...das ist in etwa das Resumee, das ich aus dem vierten, in loser Folge gelesenen, Reacher Band ziehen kann. Der smarte Ex-Militärpolizist bekommt diesmal einen Auftrag von einer staatlichen Behörde, den er aus Interesse am Fall halber auch annimmt. Aus dem Reacher vorgegaukelten Planspiel um einen Attntatsversuch auf den Vizepräsidenten wird schon bald tödlicher Ernst und Reacher mittendrin...auf Attentäterjagd und dem Geplänkel der Geheimdienste untereinander.
Die ersten hundert Seiten waren meiner Meinung nach sehr zäh zu lesen und es brauchte etwas Zeit, um sich mit der Umgebung und Handlung des Buches vertraut zu machen. Die Ermittlungen der Romanhelden kamen nur schleppend in Schwung und genauso verspürte der Buchkäufer das mit der Lust beim Lesen. So richtig gut und leider zu kurz, wurde es dann erst, als Reacher dann das tut, was er gut kann...seine Rachegelüste ausleben. Denn als eine Frau, für die er und sein verstorbener Bruder viel empfunden haben, bei einem Attentatsversuch ums Leben kommt, gibt es für den Mann kein halten mehr. Fernab der Gesetze gilt dann nur noch der reachersche Kompass der Gerechtigkeit und dessen Nadel schwankt nie und bleibt auf Kurs, komme was da wolle. Ja, ja, sehr blumig beschrieben, aber genauso ist es doch.
Mitunter kommt einen Childs Romanfigur vor wie Superman, nur ohne Strumpfhosen. Nichts hält ihn auf, er erreicht stets sein Ziel und immer eine schöne Frau an seiner Seite. Vielleicht liest man ihn, auch wenn diese vorliegende Geschichte einige Hänger hat (das Buch kommt nicht an grandiose Werke wie GRÖSSENWAHN oder JANUSMANN heran) gerade deswegen so gerne ;-)