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Tír na nÓg. Das Schicksal der Welt [Broschiert]

Sean O'Connell
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

April 2012
Unbeeindruckt von den sich zuspitzenden Gefahren, setzen Cornelis, Meister Aki und Raggah ihre gefahrvolle Reise nach Süden fort. Auf der Straße nach Seeburg werden sie Zeugen eines schrecklichen Massakers an Espermanen. Cornelis will die hilflosen Wesen schützen, doch sein beherztes Eingreifen führt zur Gefangennahme der drei Gefährten. Sie werden nach König-Erich-Burg gebracht, wo sie das Glatisant erwartet ein schreckliches Untier, das nahezu unbesiegbar scheint.
Cornelis muss erkennen, dass auf dem Weg nach Tír na nÓg selbst der Tod nicht die letzte Grenze ist.

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Produktinformation

  • Broschiert: 221 Seiten
  • Verlag: Acabus; Auflage: 1 (April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862821463
  • ISBN-13: 978-3862821464
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 14 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.472.956 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Sean O’Connell, in England geboren und in London und Lindau (Bodensee) aufgewachsen, lebt seit einigen Jahren in Ravensburg/Weingarten. Seine erste Kurzgeschichte schrieb er im Alter von neun Jahren, sechs Jahre später folgten erste Publikationen in Science Fiction- und Fantasy-Fanzines. Gemeinsam mit Wolfgang Kehl (Arndt Ellmer, ‚Perry Rhodan‘) entwickelte er als 16-Jähriger u. a. eine semiprofessionelle Science-Fantasy-Serie (‚Starlords‘), die in den Neunziger Jahren eine Zweitauflage beim NIMBUS-Verlag erlebte. Später kooperierte er noch einmal mit Ellmer für einen Heftroman der Zauberkreis-Reihe. O’Connell machte sich das Schreiben und Arbeiten im künstlerischen Bereich zum Beruf: Er war Radiomoderator beim Lokalradio, Mitinhaber einer Videoproduktionsgesellschaft und als freier Mitarbeiter der Lokalzeitung tätig. An der Universität Konstanz studierte er Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunst- und Medienwissenschaft. Ab 1998 arbeitete er als Redakteur bei einer österreichischen Landeszeitung (‚Vorarlberger Nachrichten‘) und wurde 2001 Leiter einer in Österreich und Süddeutschland tätigen Werbeagentur. 2002 wechselte er schließlich in die Computerbranche. 2005 begann er mit der Arbeit an seinem Roman ‚Tír na nÓg‘.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Auszug aus Kapitel 1: Sein Name war Noxius. Ein für Espermane ungewöhnlicher Name, voller düsterer Todes¬ahnungen. Ein Name, den ihm sein Rudel gegeben hatte, und keinem war es leichtgefallen, denn er verhieß Schlimmes; doch es gab keinen ande¬ren, keinen besseren Namen, den sie ihm anstelle des Gewählten zu geben bereit waren, denn in ihren Herzen ahnten sie, was geschehen würde, und Noxius, erschüttert über die Wahl und gleichzeitig stolz über die Rolle, die ihm auferlegt worden war, hatte ihn mit Würde akzeptiert. Der Rudelname gab dem Schamanen seine Kraft, seine Bestimmung. Verdichtete Geist zu Fleisch und Idee zu Materie. Gab seiner Welt Ge¬stalt. Noxius lag mit pochendem Herzen wach auf dem feuchten Stroh des abgedunkelten Planwagens, der ihn forttrug von seiner Heimat im Osten, fort von Harttland, seinem Exil, und vielleicht auch fort von König-Erich-Land, das er und sein Rudel auf einem Schoner im Hafen von Balgul zu verlassen gedachten. Doch die düsteren Vorahnungen deuteten ein anderes Schicksal