"Wenn ich versage, sterbe ich..." Das ist Harry Houdinis(Guy Pearce) Antwort auf Mary McGarvies(Catherine Zeta Jones) Entschlossenheit, alles zu tun, um sein Geheimnis zu lüften. Dabei sind Houdini und McGarvie zwei Menschen, die sich ähnlicher und dabei doch so unendlich weit voneinander entfernt nicht sein könnten.
Edinburgh, Anfang des 20.Jahrhunderts. Die alleinerziehende Varietekünstlerin Mary schlägt sich mit ihrer Tochter Benji(Saoirse Ronan) als Hellseherin plus Diener durch die Abendvorstellungen. Dabei basieren ihre hellseherischen Fähigkeiten vor allem auf kleinen Diebstählen und einer genauen Beobachtung. Das ganze gemixt mit Marys erotischer Erscheinung reicht völlig aus, um das Publikum in den Bann zu ziehen. Reich macht Mary das nicht, im Gegenteil.
Als der größte Magier seiner Zeit, Harry Houdini, mit seinem Manager Sugarman(Timothy Spall), nach Edinburgh kommt und jedem 10.000 Dollar bietet, der ihm die letzten Worte seiner Mutter sagen kann, die diese vor ihrem Tod gesprochen hat, ist Marys Interesse geweckt.
Houdini will damit beweisen, dass es keine Hellseherei gibt, alles nur Scharlatanerie und Humbug ist. Natürlich will Marys das Geld und sie macht sich an die Arbeit. Als sie in Houdinis Umfeld herum schnüffelt, lernt sie den Magier kennen. Und der verliebt sich in sie. Mary bleibt dabei trotzdem den 10.000 Dollar auf der Spur. Als sie gegen Houdini antritt, um sein Geheimnis zu lösen, läuft auf einmal alles ganz anders ab, als erwartet...
Gillian Armstrong hat mit Tödliche Magie einen unterhaltsamen Film mit guter Besetzung gedreht. Guy Pearce, Catherine Zeta Jones, Timothy Spall und Saoirse Ronan spielen ihre Rollen wunderbar authentisch. Auch der Lokalkolorit Edinburghs um die Jahrhundertwende ist gut gelungen. Da macht das Zuschauen Spaß. Die Story kann leider nicht mit vergleichbaren Filmen wie The Prestige oder The Illusionist mithalten. Dafür ist die Handlung zu glatt und vorhersehbar. Den Film mit der Erzählstimme von Benji zu begleiten ist perfekt gelungen. So lebt Tödliche Magie vor allem von seinen Darstellern. Houdinis wirkliches Leben wurde durch Gillian Armstrong ein wenig verändert, aber das tut dem Plot keinen Abbruch. Da ich mich bei der Bewertung wieder einmal nicht zwischen drei und vier Sternen entscheiden konnte, gibt es zu Gunsten des Angeklagten vier Sterne. Freunde guten Schauspiels werden bei Tödliche Magie voll auf ihre Kosten kommen.