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Tödliche Toleranz: Die Muslime und unsere offene Gesellschaft
 
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Tödliche Toleranz: Die Muslime und unsere offene Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Günther Lachmann
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 3 (Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492046991
  • ISBN-13: 978-3492046992
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 486.310 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Dieses Buch richtet sich nicht gegen Ausländer. Ebenso wenig ist es eine Anklageschrift gegen Muslime oder den Islam schlechthin." Dass Günther Lachmanns Vorwort zu seinem unbedingt lesenswerten Buch über unsere von ihm diagnostizierte Tödliche Toleranz mit dieser Klarstellung beginnt, hat seinen guten Grund. Denn tatsächlich geht Lachmann, wie schon der Untertitel "Die Muslime und unsere offene Gesellschaft" andeutet, hart ins Gericht mit dem Islamismus, der sich mitten unter uns bei den hierzulande lebenden Muslimen in den letzten Jahren hat etablieren können. Nach den Anschlägen von New York am 11. September 2001 und Madrid am 11. März 2004 beginnen wir nur langsam zu begreifen, dass sich die Toleranz, die wir uns zugute halten, beginnt gegen uns zu wenden, weil wir selbst der fundamentalistischen Intoleranz gegenüber viel zu lange blind oder anerzogen nachsichtig gewesen sind.

"Zu den unbegreiflichsten Vorstellungen seit dem 11. September 2001 und den Terror-Anschlägen von Madrid zählt jene", schreibt Lachmann an einer Stelle, "dass die mutmaßlichen Täter dieser Anschläge unter uns lebten und wir ihre Absichten nicht erkannt haben. Und uns quält die Sorge, dass wir potentielle neue Täter in Spanien, Frankreich, Italien oder Deutschland ebenfalls nicht erkennen werden." Und tatsächlich ist dies eine äußerst reale Gefahr. Auch im Hamburger Umfeld Mohammed Attas, einem der Todespiloten von New York, wäre niemand auf die Idee gekommen, in diesem zurückhaltenden jungen Muslim könne eine gefährliche Bombe ticken.

Nicht nur die Al-Kaida-Anschläge auf das World Trade Center führten die Fahnder nach Deutschland. Hier wurde auch ein -- glücklicherweise vereitelter -- Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt geplant. Und hierhin führten Spuren auch von den Attentaten von Djerba und Bali. "Warum?", fragt Günther Lachmann und gibt darauf eine alarmierende Antwort: "Weil hier während der vergangenen zwei Jahrzehnte durch falsch verstandene Toleranz der Mehrheitsgesellschaft in den muslimischen Gettos eine islamische Radikalisierung stattfand, die so in keinem arabischen Land möglich gewesen wäre." -- Wem der Erhalt der unserem Gesellschaftsentwurf wesentlichen Toleranz am Herzen liegt, muss sich diesem Problem stellen. Eine glänzend recherchierte Analyse! -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Wir und unsere Muslime - eine explosive Mischung
Seit vierzig Jahren leben Muslime in Deutschland - warum wird die Kluft zwischen ihnen und den Deutschen immer größer?
Lange Zeit wollte es niemand wahrhaben: Die Integration der Muslime in die westliche Gesellschaft ist gescheitert. Der Traum von der "multikulturellen Gesellschaft" ist geplatzt. Die Deutschen und ihre muslimischen Mitbürger leben nicht miteinander, sondern nebeneinander - wird daraus bald ein Gegeneinander? Durch die Abwehrhaltung der einheimischen Bevölkerung und die mangelnde Integrationsbereitschaft der Muslime leben viele von diesen in einer Parallelwelt: Dort werden oft die Werte der westlichen Gesellschaft in anerkannt, wie Toleranz, Meinungs- und Glaubensfreiheit. Statt dessen werden Ausgrenzung, Unterdrückung der Frauen und Hass gegen "Ungläubige" und Juden gepredigt. Abgekoppelt vom Westen, der sie nicht akzeptiert, sind, so Günther Lachmanns Analyse, zunehmend mehr Muslime gerade in Deutschland offen für die Botschaft der radikalen Islamisten. Ayaan Hirsi hat dies am eigenen Leib zu spüren bekommen. In ihrem Beitrag zu diesem Buch ruft sie die muslimischen Frauen im Westen dazu auf, endlich ihre Rechte zu beanspruchen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
100 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amarczon
Bei diesem Buch schrecken sowohl der Titel, als auch die Überschrift der Beschreibung auf der Rückseite, zunächst ein wenig ab. Dort ist von "Tödlicher Toleranz" und einer "explosiven Mischung" aus "Uns und unseren Muslimen" zu lesen. Diese Zeilen klingen zwar reißerisch, aber auch schon fast Islamfeindlich, und lassen somit absolut nicht auf die Qualität des Buches schließen. Doch hinter diesem Titel steckt deutlich mehr. "Tödliche Toleranz" von Günther Lachmann ist keineswegs reißerisch aufgebaut, und Islam- oder Ausländerfeindlich ist es erst recht nicht!

