Ein guter Freund hat mir das "Tödliche Solo" zum Geburtstag geschenkt. Unbekannte Autoren, noch dazu aus dem schwarzen Münster: das versprach nichts Gutes. Trotzdem nahm ich es dann irgendwann mit auf die Matratze, Schlummerlektüre zum besseren Einschlafen. Gegen meine Erwartung wurde ich dann aber plötzlich ganz schön auf die Folter gespannt, als ich las, was sich da im Sauerland, im Saarland und schließlich in Münster ereignete, zunächst 1967, dann später in den 80er Jahren, das überraschende Finale dann im Jahre 2005 in den Österreichischen Alpen. Insgesamt vier Leichen pflastern den Weg der Autoren durch das halbe Jahrhundert, genug um die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Fragte ich mich zunächst, was soll das alles, was hat hier mit was und wer mit wem zu tun, so fügt sich das Puzzle am Ende genial zusammen, ein sauber konstruierter Plot. Ich bin begeistert von dem was die Autoren sich da haben einfallen lassen, schade, dass bisher erst dieser eine Krimi erschienen ist. Besonders für Musiker und Musikinteressierte Leser Pflichtlektüre, sehr empfehlenswert.