an. Er hatte wiederholt in die Zukunft geblickt und die zunehmende Entropie gesehen. Entropie, die Nordland zu vernichten drohte. Und doch gab es in seinen Visionen Hoffnung. Da war dieser Junge … Der Planwagen bremste und kam kurz darauf zum Stehen. Laute Stim¬men riefen, frisch entzündete Fackeln erhellten das Leintuch von außen. Metall klirrte, als Schwerter gezogen wurden. Die Traumkorridore hatten ihn vor diesem Augenblick gewarnt. Er war derjenige, dessen Schicksal vorherbestimmt war. Der Rudelschamane erhob sich leise vom Stroh und rieb sich die Augen. Dann kroch er langsam nach vorne und schob die Plane zur Seite. Pastun saß nicht mehr auf dem Kutschbock. Die Zügel lagen lose im Fußraum. „Da ist noch einer“, tönte unvermittelt eine laute Stimme. „Los, Soldat, bring ihn hier runter“, rief eine andere Stimme, offenbar die eines Hauptmanns. „Treibt die Espermane zusammen!“ Soldaten von König-Erich-Land. Noxius blinzelte. Nun war es also soweit. Balgul … der Schoner im Hafen. Diese Verzweigung der Zukunft schien nun endgültig eine verlorene zu sein. Der Traumfisch, Noxius’ Inkarnation in der anderen Welt, konnte sie nicht mehr aufspüren. Sein Schicksal schrieb sich in diesem Augenblick neu. Der Soldat griff nach ihm, zerrte ihn nach vorne, sodass er über den Kutschbock fiel und sich die Lippe am Holz aufschlug. Dann stürzte der alte Espermane in die Tiefe und landete unsanft auf der Erde. Von fern drang der Geruch von verbranntem Fleisch in seine Nase. Einige der Sol¬daten beugten sich über ihn, prügelten ihn auf die Beine und stießen ihn vorwärts, hinüber zu den anderen Mitgliedern seines Rudels. Ihre Gesichter waren blass, verängstigt, ihre Augen verdunkelt. Sie schienen je¬de Hoffnung verloren zu haben. „Bringt sie zu den anderen Gefangenen hinter den Elektrozaun“, hörte Noxius den Hauptmann brüllen. „Soldaten, durchsucht die Fahrzeuge nach Wert¬gegenständen und Waffen. Nehmt alles mit, was von Bedeutung ist.“ „Was geschieht mit den Fahrzeugen?“, rief einer der Soldaten. Der Hauptmann zuckte die Achseln. „Die werden sie nicht mehr brauchen.“ Er verzog das Gesicht. „Zündet sie an!“ Auszug aus Kapitel 2: Ein gigantischer Schatten verdunkelte die Lichtschächte, dann wurde es still. Cornelis blieb stehen. Er lauschte. Plötzlich sah er eine schemen¬hafte Bewegung. Das Glatisant reckte seinen langen Schlangenhals und scharrte mit dem Kopf an der steinernen Decke. Im Halbdunkel waren die Umrisse der Kreatur nur undeutlich auszumachen. Doch was er sah, ließ Cornelis die Luft anhalten. Das Wesen sah aus, als wäre es eben erst geschlüpft. Überall tropften klebrige Fäden voller Schleim von seinem langen Hals auf den steinernen Boden. Japetter hatte nicht gelo¬gen. Das Glatisant war wahrlich eine Bestie. Der bizarre Kopf war völlig insektoid, ausdruckslos und kalt; sein ovaler schwarzer Chitinschädel starrte ihn mit bernsteinfarbenen Facettenaugen an. So fremd, dachte Cornelis, und in diesem Moment erblickte er erst¬mals den ganzen, sich langsam aus der Dunkelheit schälenden Leib der Kreatur. Mehrere behaarte Beinpaare tasteten sich voran, als wären sie mit eigenem Leben beseelt, krochen fiebrig und tapsend ans Licht, und von hoch oben ertönte ein schrecklich bellendes Geräusch, als hätte das Glatisant ein Rudel Hunde verschluckt. Es entblößte lange, scharfe Fang¬zähne. Cornelis umklammerte Lughs Speer fester. „Beweg’ dich. Los!