, zu sehr eine Kopie. Spannung und Gänsehaut sind aber trotzdem garantiert!
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am 31. Oktober 2015
INHALT
Sei bereit. Sei schnell. Sei gnadenlos.
Nathan Stiedowe hat einen Plan: Er will der perfekte Killer sein. Seine Vorbilder sind „Meister“ ihres Fachs, kaltblütige Monster wie Charles Manson. Nathan ahmt ihre Taten nach und begeht die grausamsten Morde der Geschichte ein zweites Mal, jedoch ohne die Fehler zu machen, derentwegen seine Idole geschnappt wurden. Sein Meisterwerk soll eine Frau werden, die ihm vor vielen Jahren entkommen ist. Sie ist ein schwieriges Ziel, denn ihr Job ist es, Serienkiller zur Strecke zu bringen …
[ Quelle: Bastei Lübbe ]

MEINE MEINUNG
Bei diesem Buch hat mal wieder mein Coverkauf-Gen zugeschlagen. Diese klassisch schlichten Thriller-Cover üben auf mich eine wahnsinnige Anziehung aus. Ich musste es einfach haben. Doch leider war es auch hier wieder mal so, dass man einfach beachten sollte: auf den Inhalt kommt es an.
Nathan hat sich ein Ziel gesetzt. Er will der beste Serienkiller aller Zeiten werden und dafür hat er sich einen perfiden Plan ausgedacht. Es reizt ihn nicht, planlos irgendwelche Menschen umzubringen. Nein, er will die Fehler, die frühere Serienkiller mit bekannten Namen gemacht haben, ausbessern und dadurch deren Taten perfektionieren. Doch das ist noch nicht der ganze Plan. Hinter der ganze Sache steckt noch ein ganz anderes Ziel. Ein Ziel, das seine Ursprünge bereits vor 30 Jahren hatte.

Gejagt wird er von Dana Whitestone, einer Überfliegerin beim FBI, die schon mehrere namhafte Killer zur Strecke gebracht hat. Sie selbst wurde einst Opfer eines genau solchen Menschen, denn ihre Eltern wurden von einem Serienmörder getötet, als sie vier Jahre alt war. Schnell stellt sich raus, dass ihre Vergangenheit sie wieder einholt.

Eigentlich klassischer Thriller-Stoff: ein perfider Killer, eine FBI-Agentin, die hinter ihm her ist und natürlich eine Verbindung zwischen beiden. Nichts unglaublich Neues, aber auch das Bewährte kann immer wieder gut sein. Zumal diese Geschichte noch durch den Umstand geschmückt wird, dass der Mörder die Taten seiner berühmten Vorgänger kopiert und deren Fehler ausmerzt. Insgesamt hat sich Nathan fünf Killer rausgesucht, von denen mir vier auch bekannt waren. Diese Vermischung von Fiktion und Realität fand ich total spannend und ich konnte kaum abwarten, zu sehen, wie Jon Osborne das umgesetzt hat.

Und das ist ihm meiner Meinung nach noch recht gut gelungen. Auch für Leser, die sich im Bereich der weltbekannten Killer nicht so auskennen, wurden die geschichtlichen Personen recht gut dargestellt. Und auch deren Fehler, die Nathan ja eben nicht mehr begehen will. Das war wirklich total spannend. Doch der Verlauf des Buches war mir an einigen Stellen zu vorhersehbar. Dass der homosexuelle Nachbar von Dana, der zufälligerweise ihr bester Freund ist, nachher dran glauben muss... naja, da verrate ich wohl nicht zuviel, denn alles, aber auch wirklich alles deutet genau darauf hin.

Den Schluss der Geschichte fand ich nachher ein wenig überstürzt. Und obwohl die Auflösung an sich eigentlich alle Fragen klärt, fand ich sie doch ein kleines bisschen unbefriedigend. Ich kann noch nicht mal sagen, warum genau. Irgendwie war mir die Auflösung zu einfach.

Mein größter Minuspunkt waren allerdings die Charaktere. Nicht nur, dass ich mit Dana einfach nicht warm wurde und sie absolut blass geblieben ist. Nein, scheinbar ist die Wahrscheinlichkeit, seine Familie durch einen Serienkiller zu verlieren in Ami-Land doppelt so hoch, als beispielsweise durch einen Unfall oder sogar noch höher als durch natürlichen Tod. Nicht nur Danas Eltern wurden von einem Psychopathen niedergemetzelt, sondern auch die Frau und die Tochter des Killers selbst. Und als wäre es da noch nicht unrealistisch genug, gibt es da auch noch Danas Mentor vom FBI, der natürlich Frau und Kind auch durch einen Mörder verloren hat.
Dana selbst wurde mir außerdem zu widersprüchlich dargestellt. Einerseits redet sie die ganze Zeit davon, dass ihr Leben gar nicht für Familie und Kinder ausgelegt ist und wie toll sie doch alleine zurecht kommt. Auf der anderen Seite schmeißt sie sich aber dem erstbesten Kollegen, den sie gerade mal fünf Minuten kennt, an den Hals und stellt sich schon Haus und Garten vor. Hinzu kommt, dass sie sich während der scheinbar wichtigsten Mordermittlung ihrer Karriere abends mal kurz ne ganze Flasche harten Fussel in den Kopf stellt, die Gründe für ihre Abstürze aber einfach nicht gut rausgearbeitet sind.

