Nach "Tod eines Tenors" liegt mit "Tödliche Idylle" ein weiterer Band der englischen Krimiserie um Constable Evan Evans im fiktiven Llanfair vor. Leider folgt die Reihenfolge der deutschen Ausgaben wieder einmal nicht der der englischen, so dass nach dem dritten Band jetzt der erste erschienen ist. Wer das nicht weiß und den "ersten" deutschen Band gelesen hat, wird sich wundern, dass Evans' persönliche Beziehungen sich scheinbar rückwärts entwickeln. Ist diese Hürde aber erst einmal genommen, kann man sich auf einen weiteren unterhaltsamen Krimi der Autorin freuen.
Zum Inhalt: Constable Evans ist nicht nur der Dorfpolizist, sondern auch Mitglied der örtlichen Bergrettung und als solcher ziemlich häufig unterwegs, um unvorsichtige Touristen zu retten, die die walisischen Berge unterschätzen. Als ein weiterer Tourist als vermisst gemeldet wird, ist er zunächst nicht beunruhigt, eine Tatsache, die sich schnell ändert, als nicht nur eine, sondern gleich zwei Leichen auftauchen. Gegen den Widerstand seiner Vorgesetzten sucht Evans nach Gemeinsamkeiten im Leben der beiden Toten und stößt bald auf einen weiter zurückliegenden Todesfall in den Waliser Bergen.
Wie schon "Tod eines Tenors" wartet auch "Tödliche Idylle" mit einem sehr spannenden Ende auf, was nach dem doch eher gemütlichen Verlauf des Buches überrascht. "Tödliche Idylle" ist vielleicht nicht ganz so unterhaltsam wie der zuerst auf deutsch erschienene Band, einige Charaktere erscheinen noch hölzern und der Humor ist noch nicht ausgereift. Gut zu wissen, dass diese Anfangsschwierigkeiten sich spätestens mit dem dritten Band geben. Auf englisch sind bisher 8 Bände der Serie erschienen, es steht also zu hoffen, dass auch weitere auf Deutsch übersetzt werden.