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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das den Blick auf Diamanten verändert,
Rezension bezieht sich auf: Tödliche Steine. Der globale Diamantenhandel und seine Folgen (Taschenbuch)
„Ismael Dalramy verlor seine Hände im Jahr 1996 durch zwei rasche Axthiebe." Mit diesem Paukenschlag bringt der amerikanische Journalist Greg Campbell die Brutalität des internationalen Geschäfts mit Konfliktdiamanten gleich im ersten Satz auf den Punkt. Der Untertitel des Buches leitet etwas in die Irre, der Schwerpunkt liegt auf den Entwicklungen in Sierra Leone. Dort hatte 1996 Präsident Kabbah seine Landsleute aufgefordert, sich die Hände für den Frieden zu reichen. Um dies zu verhindern, hatten daraufhin die Rebellen der Revolutionary United Front (RUF) damit begonnen, der Bevölkerung Hände und Arme abzuhacken. Deshalb zählte der 2002 offiziell beendete Bürgerkrieg nicht nur zu den blutigsten, sondern auch zu den zynischsten der Welt.Finanziert wurde er mit der Kategorie an Diamanten, die auch wegen vergleichbarer Machenschaften in Angola und der Demokratischen Republik Kongo als Konflikt- oder Blutdiamanten bezeichnet werden. Fast nebenbei klärt Campbell darüber auf, wie das System des südafrikanischen Diamantenmonopolisten De Beers funktioniert und wie er mit Blutdiamanten verfährt- nicht zufällig ist das Kapitel mit „Das Syndikat" überschrieben. Auch dem Zusammenhang zwischen der Terrororganisation Al-Qaida und den Diamanten aus Sierra Leone widmet der Autor einen Abschnitt. Gegen Ende beschreibt er die Bestrebungen, den illegalen Handel mit Blutdiamanten abzuschaffen und lässt dabei offen, ob dies jemals wird gelingen können. Seinem journalistischen Hintergrund entsprechend hat Campbell über weite Strecken den Stil der Reportage gewählt. Bei manchen Details, besonders bei denen über die Brutalität der RUF, möchte man als Leser in die Illusion flüchten, dass es sich um Fiktion handelt. Am Ende lässt einen das Buch voller Unglauben zurück - nicht darüber, dass es so gewesen sein mag, sondern darüber, dass man es nicht gewusst, ja nicht einmal geahnt hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
brisant und tragisch - aber absolut wesentlich!,
Von Oberleseratte (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Tödliche Steine. Der globale Diamantenhandel und seine Folgen (Taschenbuch)
Inzwischen sind die schlimmsten Zeiten der sogenannten Blutdiamanten wohl vorbei. Wer allerdings in diesem Buch einmal die wahren Hintergünden der Förderung des girls best friend von einem absolut authentischen wirkenden Autor gelesen hat und angefangen hat, sich auch über die anderen negativen Aspekte des weltweiten Diamantenhandels (u.a. Ersatzwährung für Terroristen und Verbrecher wie der Autor eindrucksvoll belegt) Gedanken zu machen, wird ganz sicher sein Bild von diesen Kohlenstoffklumpen verändern...Sie sind weder so selten wie alle glauben (z.B. Rubine und Smaragde sind um ein zigfaches seltener) noch hat das, was ihretwegen in Afrika veranstaltet wurde, irgendetwas mit Menschlichkeit zu tun. Den Film Blood Diamond mit Leonardo di Caprio, welcher auf dieser Reportage basiert, sollten Sie sich dann nur noch ansehen, wenn Sie die Wahrheit auch dieser Bilder vertragen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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