Günther Lachmann war vier Jahre lang in der politischen Redaktion der Bild tätig, bevor er als stellvertretender Leiter der Parlamentsredaktion zur Welt am Sonntag wechselte. Seitdem konzentriert er sich auf den Islamismus und die Muslime in Deutschland.

Seit den Terroranschlägen in New York, London oder Madrid liegen die Augen der Welt auf dem Islam. Immer öfter wird nun davon gesprochen, dass die Integration der Muslime in Deutschland gescheitert ist. Die Schuld suchen die Einen bei den, angeblich an einer Integration nicht interessierten, Muslimen, die Anderen bei den Deutschen, die diese Muslime angeblich gar nicht in "ihrem Land" haben möchten. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. Günther Lachmann analysiert präzise und treffend, wie es in Deutschland soweit kommen konnte, dass diese zwei Kulturen heute zwar im selben Land, aber dennoch getrennt voneinander leben. Dabei versucht er nicht, einer der beiden Gruppen die Schuld zu zuschieben, sondern zeigt beiden Seiten ihre Versäumnisse auf. Ganz besonders geht er dabei auf die fast schon ignorante Handlungsweise der deutschen Regierung ein. Seine Analysen belegt Günther Lachmann durchgehend mit Daten und Fakten, aus denen er dann seine Schlüsse zieht. Er beschränkt sich jedoch nicht lediglich auf das Aufzeigen von Missständen, sondern zeigt auch Wege auf, wie diese über die nächsten Jahre abgebaut werden könnten.

Nach den Kapiteln über die Geschichte der Muslime in Deutschland, die etwas weniger als die erste Hälfte, des knapp 290 Seiten starken Buches ausmachen, widmet sich Lachmann dem Islamismus und dem islamischen Terrorismus. Hier beschäftigt er sich in erster Linie damit, woher die Anziehungskraft von Gruppen wie der Al-Qaida rührt, und wie diese Organisationen vorgehen, um neue Zellen in Deutschland und anderen westlichen Ländern zu bilden. Auch die Beschreibungen in diesem Teil des Buches fokussieren sich primär auf die Verbindungen nach Deutschland.

Als Abschluss ist dem Buch anstelle eines Nachworts ein Essay der niederländischen Abgeordneten Ayaan Hirsi Ali angehängt, die in ihrer Wahlheimat gegen die Unterdrückung des muslimischen Frauen kämpft, und sich auch in diesem Essay mit dem Thema beschäftigt.

Die Stärke von "Tödliche Toleranz" ist die Vorgehensweise des Autors. Er beschreibt präzise die derzeitige Situation in Deutschland, ohne sich selbst durch die Einhaltung der politischen Korrektheit in seinem Denken und seinen Aussagen einzuschränken. Dadurch wirken manche Stellen für bestimmte Leser vielleicht feindselig, tatsächlich stellen sie jedoch nur die Realität dar, vor der man nicht länger die Augen verschließen sollte.
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89 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Best buy 8. Februar 2005
Von Ein Kunde
Das beste Buch zu dieser Thematik das ich je gelesen habe!!!
Herr Lachmann schildert den komplexen Inhalt in leicht verständlicher Weise, klar und nüchtern ohne einseitige Sichtweise. Ich finde dieses Buch könnte durchaus als Gesprächsgrundlage in den Schulen benutzt werden.
Jedem der auf die Werte unserer Gesellschaft zählt, ist dieses
Buch wärmstens zu empfehlen.

Ein Bruder im Geiste !!

