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Szenen einer Großstadtjugend: Mit Gedichten und Liedtexten
 
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Szenen einer Großstadtjugend: Mit Gedichten und Liedtexten [Broschiert]

Jörn Brien
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Gegenüber den Kindern haben wir verloren - die Sterne nur noch Koordinaten im luftleeren Raum." Dirk, Harke, Steffi und die anderen haben ihr Abitur hinter sich und das ganze Leben steht ihnen offen. Was aber damit anfangen? "Szenen einer Großstadtjugend" erzählt in lakonischen Sätzen - untermalt von Gedichten und Liedtexten - von den wilden Tagen, in denen alles gewonnen und alles verloren werden kann. "Wir sind irgendwie dazwischen. Aber wo?"

Über den Autor

Lyrik, Kurzprosa und Jugendroman - Das sind die literarischen Fächer, in denen sich Jörn Brien auskennt. Auf der Homepage kann sich der Interessierte ein genaueres Bild von dem Nachwuchskünstler verschaffen. In diesem Jahr hat die renommierte Anthologie "Frankfurter Bibliothek" das Gedicht "da wo das Eismeer lockt" aufgenommen.

Auszug aus Szenen einer Großstadtjugend. Mit Gedichten und Liedtexten von Jörn Brien. Copyright © 2008. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Prolog
Das Leben könnte einfacher sein. Doch wir sind nicht im Krieg. Des Nachts stört uns maximal ein schreiender Besoffener oder ein keifender Hund. Oder Silvesterknaller wenn Deutschland mal wieder Weltmeister geworden ist. Polizeisirenen hört man jetzt öfter. Aber wen stört das noch. Wenn man sie braucht, sind sie ja doch nicht da.
So einfach ist das Leben. Vier Millionen sind arbeitslos. Doch man kann auch von der Stütze gut leben. Wenn man keine Kinder hat. Doch wer will das schon. Schreiend und sabbernd. Richtige kleine Monster. Und dennoch süß. Wie kleine Katzen. Am Anfang streichelt man sie noch. Sie sind sehr ängstlich und fühlen sich dann doch irgendwann sicher in deinen Armen. Und vorsichtig weil sie doch noch ein bisschen Angst haben vor der Welt aber bestimmt weil sie auch neugierig sind auf diese Welt heben sie ihr Köpfchen. Ganz weit aufgerissene Augen. Sie wollen ja nichts verpassen. Dann werden sie älter. Sie strolchen allein in der Gegend herum. Ab und zu lassen sie sich noch streicheln. Und dann liegt irgendwann die erste Maus auf dem Fußabtreter, der erste Bericht von der Welt da draußen. Viel später liegt ein alter Kater in der Stube. Er hat viel zu erzählen und lässt sich gerne streicheln. Aber wer kümmert sich noch um das fette Vieh. Es gibt doch noch genügend kleine Kätzchen.
Wir sind irgendwie dazwischen. Wir sind nicht mehr einfach nur süß und uns streichelt ganz gewiss keiner mehr deswegen. Unsere Berichte von der Welt da draußen interessieren niemanden. Und doch sind wir irgendwie noch nicht alt genug um uns einfach aufs Sofa zu legen und abzuschalten. Ganz im Gegenteil. Wir sind es ja, die mit großem Ekel eben jenen den Arsch abwischen und ihnen damit das letzte bisschen Würde nehmen.
Wir sind irgendwie dazwischen.
Aber wo?

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