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Töchter aus Shanghai: Roman
 
 
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Töchter aus Shanghai: Roman [Gebundene Ausgabe]

Lisa See , Elke Link , Andrea Fischer
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (28. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570010570
  • ISBN-13: 978-3570010570
  • Originaltitel: Shanghai Girls
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 382.851 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lisa See
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Shanghai, in den 1930er Jahren: Die Schwestern Pearl und May wachsen wohlbehütet und privilegiert in wohlhabenden Verhältnissen auf und genießen das schillernde Leben der Metropole in jenen Jahren. Obwohl sie in inniger Liebe miteinander verbunden sind, sind sie grundverschiedene Charaktere und konkurrieren auf so mancher Ebene – insbesondere um die Gunst ihres Vaters.

Das schöne Leben findet ein jähes Ende, als ihr Vater ihnen eröffnet, dass er sich verspekuliert hat und die Familie mittellos ist. Ohne sie gefragt zu haben, hat er Pearl und May in die USA „verkauft“: Er hat sie zwei chinesischen Brüdern, die vor Jahren nach Amerika ausgewandert und nun zwecks Brautschau in die Heimat zurückgekehrt sind, als zukünftige Ehrfrauen versprochen. Pearl und May sind schockiert und beschließen, gegen den Vater zu revoltieren, denn sie haben ganz und gar nicht vor, ihre geliebte Heimatstadt zu verlassen. Doch die Invasion der Japaner in Shanghai 1937 durchkreuzt all ihre Pläne; Pearl und May stehen plötzlich alleine da, und es bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, als doch in die USA zu fliehen.

Es folgt eine Odyssee voller Schrecken und Entbehrungen. Doch auch als die Schwestern endlich in Los Angeles bei ihren „Verlobten“ angekommen sind, wendet sich ihr Leben nicht zum Besseren: Die Amerikaner begegnen den chinesischen Immigrantinnen mit Ressentiments, und von ihren Landsleuten werden sie als für arrangierte Hochzeiten ins Land gebrachte Ehefrauen mit Verachtung, Misstrauen und Herablassung betrachtet. Und während sich die ungleichen Schwestern noch in der neuen Heimat zurechtzufinden versuchen, entdecken sie ein Familiengeheimnis, das ihre Zukunft ein weiteres Mal bedroht…

Nachdem die Amerikanerin Lisa See, die selbst chinesische Wurzeln hat, die Leser in den gefeierten Bestsellern Der Seidenfächer ins China des 19. und in Eine himmlische Liebe ins China des 17. Jahrhunderts entführt hat, siedelt sie ihren dritten historischen Roman im Shanghai der 1930er Jahre an und stellt dieser farbenprächtigen Welt das triste Leben in Chinatown von L.A. gegenüber. Nicht nur dieser Dualismus, sondern auch der zwischen den beiden Schwestern, die beste Freundinnen und zugleich Rivalinnen sind, macht dieses Buch so lebendig. Ein zwanzig Jahre umspannender historischer Roman, der eine einprägsame Geschichtsstunde mit der packenden Geschichte zweier Frauenschicksale verbindet und uns viel über das Gefühl der Heimatlosigkeit und Entwurzelung von Immigranten erzählt – ja auch in heutigen Zeiten kein unwichtiges Thema. -- Katharina Vogt

Pressestimmen

„Lisa Sees Bücher bestechen durch ihren klaren, eleganten Stil.“ (New York Times )

„Ich habe mich auf das Buch von Lisa See gefreut und bin nicht enttäuscht worden von diesem sehr eingenständigen Schwestern-Roman.“ (BRIGITTE )

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leben in der Fremde. 3. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Shanghai im Jahre 1937.
Die Stadt befindet sich nach der ersten japanisch-chinesischen Schlacht um die Stadt seit dem 31. Mai 1933 im Zustand des Waffenstillstands.

Pearl und May, zwei sehr liebe Schwestern im Alter von 21 und 18 Jahren, leben in den dreißiger Jahren in der Stadt ein unbekümmertes und freies Leben in Wohlstand und Frieden. Sie flirten gerne, sind albern und verdienen sogar Geld als Models für Werbeplakate.
Das Geld legt der Vater für sie an.
Doch dann spielt das Schicksal ihnen einen Streich: der Vater eröffnet der Familie, dass er pleite ist, und dass er die Schwestern an zwei Brüder chinesischer Abstammung nach Amerika verkauft habe. Unter Wehklagen und Schmerzen willigen die beiden Mädchen in den unlauteren Handel ein.
Es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig, denn der Vater muss sein Hab und Gut verkaufen, die Dienstboten entlassen und das Haus so aufteilen, dass viele Untermieter wenigstens ein geringes Einkommen gewährleisten.
Nach der Hochzeit hegen die beiden Töchter aber ganz andere Pläne, als ihren Scheinehemännern nach Amerika zu folgen!
Statt zum vereinbarten Treffpunkt zur Überfahrt nach Los Angeles zu fahren, bleiben sie lieber zu Hause. Dass der Vater einem Gaunersyndikat sein Geld schuldet, verschlimmert die Lage der Familie erheblich.
Kurz darauf überfallen die Japaner erneut die Stadt Shanghai, und nun beginnt eine wahrlich abenteuerliche Geschichte. Mutter und Töchter fliehen aus der Stadt, entkommen aber nicht den brandschatzenden und mordenden Angreifern und deren unsäglichen Vergewaltigungen.

Auf kühne Weise gelingt den beiden Mädchen schließlich nach dem Tod der Mutter die Flucht nach Amerika.

