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Täuschwirtschaft: Wie die Wirtschaft sich selbst und uns alle betrügt
 
 
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Täuschwirtschaft: Wie die Wirtschaft sich selbst und uns alle betrügt [Taschenbuch]

Alexander Dill
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 250 Seiten
  • Verlag: FinanzBuch Verlag (17. Mai 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898795721
  • ISBN-13: 978-3898795722
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 14,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 79.282 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alexander Dill
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

1600 Prozent Rendite nach der Finanzkrise? Keine Kunst, wenn man eine Staatsgarantie in der Tasche hat. Was im Volksmund Betrug genannt wird, heißt in der Sprache der Wirtschaftswissenschaften "asymmetrische Information". Alexander Dill zeigt, wie in betrügerischer Weise das Bruttosozialprodukt manipuliert und die Weltfinanzkrise zur Umverteilung von Kapital genutzt wird und wie im Alltag mit ungünstigen Vertragsbedingungen die Kunden über den Tisch gezogen werden. Nur durch die Besinnung auf Gemeingüter kann verhindert werden, dass Wirtschaftsinteressen unsere Gesellschaft zerstören.

"Wieder einmal traut sich Alexander Dill, gegen den Strom der etablierten Meinungen zu schwimmen und bringt seine Sicht der Dinge klar und prägnant auf den Punkt." risknet.de

"Auch die Investmentbank Goldman Sachs sowei die Börsen mit ihren täglichen Kursschwankungen stehen am Pranger. Ein Markt der so praktiziert werde, sei "Sünde". Die Wirtschaft müsse sich hin zu einem "Gemeingüterkapitalismus" neu definieren." Der Standard

"Alexander Dill enthüllt in seinem Buch viele Tricks, systematische Täschungsmanöver und von der Wirtschaft gezielt gestreute Fehlinformationen, die unser Alltagsleben beherrschen und erheblich zum Nachteil aller Konsumenten beitragen." Wir und die Wirtschaft

"Der Autor gehört nicht zu den ruhmreichen Ökonomen, sondern kommt aus der Software-Industrie. Vielleicht sind deshalb viele seiner Beweisführungen, dass wir in einer Phantasiewirtschaft leben, so plausibel. Alexander Dill nimmt alles auseinander: Lebensversicherungen, Autoleasingverträge, die "Geschenkökonomie" mit ihren Gratisbeigaben und Schnäppchenangeboten und das Bruttoinlandsprodukt, das dank staatlicher Schuldenmacherei steigt." Wiener Zeitung

Über den Autor

Alexander Dill, 1959 in München geboren, wuchs in einer Berliner Kommune auf. In Sachen Erfolg hat er einiges erlebt: vom American Dream in New York bis zur politischen Intrige im Nachwendedeutschland, von der Planung von Biomassekraftwerken in Bayern bis zu einer Initiative für deutsches Auslandsmarketing, die er zeitweise als Projektleiter koordinierte.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Alexander Dill bürstet hier gewaltig gegen den Strich politischer Korrektheiten und gängiger Meinungsarrangements. Unter seinem intelligent gewählten Stichwort "Täuschwirtschaft" wendet der Autor die Medaille nationaler und internationaler Finanz-Systeme, die er als ein Konglomerat verschiedenster Fehlentwicklungen und bewusster Fehlsteuerungen durch Interessengruppe aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entlarvt.

Falsche Zurückhaltung ist die Sache des Autors ganz offensichtlich nicht. Statt vor den Gegebenheiten demutsvoll zu resignieren, lüftet Dill die Decke der Ignoaranz und legt den Muff aus Egoismus und falschen Wahrheiten offen zutage. Sein Blick fällt sowohl auf die Täuschungsmanöver, die jedem Menschen im Alltag begegnen (Steuerchaos und staatliche Frechheiten, Preiswucher, Versicherungsunsinn, Gesetzesunsinn etc.) als auch auf Fehlsteuerungen, die nationale wie internationale Ökonomien und Gesellschaften ins Schwanken bringen. Ohne mit der Wimper zu zucken, spricht der Autor über Angst der Wirtschaft als mächtigster Triebfeder für Täuschungen und Betrügereien. Sehr detailliert zeigt er auf, wie sich Politik mehr als einmal zum willfährigen Komplizen dubioser Praktiker machen und vor den Wagen gefährlicher Managementstrategien spannen lässt.

