Der ehemals erfolgreicher Autor Martin Kanther, abgestürzt, Alkoholiker und immer in Geldnöten, wird zwei Jahrzehnte nach seinem großen Erfolg von einem Nachwuchs-Kollegen gebeten, dessen Manuskript gegen Bezahlung zu lesen und zu beurteilen.
Zu seiner Überraschung stellt Kanther fest, dass es sich bei dem Machwerk um eine Fortschreibung seines Thrillers handelt. Und als dann auch noch eine Prostituierte aufgefunden wird, die nach diesem Modus Operandi getötet wurde, wird auch die Frankfurter Kripo wieder aktiv.
Aus dieser Ausgangssituation konstruiert Marc-Oliver Bischoff in seinem Erstling einen Kriminalroman, der dem Leser auf den ersten Blick nicht viel Neues bietet.
Die Geschichte an sich ist relativ simpel und ziemlich blutig, und weicht von daher nicht sonderlich von den üblichen "Metzel-Krimis" ab. Hier gibt es meiner Meinung nach bei der Ausarbeitung noch deutlich Luft nach oben für den Autor, denn er hat durchaus originelle Ideen, wie man an der Idee "Buch im Buch" sieht.
Gut gelungen fand ich zum einen die Charakterisierung und Ausarbeitung der beiden Hauptfiguren Martin Kanther und Nora Winter, zum anderen die Beschreibung des Polizeialltags, denn hier zeigt Bischoff durchaus, dass er schreiben kann. Und deshalb werde ich diesen Autor trotz aller Kritik auch im Auge behalten.