“ Der Junge stocherte, unschlüssig, wie weit er zustoßen durfte, mit der Speerspitze gegen den spinnenartigen Leib, und das Glatisant bellte erneut. Die vorderen zwei Beinpaare hoben sich in Abwehrhaltung, doch Cornelis stieß schnell zu, diesmal etwas fester. Die Kreatur wich zurück. Gut so, dachte der Junge erleichtert und atmete tief durch. „Weiter, geh’ weiter! Mach’ schon!“ Stück für Stück glitt das Glatisant tiefer in die Dunkelheit und Cor¬ne¬lis gewann mit jedem Schritt, den er vorankam, an Selbstvertrauen. „Cornelis!“ Der Junge drehte sich überrascht um. Raggah kam direkt auf ihn zu gerannt und blieb erst stehen, als sie die Kreatur erblickte. „Heilige Scheiße!“, rief sie aus. „Raggah … “, entfuhr es Cornelis. „Warum bist du hier?“ „Ich konnte die Tür nicht mehr halten … die Soldaten brechen durch … sie sind gleich hier. Wir müssen verschwinden!“ „Das Glastisant …“, rief der Junge. Vor ihnen brüllte das Tier erneut auf und sein langer Schlangenschwanz sauste aus dem Dunkel direkt auf Cornelis zu, der sich mit einem beherzten Sprung zur Seite in Sicherheit brachte. Doch Raggah wich nicht von der Stelle, sondern hieb mit dem Schwert, das sie der Wache abgenommen hatte und immer noch in der Hand hielt, nach dem Schwanz. Ihr Schlag blieb wirkungslos. Das Schwert federte zurück. So schnell der Junge konnte, rappelte er sich auf und stieß erneut mit Lughs Speer zu. Diesmal erwischte er das Tier am vorderen Thorax, und die Spitze glitt mühelos durch den behaarten Leib. Ein noch viel lauteres Gebell als zuvor hob an, das Glatisant zuckte panisch zurück und stieß mit seinen kräftigen Beinen wild um sich. Schwere Steinquader lösten sich aus den Seitenwänden des Gangs und stürzten nach außen in einen großen Saal. Staub und Asche regneten auf Raggah und Cornelis nieder, während helles Licht in den schmalen Korridor fiel. Die Bestie trat erneut gegen die Wand. Der Boden erbebte unter den Erschütterungen. Mehr Quader stürzten in den Saal, in dem sich eine höfische Gesellschaft aufhielt. Laute Rufe ertönten. Cornelis sah Wachen mit gezückten Waffen heranstürmen und auf das Glatisant eindreschen, doch wie bei Raggahs Attacke verpufften die Hiebe wirkungslos. Cor¬ne¬lis stieß erneut mit Lughs Speer zu. Das Glatisant wich zurück und brach durch die gerade entstandene Öffnung der Wand, hinein in den riesigen Ballsaal. Die Höflinge wichen schreiend zurück. Ihre Gesichter waren kreideweiß, nachdem sie nach einer ersten Überraschung erkannt hatten, mit was sie es zu tun hatten. An der hinteren Tür des weitläufigen Raumes drängten sie sich ängstlich gegeneinander und behinderten sich bei der Flucht. Das Glatisant, von der Enge und der Dunkelheit des Ganges befreit, richtete sich zu seiner vollen Größe auf, brüllte bestialisch wie ein vorsintflutliches Tier und stieß mit seinem Insektenkopf hinunter auf die Wachen. Der lange Schlangenhals ermöglichte es dabei, die Männer von hinten zu attackieren. Die scharfen Zähne seines riesigen Mauls ver¬senk¬ten sich in die Brust eines Mannes und bissen ihn glatt in der Mitte durch. Raggah warf einen Blick zurück in den Gang. „Da kommen noch mehr Wachen!“ Cornelis erspähte die herannahenden Männer ebenfalls. Doch statt ihn und Raggah anzugreifen, sprangen sie über die Mauerreste des Ganges hinweg direkt in den Saal hinein, und nahmen das Glatisant ins Visier. Das Tier war wie von Sinnen und schlug mit seinem Dornenschwanz nach allem, was ihm in den Weg kam. Die Soldaten mussten bereits nach wenigen Sekunden zurückweichen. Nur ein paar Musiker mitsamt ihren Instrumenten standen immer noch wie...