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122 von 163 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bevölkerungspolitik 30. Juni 2005
Von Ein Kunde
Unsere Gesellschaft ist ethnisch, religiös und sprachlich vielfältiger als je zuvor", freut sich die ,,Migrationsbeauftragte" der Bundesregierung, die Grüne Marieluise Beck, bei der Präsentation des sechsten ,,Berichts zur Lage der Ausländer in Deutschland". Und das, obwohl Beck mit der erstaunlichen Mitteilung aufwarten kann, in Deutschland lebten ,,deutlich weniger Ausländer als bisher angenommen": Die Zahl sei seit 2003 um 600.000 auf 6,7 Millionen gesunken, der Anteil an der Gesamtbevölkerung liege demnach bei 8,0 und nicht bei 8,9 Prozent.
Ein Etikettenschwindel offensichtlich; denn zugleich ist schließlich die Zahl der ,,Migranten mit einem deutschen Paß" deutlich gestiegen. Seit Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts im Jahr 2000 haben mehr als eine Million Ausländer einen deutschen Paß erhalten, darunter 200.000 Kinder ausländischer Eltern, die aufgrund des Geburtsrechts die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben. Insgesamt liegt die Zahl der eingebürgerten Ausländer bei 1,8 Millionen. Die Tendenz ist verlangsamt, aber weiter steigend.
Alles in allem leben in Deutschland mehr als 14 Millionen Personen in Einwandererfamilien (im Beauftragten-Jargon: ,,Menschen mit Migrationshintergrund"). Dazu zählen laut Beck auch 4,5 Millionen Aussiedler und 1,5 Millionen Kinder mit einem ausländischen Elternteil.
Jedes vierte Neugeborene in Deutschland hat mindestens einen ausländischen Elternteil, jede fünfte Ehe ist binational. In einigen städtischen Ballungsgebieten stammen 40 Prozent der Jugendlichen aus Einwandererfamilien ­ auch hier zeigt die Kurve nach oben. Zuwanderung findet längst in großem Umfang über den Kreißsaal statt, wie auch die Zahlen des Migrationsberichts belegen. Ein Siebtel der hier lebenden Afrikaner, ein Zehntel der Asiaten und mehr als ein Viertel der Europäer, die sich in Deutschland aufhalten ­ gemeint sind jeweils die Anteile an den 2003 ,,offiziell" erfaßten 7,3 Millionen Ausländern ­, sind bereits hier geboren. Zu den Europäern zählt die Statistik des BeckBerichts im übrigen auch die Türken. Bei dieser Einwanderergruppe lag der Anteil der hier Geborenen 2003 bei mehr als einem Drittel ­ 650.000 von 1,88 Millionen.
Die Frage, ob Deutschland ein Einwanderungsland sei, habe sich ,,angesichts dieser Fakten erledigt", verkündet Beck offenkundig nicht ohne Genugtuung: ,,Multikulturalität ist schlicht die Tatsache." Sie selbst bevorzugt beim Blick auf diese Fakten die rosarote Brille. ,,Kulturelle und religiöse Vielfalt werden das Leben in unserer Gesellschaft von Generation und Generation stärker kennzeichnen", sagt die Migrationsbeauftragte. Das ist eine schöne Umschreibung dafür, daß in einigen städtischen Ballungsräumen der Einwandereranteil an den Jugendlichen bei bis zu 40 Prozent liegt. Beck sieht das freundlichfolkloristisch: ,,Unsere Kinder haben heute russische Großmütter, jugoslawische Onkel und türkische Tanten."
Nur am Rande streift der Bericht den sozialen Sprengstoff, der in einer Entwicklung steckt, die vielen Großstädten in wenigen Jahren und Jahrzehnten ausländische Bevölkerungsmehrheiten garantieren dürfte, wenn diese Jugendlichen Erwachsene sein und die Babyboomer-Generationen das Rentenalter erreichen und abtreten werden. Es gebe schon einige Wohnquartiere in den Städten, ,,die zu kippen drohen". Solche Viertel, in denen eben mehrere ,,Problemfaktoren" zusammenkämen, dürften nicht sich selbst überlassen bleiben.
Der Glaube an die Allmacht staatlicher Fürsorge und Wohlfahrtsbevormundung zieht sich wie gehabt durch den ganzen Bericht. Gleich, ob der Anteil der Ausländer an den ,,unteren sozialen Schichten" überdurchschnittlich ist, der Anteil der Jugendlichen ohne berufliche Qualifizierung mit über 40 Prozent alarmierend hoch, Gewalt gegen Frauen und in der Familie bei bestimmten Bevölkerungsgruppen an der Tagesordnung ist und die Kriminalitätsbelastung trotz aller Rechenkunststücke (Beck will sogar die von Illegalen begangenen Straftaten aus der Kriminalitätsstatistik herausrechnen, weil diese sich ja auf die registrierte Wohnbevölkerung beziehe) nach wie vor über dem Durchschnitt liegt ­ der Weisheit letzter Schluß am Kapitelende lautet regelmäßig: Die ,,Hilfsangebote" müßten erhöht, verstärkt, intensiviert werden.
Der Rest ist Schönfärberei. Der verheerenden Sozialstruktur der Einwanderer wird entgegengehalten, ,,Migranten" fänden sich heute ,,auf jeder Stufe der sozialen Leiter" ­ weiter oben halt nicht so viele. Der miserable Bildungsstand eines Großteils der Einwanderer wird mit der ,,Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft" und nicht mit der bewußten Integrationsverweigerung vor allem muslimischer Einwanderergruppen erklärt. Von den sozialen Verwerfungen, die aus dieser Gemengelage in Zeiten leerer Kassen und sinkender Sozialleistungen drohen, macht sich der Migrationsbericht kein realistisches Bild ­ von Lösungsansätzen ganz zu schweigen.
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