Von besonderem Interesse ist meiner Meinung nach die Analyse der Manipulationen führender US-Ökonomen, die nach Dills Darlegungen maßgeblichen Anteil an wichtigen weltweiten Finanzkrisen haben. Die Beweisführung, mit der der Autor belegt, wie die Finanzelite der USA mitsamt ihren Bilanzierungstriks und ihrer erpresserischen Taktik Einfluss auf die Politik genommen hat, ist bestechend, deutlich und gut belegt. Die daran anknüpfenden Thesen für die Motive der weltweit virulenten Finanzmanipulation sind imposant. Umso erschütternder sind die Zusammenhänge, die der Autor aufdeckt und deren unkalkulierbares Risiko erschrecken.
Für sehr interessant halte ich auch und gerade die These, das Ineinandergreifen von Wirtschaftselite und Politik sei der psychologisch nachvollziehbaren menschlichen Sehnsucht nach einem paradiesischen Zustand abseits von Konkurrenz und Wettbewerb geschuldet.
Erliegen damit gerade diese Grundpfeiler der gängigen Marktwirtschaft und die Triebkräfte des weltweiten Finanzsystems der imaginierten Gegenbewegung einer kommunistische Utopie? Wie lange kann sich das bisherige Konstrukt noch gegen die Wirkkräfte rätselhafter Pole behaupten, an denen Nobelpreisträger genauso mitarbeiten wie hochrangige Politiker und Wirtschaftsbosse? Auch muss man angesichts dieses Buches fragen, ob die Realwirtschaft längst hinter irrealen Konstrukten verschwunden ist und die als gängig gedachten Regeln des Marktes längst nicht mehr greifen?! Wenn der Preis längst nicht mehr den Wert der Gegenstände bestimmt, sondern sich abgekoppelt jedes ökonomischen Verstandes fehlentwickelt, was bleibt dann noch als Maßstab für richtiges Agieren an den Finanzmärkten und im Leben selbst? Kein Wunder bei all diesen kontroversen Fragen, dass der Autor schließlich fordert, Wirtschaft in der Schule zu lehren, um aus unmündigen Bürgern, mündige Bürger zu machen, die in der Lage sind an einem neuen Regelwerk wirksamer Ethik mitarbeiten. Vielleicht, so merkte er richtig an, könnten so langfristig neue Potentiale erschlossen werden, die Kultur und Verstand als Prinzipien gesunder Volkswirtschaften zugrunde legen. Eines wird hier deutlich: Die Wirtschaft muss über kurz oder lang in der Weltgemeinschaft neu erfunden werden. Das ist nicht nur eine Frage der Moral, sondern letztlich des Verstandes.

Dies ist ein intelligent geschriebenes Finanzbuch. Ein hervorragender Blick ohne Scheuklappen. Ein Autor, der sich traut, gegen den Strom gängiger Meinungen zu schwimmen und neue Einsichten ungeschönt und klar auf den Punkt zu bringen. Für Menschen mit Mut und Freude am deutlichen Wort: eine Bereicherung!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Autor dieses schmalen, aber nicht leicht lesbaren Buches beklagt in seinem Werk, dass uns die Wirtschaft täuscht und betrügt. Schon mit dem Titel habe ich ein Problem. In dieser Allgemeinheit Täuschung zu unterstellen, ist sicher nicht gerechtfertigt. Das geben selbst die vielen Beispiele nicht her, die wir im ersten Kapitel lesen. Zur Wirtschaft gehören auch einfache Handwerksbetriebe, kleine Familienunternehmen und die überwiegend sauber arbeitenden mittelständigen Betriebe in diesem Land, die den größten Teil der Wirtschaftsleistung erbringen.

Jeder hat in seinem Leben schon mehr als einmal mit Betrug und Täuschung zu tun gehabt. Solche Dinge gab es schon vor tausenden von Jahren, und sie werden auch in Zukunft nicht aussterben. Was also ist neu an dem vom Autor beklagten Zustand? Wenn es nämlich eine Konstante in der Geschichte gibt, dann ist es mit Sicherheit das menschliche Verhalten. Immer wieder haben große Geister eine ideale Welt angemahnt. Doch genützt hat dies noch nie. Die Forderung des Autors, Wirtschaft neu zu erfinden, wird deshalb genauso ungehört verhallen, wie die vielen scheinbar klugen Ratschläge anderer Autoren aus längst vergangenen Zeiten.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert und enthält einen kleinen Anhang, der sich mit einem bei Goldman Sachs kürzlich aufgedeckten gravierendem Betrugsfall befasst. In den ersten 70 Seiten erklärt uns Alexander Dill an 13 Beispielen seine These. Die einzelnen Geschichten sind lehrreich in vielerlei Beziehungen. Sie zeigen, dass man durchaus an manchen Stellen von Täuschungen und Betrug ausgehen kann, wenngleich dies natürlich im rein juristischen Sinne eine Definitionsfrage ist. Wenn also beispielsweise ein Überziehungskredit mit 15-20% Zinsen belastet wird, die Bank ihr Geld jedoch für 1-4% Zinsen erhält, dann kann man auch von Wucher sprechen, wird aber keinen juristischen Erfolg haben, wenn man dagegen vorgehen wollte.

Andere Beispiele betreffen das leidige Versicherungswesen, die Autoleasing-Branche, Telefongesellschaften oder die Preisgestaltung und das Kleingedruckte bei der Deutschen Bahn oder das Verwirrspiel um Verpackungsgrößen. Dieser Teil des Buches liest sich gut, ist interessant und aufschlussreich. Die Beispiele stammen jedoch fast ausschließlich von Monopolisten, zu denen in meinen Augen auch der Staat zählt. Wenn man sich die Preisgestaltung bei der Bahn oder auch Billigfliegern ansieht, dann fällt tatsächlich ein Grundprinzip auf: Man möchte durch eine extrem komplizierte und nicht einmal vom eigenen Personal durchschaubare Preisgestaltung den Kunden verwirren und überdeckt dies durch Lockvogelangebote, die nur für eine Minderheit realisierbar sind. Dieses Grundprinzip hält nun auch bei anderen Produkten Einzug und wird durch das Aufgeben einheitlicher Packungsgrößen durch die EU noch gefördert.

