Und man sollte nichts riskieren, was man nicht verlieren will. So einfach ist das. Aber nicht einfach genug, als das alle Menschen das verstehen würden. Mark Rydell zeigt uns in seinem Film -Tödlicher Einsatz- das man viel haben will und dabei alles verlieren kann. In Episodenform begleiten wir die Akteure des Films auf ihrer Jagd nach Geld, Liebe und dem Leben.
Die Schriftstellerin Caryolin(Kim Basinger) kommt mit ihrem neuen Roman nicht weiter. Sie driftet ins Spielcasino ab und verspielt dort die Rücklagen der Familie. Als sie den Zauberer Walter(Dany de Vito) kennenlernt, glaubt sie, mit seiner Hilfe das Geld zurückgewinnen zu können. Als ihr Mann Tom(Ray Liotta) Carolyns Spielsucht erkennt, wendet er sich von ihr ab.
Murph(Grant Sullivan) ist mit seinem Kumpel Augie(Jay Mohr) im Buchmachergeschäft. Die Jungs wollen ans große Geld, aber das macht Ivan mit seinem fiesem Adjudanten Viktor(Tim Roth). Als Murph sich in Veronica(Carla Gugino) verliebt, will er aussteigen. Augie spielt da nicht mit und treibt den Traum vom großen Geld immer weiter.
Clyde Snow(Forest Whitaker) liebt seinen Bruder Godfrey(Nick Cannon). Godfrey ist der Star im Basketballteam. Clyde ist durch Wetten hochverschuldet und bittet Godfrey, die Spielergebnisse zu beeinflussen.
Detectiv Brunner(Kelsey Grammar) ermittelt gegen Viktor und Ivan. Aber er kommt immer einen Schritt zu spät. Da, wo das große Geld fließt, scheint die Polizei machtlos zu sein.
Mark Rydell hat eine Starriege am Start und die spielt auch tatsächlich am oberen Limit. Egal, ob Kim Basinger die spielsüchtige Carolyn lebensecht präsentiert oder Forest Whitaker zwischen der Liebe zu seinem Bruder und dem Geld hin und hergerissen wird. Die Besetzung der Charaktere ist beeindruckend gelungen.
Allerdings schafft Rydell es nicht, die einzelnen Fäden der Story passgenau zusammen zu werkeln. So holpert und stolpert die Geschichte manchmal ein wenig kantig und unrund daher. Was sicher an Paradebeispielen wie L.A. Crash orientiert war, schafft den Sprung in diese Liga dabei nicht ganz. Nichtsdestotrotz ist -Tödlicher Einsatz- ein interessanter Film, der unterhält. Vor allem die Schauspieler machen das Zuschauen zu einem Vergnügen.
-Tödlicher Einsatz- wird kein Meilenstein des Episodenfilms werden, ganz sicher nicht. Er wird jedoch seine Freunde finden; und seine Kritiker. So heißt es mal wieder zu Gunsten des Angeklagten vier Sterne, ich hätte mich ansonsten nicht zwischen drei oder vier entscheiden können. Und sie müssen das natürlich wieder einmal selbst entscheiden. Viel Spaß dabei!