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Von A. Jürgens TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Obwohl ich mit dem ersten Tír na nÓg-Band um den Auserwählten Cornelis (erschienen 11/2011) Probleme beim Eintauchen in die Geschichte hatte, war früh klar, dass ich auch den zweiten Band (erschienen 04/2012) lesen wollte. Der lag dann zwar auch recht schnell auf meinem SuB, allerdings kam ich erst jetzt dazu, ihn zu lesen. Genau wie beim ersten Buch dauerte es auch bei Das Schicksal der Welt wieder geraume Zeit, bis ich mich an den Schreibstil von Sean O’Connell gewöhnt hatte.

Gleich vorab, wer den ersten Teil nicht gelesen hat, sollte dies vorher nachholen. Zu viel wurde darin bereits angesprochen und teilweise erklärt. Wem diese Grundlage fehlt, wird mit der Fortsetzung keine rechte Freude haben. Und ebenfalls gleich jetzt: Der zweite Band von Tír na nÓg hat ein offenes Ende. Das liegt darin begründet, dass Cornelis Geschichte weitergeht. Und zwar mit Túatha Dé Danann (Band 01- Das Sternenheim, 07/2012, und Band 2- Nekropolis, 10/2012).

Mit seinem zweiten Buch setzt O’Connell denn auch nahtlos an das Geschehen des ersten Bandes an. Cornelis, Meister Aki, Raggah und ein Unsterblicher setzen ihre Reise in den Süden fort, trotz aller Erlebnisse und bisher erlebter Gefahren. Zu dringlich ist die Aufgabe, Näheres über die Entstehung der Welt und Ursache und Lösung bezüglich ihres momentanen Zustands herauszufinden. Denn unabhängig davon, dass die Natur zunehmend verrückt spielt, nehmen auch Kriege und Verwüstungen zu. Als sie Zeuge eines Massakers werden, wird Cornelis von seinen Gefährten getrennt. Während sie gefangen genommen werden und sich schon bald einem unbesiegbar scheinenden Untier gegenübersehen, muss sich auch Cornelis diversen Gefahren und seiner Vergangenheit ebenso wie der vor ihm liegenden Aufgabe stellen. Er bezahlt mit seinem Leben dafür und stellt gleichzeitig fest, dass der Tod weder die letzte noch eine wirkliche Grenze ist.

O’Connells Romanreihe lässt sich nach wie vor in keine wirkliche Genre-Schublade stecken. Er mischt auch in seiner Fortsetzung Fantastisches mit Realem, Mystisches mit Modernem, wobei historisch anmutende Passagen nicht außen vor bleiben. Nicht zu vergessen natürlich Science-Fiction mit einem Hauch Horror. Mit seinem Schreibstil schafft er kein richtiges Jugendbuch, aber auch keines, das sich nur für Erwachsene eignet. Nach wie vor verliert er sich beinahe in zu bildhaften Beschreibungen, ohne jedoch den Wust an roten Fäden loszulassen, die sich durch mehrere Handlungsebenen schlängeln, annähern und wieder auseinanderdriften. Er bedient sich diverser Klischees und manche seiner Ideen entwickeln sich vorhersehbar. Dennoch schafft er es, überraschende Wendungen in das Geschehen zu verarbeiten und entwickelt dieses auf komplexe, wenn auch teils zu oberflächliche Art und Weise weiter. Wie schon im ersten Band wirft er unzählige Fragen auf, deren Antworten sich aber nicht zwangsläufig in Das Schicksal der Welt finden.

Fazit

Obwohl ich mich dieses Mal deutlich schneller an O’Connels Schreibstil gewöhnte, empfand ich den zweiten Tír na nÓg-Band stellenweise hart an der Grenze. Die unterschiedlichen Handlungsebenen und teils skurrilen Ideen sorgten dafür, dass ich manchmal fast den Durchblick verlor. Trotzdem hat es der Autor auch dieses Mal geschafft, meine Neugier auf die Fortsetzung im ersten Túatha Dé Danann-Buch zu wecken. Für Das Schicksal der Welt möchte ich deshalb drei von fünf Punkten vergeben.

Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch der 2. Teil überzeugt! 29. Oktober 2012
Von Tassilo
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Nach dem ersten Teil war ich schon begeistert. Teil 2 tut dieser Begeisterung keinen Abbruch. Sean O'Connell führt seinen Stil weiter und überrascht mit neuen, außergewöhnlichen Ideen.
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