Im zweiten Teil befasst sich der Autor mit der so genannten Harvard-Ökonomie. Er geht hier seiner These auf einer höheren Ebene nach und zeigt, wie Regierungen und Ökonomen verschiedene Bilanzen von Staaten und Unternehmen durch merkwürdige Tricks manipulieren. Leider haben auch wir unsere deutschen Standards zugunsten dieser amerikanischen Methoden aufgegeben und leben nun ebenso in einem Land der ökonomischen Schönheitsoperationen. Dem Normalbürger fällt dies gewiss nicht auf. Er merkt das höchstens einmal an der zusammengeschummelten offiziellen Inflationsrate, die seinem persönlichen Erleben nicht immer entsprechen will.

Leider lassen Lesbarkeit und Konsistenz des Textes im zweiten Teil etwas nach. So suggeriert uns der Autor hier zum Beispiel, dass die gegenwärtige Finanzkrise künstlich erzeugt wurde, damit bestimmte Kreise billig an Aktien kommen. Das ist eine recht abenteuerliche Behauptung. Er begründet sie hauptsächlich damit, dass der finale Crash bisher ausgeblieben ist. In der Tat ist die Krise hierzulande gefühlt nicht besonders groß, weil sie künstlich mit Mitteln entschleunigt wurde, die ihre wahren Ausmaße nur in die Zukunft verschoben haben.

Am Ende dieses Teils diskutiert Dill die Frage, warum Wirtschaft kein Schulfach ist. Er vergleicht dazu die Wirtschaft zunächst mit dem Straßenverkehr, der weltweit nach den gleichen Regeln funktioniert, um dann festzustellen, dass es für die Wirtschaft gar keine Regeln gibt, und sie deshalb nicht in der Schule gelehrt werden kann. Das ist wie so vieles in diesem Buch in gewisser Weise richtig und falsch zugleich. Eine Volkswirtschaft ist ein hochkomplexes dynamisches System, das einen hohen Grad an Selbstorganisation besitzt und von Rückkopplungen lebt. Der Straßenverkehr ist ein simples und starres System, das auf primitiven Regeln beruht und von der Sache her jede Art von Selbstorganisation verbietet. Beide Systeme in eine Art wertende Beziehung zu stellen, ist gelinde gesagt absurd. Natürlich kann man Grundprinzipien der Wirtschaft in der Schule lehren, und das wird wohl auch getan.

Im letzten Teil bemüht sich der Autor um eine Neuerfindung der Wirtschaft. Das ist zwar nicht uninteressant, wird aber nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Denn Wirtschaft hat niemand erfunden, deshalb kann sie auch nicht neu erfunden werden. Dennoch entwickelt Dill ein Konzept, das er "Gemeingüterkapitalismus" nennt und von dem er hofft, dass sich in ihm "die kreativen Potenziale des Privateigentums mit den sozialen und natürlichen Gemeingütern verbinden". Interessanterweise definiert der Autor das Geburtsdatum der "Betrugs- und Ellenbogengesellschaft" in Deutschland durch den Eintritt der rot-grünen Regierung von Schröder und Fischer 1998.

Fazit.
Mich hat dieses Buch erwartungsgemäß etwas verwirrt. Es ist auch sehr schwer zu rezensieren, weil es eine Unmenge an wahren und zweifelhaften Behauptungen enthält, die darüber hinaus auch noch in Relation zueinander gesetzt werden. Der Text ist außerdem in sich nicht widerspruchfrei. Leider kann man darauf aber nicht detailliert eingehen, weil man dann das Buch gewissermaßen noch einmal schreiben müsste. Bei aller Kritik enthält der Text aber viele interessante und lehrreiche Informationen. Wenn es dem Autor gelungen wäre, den roten Faden immer straff in der Hand zu behalten und den Leser konsistenter durch seine Gedanken zu führen als ihn mit unbewiesenen und kaum erklärten Behauptungen zu verwirren, dann wäre ein viel besseres Buch entstanden. Drei und einen halben Stern.
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Von marcor
Format:Taschenbuch
Das erste Drittel des Buches ist durchaus lesenswert, auch wenn der Autor an einigen Stellen unzulässig vereinfacht. Bei Themen, zu denen ich selber Detailwissen habe, kann ich dem Autor nur bedingt zustimmen.
Im zweiten Drittel des Buches wird wiederholt.
Das dritte Drittel des Buches ist für mich eine lose Sammlung unfertiger Gedanken, obwohl sich der Autor bemüht, seine "Lösungen" logisch herzuleiten.
Wenn ich diese Bewertung genauso pointiert formulieren würde, wie der Autor seine Gedanken, dann hieße es: SEHR INTERESSANT -> LANGWEILIG -> KRUDE.
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