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Tödlicher Chat
 
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Tödlicher Chat [Taschenbuch]

Thomas Tuma
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 1 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499227258
  • ISBN-13: 978-3499227257
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 516.599 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Klatschreporter Marc Pohl träumt -- wie wahrscheinlich jeder Journalist -- vom großen Bestseller. Das Thema fehlt noch, die "Verkaufe" steht schon: "Vorher Appetithäppchen ins Internet stellen. Online ist en vogue." Doch vorerst sollte Marc lieber eine heiße Zeitungsstory abliefern, denn sein Redaktionsstuhl wackelt. Da bietet sich ihm die Chance, karrieretechnisch durchzustarten: Im Wochenabstand werden eine Angestellte in München, ein Werbefachmann in Hamburg und eine Hausfrau aus Duisburg bestialisch ermordet. "Öffne dich!" stand stets blutrot an der Wand. Einzige Gemeinsamkeit der Opfer: Sie alle waren begeisterte Chatter, lernten ihren Mörder bei virtuellen Schäferstündchen kennen. Pohl klemmt sich hinter die Story und macht Jagd auf den Netzkiller. Doch dieser hat Marc längst gefunden. Und das Hotelzimmer, in dem der nächste Tote liegt, ist auf den Namen Marc Pohl gebucht.

Thomas Tuma ist auch Journalist. Im Gegensatz zu Marc Pohl aber ein erfolgreicher; immerhin firmiert er im Impressum des Spiegel als Wirtschaftsautor. Und er hält sich an das Programm, das er seiner Hauptfigur Pohl empfiehlt: Ganz professioneller Wort-Dealer köderte er potenzielle Käufer bei Spiegel-Online bereits mit Probierhäppchen von Tödlicher Chat. Wer hier in den Thriller hineinschnupperte, wird an der Buchversion nicht vorbeikönnen. Denn Tuma, der sich für die Recherchen durch sämtliche Chat-Foren geklickt haben muss, weiß, wie man mit Sprache verführt. Punktgenau trifft er den Ton der Net-Society, führt vor, wie Chatter sich eine digitale Wirklichkeit kreieren, um sich anschließend darin zu verlieren, wie sie virtuell Liebe machen und dabei reale Gefühle verletzen.

Nicht in der zwar spannenden, aber etwas bemühten und detailverliebten Kriminalstory liegt die Stärke von Tumas Erstling, sondern in dem deprimierenden Porträt einer Gesellschaft, in der Menschen Bits, Bytes und Bildschirme brauchen, um sich nahe zu kommen. --Beate Strobel


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Tödlicher Chat" klingt, als hätte auch der Verlag nicht gewußt, wo er das Buch einordnen sollte und sich am Ende entschieden, eben das Krimi-Label drauf zu kleben. Dabei nutzt Tuma lediglich das Genre, um atemberaubende Spannung zu erzeugen.

Das Buch erzählt dabei viel mehr als nur eine schnöde Krimi-Geschichte. Ich habe selber eine Weile gechattet und weiß, wie nah die Geschichte der virtuellen Welt kommt. Am Ende war ich hin und hergerissen, ob "Tödlicher Chat" nun mehr die Faszination oder die Gefahren des neuen Kommunikationsmittel zeigt. Wahrscheinlich beides. Wirklich sehr spannend, denn ich vergaß einen Tag und eine Nacht alles um mich herum.

Einziger Nachteil *grins*: Die Chatter im Buch sind viel raffinierter als 99 Prozent der Leute, die man in echten Chats trifft.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
wäre ich nicht schon eine dieser online-junkies, spätestens nach diesem buch würde ich in die welt des chats hineinschnuppern. tuma erzählt nicht nur einen überaus spannenden krimi, sondern taucht auch ein in die reale virtualität oder virtuelle realität des chats, begibt sich auf den schmalen grat zwischen illusion und wirklichkeit.

er zeichnet den chat nicht nur als börse für notgeile seitenspringer und einsame singles, sondern auch als spielwiese für verbal-clowns, wort-jongleure, sprachakrobaten, wie er wohl selber einer ist. die hauptpersonen sind trotz oder wegen ihrer schwächen ausgesprochen liebenswert. voller ironie und sarkasmus, nie aber mit verletzendem zynismus beschreibt thomas tuma auch die deutsche medienszene und damit vermutlich ein kleines bisschen seine eigene realität als spiegel-autor.

sehr ansprechend auch der aufbau des buches mit innen- und außenwelten, mit chat-protokollen (bei manchen verliert man sich und wünscht sich in die rolle der wild rose) und zeitungsschlagzeilen. überraschende wendungen machen den tödlichen chat bis zum ende spannend. alles in allem, ein buch, das fesselt, das berührt, das nachdenklich macht, das neugierig macht.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Zum Chat gibt es bislang noch wenige Bücher, obwohl sich das Medium in den vergangenen Jahren wachsender Beliebtheit erfreut. Umso erstaunlicher, mit welcher Rafinesse der Autor die Abgründe auslotet. Es wird eine Weile dauern, bis sich bei der Vorlage wieder ein guter Autor an das Chat-Thema heranwagt, der nicht nur einen dieser albernen Netiquette-Ratgeber schreiben will.

Zum Buch: Einerseits die völlige Hemmungslosigkeit in der Anonymität des Netzes mitsamt der Bedrohung, einem Psychopathen wie dem "Netzkiller" in die Hände zu fallen. Anderseits die mikro-perspektivischen Blicke in eine Welt voller Romantik, Sprachwitz, Verliebtheit und "Nähe".

Das Ende mag ein bißchen konstruiert erscheinen. Ist aber nicht schlimm, weil sich bis zum Finale so vieles als Täuschung entpuppt hat, daß man froh ist, endlich eine Wahrheit zu lesen. Die immer wieder kehrenden Wendungen und Überraschungen machen das Buch bis zum Schluß spannend. So unterhaltsam ist Literatur selten. Was will man mehr?!

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Am 16. Mai 2001 veröffentlicht
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