Wie für diesen Autor typisch, gibt es auch in diesem Krimi eine schöne Mischung von Spannung, Betrachtungen über gutes Essen und vor allem guten italienischen Wein und eine gesunde Prise Humor, der bisweilen deutlich ironische Züge annimmt. Der Detektiv wider Willen - Hippolyt - bleibt sich selbst treu: obwohl durchaus Genuss fähig, ist sein Charakter keineswegs frei von sehr melancholischen Zügen. Die Lösung des Falles ist wie immer plausibel, der Leser wird in bewährter Krimi-Manier auf die Folter gespannt, es werden Erkenntnisse des Hippolyt angedeutet, aber nicht genannt und - wie immer - hält der Fall auch eine persönliche Enttäuschung für den liebenswert-schwierigen Charakter des Detektivs parat. Ein rundum gelungenes Buch, dass sich gut als Urlaubslektüre eignet, denn gerne lässt man sich nicht unterbrechen...