Jon Osbornes Schreibstil war dagegen ok. Er hat jetzt nicht aus einer Reihe von anderen Thrillern herausgestochen, aber das Buch ließ sich flüssig lesen, ohne großartige Ausreißer.

FAZIT
Töte mich von Jon Osborne kann man lesen, muss man aber nicht. Das einzige Alleinstellungsmerkmal, nämlich die Einbeziehung von real existierenden Serienmördern, kommt leider nicht so sehr zum Ausdruck, als dass ich von einem richtig guten Thriller reden könnte. Würde man das weglassen, dass wäre das Buch leider eine Enttäuschung gewesen. Somit wurde es leider nur ein durchschnittlicher Thriller.
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am 29. März 2015
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und war vom Klappentext spontan begeistert, weil sich ein ungewöhnlicher Plot ankündigte. Das war anfangs auch streckenweise so, ich mochte die Einführung der Figuren, wenn sie auch ziemlich durchschaubar war. Aber je weiter ich las, desto enttäuschter war ich. Abgesehen davon, dass es zum Ende her keine Überraschungen mehr gab (ich verzichte hier auf Spoiler, aber wer das Buch liest, wird mich verstehen; dass zum Beispiel der homosexuelle Freund der Protagonistin in Gefahr gerät, deutete sich schon etliche Kapitel vorher mit dem Vorschlaghammer an), fielen mir auch immer mehr logische Lücken auf. Wie kommt der Täter - selbst auf dem Rückzug zu seinem nächsten Tatort seiend - an die Information, in welchem Hotelzimmer die Agentin sich befindet, als er sie anruft? Wie schafft er es, dass kein Haar an den Tatorten zurückbleibt, obwohl nirgends davon die Rede ist, er würde ein Haarnetz o.ä. tragen? Und für moderne Kriminaltechnik sind Haare als DNA-Träger doch recht interessant... Ich könnte hier noch weitere Fragen stellen oder Beispiele anführen, aber das Fazit ist eigentlich ziemlich kurz zu fassen: Die Idee ist gut, die Mordszenen nur etwas für Hartgesottene, aber wer Krimi-"Erfahrung" hat und Wert auf Logik bis ins letzte Detail legt, sollte sich lieber ein anderes Buch kaufen.
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am 28. November 2013
Ich lese ca. 20 Thriller im Jahr, ich kaufe sie oft auf Empfehlungen aus Zeitungen oder lese mir hier die Bewertungen von vorgeschlagennen Büchern durch um wieder neue Bücher zu finden....und ich war fast immer zufrieden! Dieses Bucgh alledings war kurz gesagt ein Flop! Langweilig, NULL generelle Spannung, es baut sich (wie ja sonst üblich) kein Spannungsbogen auf...wirklich schwach vom Anfang bis zum Ende. Ich schreibe normalerweise hier keine Rezensionen, auch nicht wenn mir ein Buch besonders gut gefällt oder es nur durchschnittlich ist, aber in diesem Fall finde ich es angebracht....es ist unterdurchschnittlich schlecht!
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am 27. Juli 2011
Diese Buch ist mir quasi als Zufall über den Weg gelaufen und mir gefiel das Cover, erst bei näherem Hinsehen bemerkte ich die Bewertung von Cody Mcfadyen auf der Rückseite:" Ich hatte das Gefühl, von einem Axtmörder verfolgt zu werden. Wenn Sie starke Nerven haben, werden Sie Mr.Osbournes ersten Überfall lieben"
Dieser Aussage übertrifft die Wahrheit fast!
Nathan Stiedow will der perfekte Killer werden,und er mordet nach allen seinen Idolen,wie Manson,Gaynes etc..mit einem gravierendem Unterschied: Er lässt sich nicht schnappen,wie seine Vorgänger.Das genau macht diesen Schmöker so spannend. Nicht die übliche Serienkillerjagd entsteht, nein dieser killer wechselt seinen Modus Operandi ja jedesmal und hinterlässt nicht die geringste Spur!
Die FBI-Agentin Dana,muss sich nun auf ihren eigenen Instinkt verlassen und diese Jagt lässt Sie die Nacht wach bleiben!
Dieser Thriller hat mich begeistert und ich konnte ihn buchstäblich nicht aus der Hand legen!Selbst als Vielleser we mich bleibt mir dieser thriller in guter Erinnerung
Also ich bin schon ein Fan von Mr. Osbourne und kann weitere Werke nicht abwarten!
Endlich ein Autor der Cody Mcfadyen in nichts nachsteht,ein super zu empfehlendes Lesevergnügen!!!
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am 16. Juli 2014
Wenn man die Hälfte des Textes weglässt, der eh nur aus irgendwelchen abgeschriebenen Artikeln über “berühmte“ Serienmörder besteht, könnte das Buch spannend sein. Die Geschichte ist ziemlich dünn, und einen FBI Agenten, der zuviel trinkt und dessen Familie von einem Mörder ausgelöscht wurde, hatten wir ja nun auch schon oft
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