Respekt. Obwohl ich sonst kein Krimi-Fan bin, haben mich die zwei Romane von Helene Tursten überzeugt.
Ihre Hauptfigur, Inspektorin Irene Huss, ist eine intelligente Ermittlerin, aber keine Superfrau. Sie hat menschliche Schwächen und ein Privatleben, das die Autorin auch ausführlich beschreibt.
Dabei kommt aber die eigentliche Story nicht zu kurz, diese ist - in beiden Geschichten - interessant und von der Autorin sehr gut erzählt. Gestört haben mich eigentlich nur die unnötigen "Actionsequenzen", wenn die Protagonistin ihre Jiu-Jitsu-Kenntnisse an ein paar Straßenganoven austobt - daß gerade sie als Polizistin zweimal in einer fremden Stadt überfallen wird (ohne Zusammenhang mit ihren Ermittlungen!), ist wohl so wahrscheinlich wie ein Lotto-Sechser.
Da ich bis dato nur einen Mankell (nie wieder!) gelesen hatte, war ich gegenüber nordischen Krimis ziemlich skeptisch, aber Helene Tursten hat mich eines besseren belehrt. Ich werde wohl noch weitere Irene-Huss-Romane lesen und kann zumindest diese beiden auch allen, die gerne Krimis lesen, nur empfehlen.