In Los Angeles leben sie in der Familie ihrer unerwünschten Ehemänner im Familienclan und bleiben nach alter Sitte und Gehorsam dem Schwiegervater verpflichtet. Eine verzwickte und verwickelte Familiengeschichte offenbart die Tücken von Konvention, Anstand und traditionellen Gebräuchen, die allen zu schaffen machen. China Town wird das Zentrum für Gelderwerb und Lebensmitte. May und Pearl, die beiden Schwestern, schlagen sich tapfer durch und sind heftigen Familienkrisen ausgesetzt. Die Autorin geht in ihrer Erzählung der Familiengeschichte einfallsreich nach, die von zahlreichen Geheimnissen durchflochten ist.

Lisa See, selber chinesischer Abstammung, hat ein Sittenbild entworfen, das die Verwerfungen des zwanzigsten Jahrhunderts zeigt. China mit seinen ehernen Traditionen im Zwischenreich zwischen westlichem Lebensstil und östlichen Geflogenheiten bietet reichlich Stoff für spannende Lebensgeschichten, aufregende Abenteuer und erschütternde Kriegsberichte. Dass die Japaner bei ihren Überfällen auf China unmenschliche Grausamkeiten besonders an Frauen begingen, ist legendär. Eingefangen hat Lisa See sowohl die realen Kriegsgeschehnisse als auch östliche Lebensgewohnheiten, die in Amerika beibehalten wurden und zu einem Leben in der Isolation führte. Man wusste sich zwar wohl aufgehoben in dem Land, fühlte aber den schmerzlichen Prozess der Entwurzelung.
Als Chinese war man in Amerika in jenen Jahren Erniedrigungen und Ausgrenzungen ausgesetzt. Menschen chinesischer Abstammung galten als eine Art Migranten Proletariat. Nur wenigen gelang die volle Integration. Der historische Hintergrund für die Zeitgeschichte ist im Nachwort belegt.

Man erwartet das Ende der Geschichte mit Spannung. Die mannigfachen Verstrickungen in der Familie bieten packende Unterhaltung auf gutem Niveau, und die Autorin zeigt ein Erzähltalent, das außerordentlich vielgestaltig ist!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas A
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich eine gut geschriebene Geschichte, die einen nicht losläßt. Der einzige - leider nicht unwesentliche - Wehrmutstropfen aus meiner Sicht: Gegen Ende wird die Story arg unplausibel und es ist schwer nachvollziehbar, warum die Hauptpersonen so handeln, wie sie es tun. Und dann hört das Buch einfach auf, und läßt viele Fragen offen. Deshalb kann ich mich nur zu einer mittelmäßigen Beurteilung durchringen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zuviel der Schicksalsschläge 12. September 2010
Von Cecilie VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wer Lisa See kennt, weiß, dass sich die US-amerikanische Schriftstellerin chinesischer Herkunft schon in ihrem Buch Auf dem goldenen Berg" mit der Problematik und Lebenssituation der chinesischen Einwanderer in die USA beschäftigt. So auch in dem Buch Töchter aus Shanghai", das über 2 Jahrzehnte die Lebensgeschichte zweiter Schwestern beschreibt.

Hauptpersonen der Handlung sind Pearl und May, zwei Töchter aus reichem Haus. Tagsüber arbeiten sie Malern Modell, abends erleben sie das pulsierende Shanghai der 30er Jahre.
Die heile Welt der jungen Frauen bricht abrupt zusammen, als ihr Vater ihnen mitteilt, dass er sie , aufgrund von Spielschulden, als Bräute an die Söhne eines reichen, mittlerweile in den USA lebenden Chinesen, verkauft hat. Es folgt eine eilig arrgangierte Hochzeit mit den unbekannten Männern, denen May und Pearl, laut getroffener Vereinbarung, in die USA folgen sollen.

Entgegen der Abmachung bleiben die Schwestern in Shanghai und erleben den Einmarsch der japanischen Truppen in ihre Heimatstadt. Ihre Mutter wird von den japanischen Invasoren getötet, der Vater verschwindet. Nach einer Odyssee gelangen die Schwestern nach Hong Kong, wo sie ein Schiff Richtung USA betreten.

Doch auf dem goldenen Berg", so der poetische Ausdruck für die USA, wird ihnen erst nach nach Monaten die Einreise erlaubt.
Hier angekommen erwartet sie ein Leben in einer neuen Familie, mit ungeliebten Ehemännern und harter Arbeit.

Eigentlich eine interessante Geschichte.
Und anfangs hält das Buch auch die Versprechungen. Interessant beschreibt Lisa See das Leben der Schwestern Pearl und May im Shanghai der 30er Jahre und deren Flucht vor den Japanern .
Doch schleichend macht sich die Langeweile im Buch breit.
Immer neue Probleme erwarten die Schwestern, immer neue Hindernisse auf ihrem Weg in ein sorgenfreies Leben in den USA.
Und so ist Töchter aus Shanghai" ab Mitte des Buches nicht mehr die Geschichte zweier Schwestern, sondern die Beschreibung der Diskriminierung von Chinesen in den USA am Beispiel zweier Schwestern.
Pearl und May erleben fast schon Klischeehaft alles Elend und Unheil, was eingewanderten Chinesen in den USA nur passieren kann.
Die Liste der Diskriminierung wäre lang, doch May und Pearl erleben alles am eigenen Leib.
Irgendwann fragt sich der Leser:
Welches Elend oder menschliches Schicksal kommt als nächstes auf die Schwestern zu?
Es ist schlicht und einfach zu dick aufgetragen.
Lisa See will viel zu viele Geschichten und Erlebnisse, die sie von chinesischen Einwanderern erfuhr, in die Geschichte einbauen, so dass die Handlung mehr und mehr langatmig und unrealistisch wirkt.
Schade um die gute Idee!
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